RWA-IOG16

14.12.2018 // 16:55

Ruanda: Wasserversorgung der Schule Groupe Scolaire de Karambi

Wasserversorgung über Regenwasser-Zisternen, Grundwasser- Brunnen oder Oberflächengewässer


  • Status:  Erkundung Implementierung Evaluation Abgeschlossen
  • Standort: Karambi, Ruanda
  • Spendenkürzel: RWA-IOG16
  • Zielgruppe: Schüler_innen, Lehrer_innen und Angestellte der Schule
  • Zeitraum: 08/2018 bis 12/2022
  • Projektvolumen: ca. 90.000 Euro
  • Projektdatenblatt als PDF: PDF icon projektdatenblattrwa-iog16.pdf
  • Projektkategorien: 

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Ausgangssituation

Der Distrikt Karambi liegt in der Region Rusizi im Westen von Ruanda. Dort befindet sich die staatliche Schule Groupe Scolaire de Karambi, die von Kindern aller Altersklassen – zurzeit insgesamt 1.969 Schüler_innen – besucht wird. Hinzu kommen 50 Schulangestellte. Die Schule bzw. nähere Umgebung verfügen über keinerlei Zugang zu fließendem Wasser. Gegenwärtig müssen die Schüler_innen selbstständig Wasser zur Schule mitbringen oder alternativ den Tag über ohne Wasser auskommen. Der nächstgelegene Zugang zu Wasser befindet sich an einer ca. 5 km entfernten Quelle. Neben der mangelhaften Wasserversorgung sind ebenfalls keine Sanitäranlagen vorhanden, die eine zufriedenstellende Hygiene für Schüler_innen und Lehrer_innen gewährleisten könnten. Somit können auch minimale Hygienestandards gemäß WASH (WAter-Sanitation-Hygiene) nicht eingehalten werden.

Projektbeschreibung

Ingenieure ohne Grenzen plant den Aufbau eines Systems zur Wasserversorgung an der Groupe Scolaire de Karambi zu unterstützen. Ziel dieses Projekts ist die Herstellung einer kontinuierlichen Wasserversorgung an der Schule sowie einen nachhaltigen Zugang zu Wasser in der Region anzuregen. Die technische Umsetzung und Materialbeschaffung bedarf zunächst der Erkundung vor Ort, um detaillierte Planungen darauf aufbauen zu können. In näherer Umgebung sind bisher noch keine Wasserversorgungssysteme verfügbar. Die Lage der Schule in Relation zu zwei in der Nähe gelegenen Flüssen, deren Wasserqualität noch zu untersuchen ist, ist relativ ungünstig.

Die vorläufige Budgetierung, bei ergebnisoffener Erkundung, gründet zunächst auf der Umsetzung einer auf Zisternen basierenden Nutzung von Regenwasser. Die Auslegung beinhaltet die Deckung eines Wasserbedarfes von 2,5 Litern Wasser pro Tag und Person in der ersten Projektphase. Perspektivisch soll die Wasserversorgung auf 10 Liter pro Tag und Person ausgeweitet werden.

Durch den Bau eines Systems zur Wasserversorgung an der Schule sollen die Transportwege und der mit der Wasserbeschaffung verbundene Zeitaufwand minimiert werden. Das Ziel der vorgeschlagenen Maßnahmen besteht darin, eine Unterstützung zur Verbesserung der versorgungstechnischen und hygienischen Ausgangssituation an zu bieten und somit die Ausbildung der Kinder und Jugendlichen zu fördern. Im Zuge der übergeordneten Projektmaßnahme soll eine geeignete Wasserqualität erreicht werden, um ggf. durch bakterielle Verunreinigungen hervorgerufene Erkrankungen zu vermeiden. Neben den technischen Maßnahmen sind wasserchemische Untersuchungen geplant. Aufbauend auf deren Ergebnissen können ggf. Maßnahmen zur Wasseraufbereitung abgewogen werden.

Je nach Projektverlauf könnte eine Instandsetzung oder ein Neubau der Sanitäranlagen angeregt werden. In diesem Zuge sollen gemauerte Handwaschbecken installiert werden. Insbesondere um eine langlebige Wasserversorgung aufrecht zu erhalten, soll die Verantwortung vor Ort an dafür geschulte Personen übertragen werden.

Das Projekt ist Teil des Programmes "Grundversorgung für Schulen - Wasser. Strom. Sanitär.".