Blog der Regionalgruppe Ulm

09.03.2016 // 12:47

Erste Tage in Maputo - Besuch der Deutschen Botschaft und Einkauf der weiteren Materialien

03.09.2011 08:33

Daniel Schwarz

Ich freue mich euch erste nähere Details aus Mosambik schreiben zu können, da ich soeben die Berichte der ersten drei Tage von Brita zugeschickt bekommen habe. Aber starten wir von vorn, nochmals mit einer kleinen Einführung:

Seit dem 28. August befinden sich drei Mitglieder der Ingenieure ohne Grenzen e.V. Regionalgruppe Ulm / Neu-Ulm in Maputo um das Projekt „Elektrifizierung von Schulen in Mosambik“ durchzuführen. Das Projekt wird von der Ingenieurin Brita Emmermacher geleitet, mit ihr sind Wirtschaftsingenieurstudent Paul Hübner und Ingenieur Mark Bittmann bereits vor Ort.

Das Team wird am heutigen Mittwoch mit der Ankunft von Wirtschaftsingenieursstudentin Andrea Suarez komplettiert und ist den ersten Berichten nach bereit zu den Schulen in der Privinz Gaza zu starten. In den nächsten Wochen werden sich die vier „Ingenieure ohne Grenzen“ in zwei Teams aufteilen und mit jeweiliger Unterstützung eines lokalen Masterstudenten, einer Betreuerin der Caritas Chokwe sowie einem Fahrer, insgesamt zwölf Schulen mit Pico Solar Systemen zur Beleuchtung der Klassenzimmer ausstatten.

Nun zum Erlebten der ersten drei Tage:

Wie bereits erwähnt kamen die ersten drei Mitglieder am 28.08. in Maputo an. Nach langem und anstrengendem Flug, der ohne Probleme verlief, wurden sie per Shuttle Bus zum Hostel Fatima gebracht in welchem sie die ersten Tage in Maputo verbringen. Der restliche Sonntag wurde zum Einkaufen von Lebensmitteln und zu einer kurzen Stadtführung genutzt, geführt durch die bereits „Maputoerfahrene“ Brita.

Montag der 29. August begann mit einem Besuch bei der Deutschen Botschaft bei Frau Pieper, die Kleinstprojekte innerhalb Mosambiks betreut. Sie war sehr erfreut uns wiederzusehen (nach dem ersten Besuch während der Erkundung) und möchte weiterhin regelmäßig mit uns in Kontakt bleiben. Beim Treffen wurden verschiedene Punkte angesprochen, beispielweise eine mögliche Zusammenarbeit mit dem Bildungministerium Mosambiks, allgemeine Informationen über Schulen (z.B.  durchschnittliches Lehrer Schüler Verhältnis von 1:65) und eine mögliche zukünftige Unterstützung bei Folgeprojekten. Interesanterweise erwähnte Frau Pieper noch, dass sich bei der Stadtverwaltung Chokwe Informationen zu alten Brunnenprojekten etc. auftreiben lassen.

Am Nachmittag fand nach mehreren gescheiterten Anläufen ein Treffen mit der portugissischen NGO Progresso statt, besser gesagt mit deren Direktorin. Progresso arbeitet in den zwei nördlichsten Provinzen Mosambiks und ist hauptsächlich im „Community Development“ aktiv.  Mit der Dirketorin wurden konkret zwei möglich zukünftige gemeinsame Projekte besprochen, wobei es sich zum einen um einen Damm handelt und zum anderen um die Elektrifzierung von sieben Schulen um diese auch für Abendunterricht nutzen zu können, also ein sehr ähnliches Projekt wie unser aktuelles.

Der folgende Dienstag, 30. August, stand ganz im Zeichen der Materialbesorgung für unser aktuelles Projekt. Es trat dabei ein kleines unerwartetes Problem auf, da ca. 2/3 der Läden wegen Ramadan geschlossen waren. Bei einem Rundgang durch die gesamte Stadt konnten dennoch zum einen interessante Läden zur Materialbeschaffung gefunden und auch bereits einiges an Material gekauft werden. So ist unsere Regionalgruppe nun, um es in den Worten von Brita zu sagen „stolzer Besitzer eine Akkubohrmaschine (Bosch) und einer Leiter, die sie zu dritt in einem Tuk Tuk quer durch Maputo transportiert haben, wobei dabei der Präsident Mosambiks zugeschaut hat“. Ganz so groß ist die Aufmerksamkeit die unsere Arbeit dort erregt dann leider doch wieder nicht, aber immerhin fuhr der Präsident in einer Eskorte am Tuk Tuk vorbei.

In einem der zahlreichen kleineren Elektroläden konnten desweiteren Kabelbinder, Schrauben und Schalter etc. erworben werden, die nun in den nächsten Tagen unter anderem zum Bau der Verschaltungseinheiten benutzt werden. Die beiden Masterstudenten, Basilio und Andre, hatten diesbezüglich zwar lokale Unternehmen angefragt allerdings keinen Auftrag vergeben, sodass diese Arbeit nun noch von uns selbst erledigt werden muss.

Am Abend des anstrengenden Tages, mit vielen zurückgelegten Kilometern quer durch die Stadt, gab es ein erstes Treffen mit Boa Cuamba, Professor an der Mondlane Universität und einer unserer wichtigsten Kontaktpersonen im Land. Dabei wurde die weitere Vorgehensweise besprochen. Eventuell kann bereits morgen die Reise nach Chokwe angetreten werden, da die Pico Solar Systeme noch heute aus dem Zoll herauskommen, und das meiste benötigte Material ja bereits erworben wurde. Es fehlt zwar noch ein bisschen Lochband, aber das dürfte aufzutreiben sein sobald wieder mehrere Läden geöffnet haben.

Wie bereits kurz angeschnitten schaut die Planung für die nächsten Tage grob wie folgt aus:

  • Die Solar Systeme können heute aus dem Zoll abgeholt werden
  • Andrea trifft ebenfalls heute in Maputo ein, somit ist das Team von Ingenieure ohne Grenzen Seite aus komplett
  • Das Team, inkl. Systeme und Material wird nach Chokwe zur Caritas fahren (eventuell noch am heutigen Mittwoch, oder am morgigen Donnerstag), wo sie im Gästehaus Station für die nächsten Tage/Wochen beziehen werden. Von dort aus werden dann Schritt für Schritt die Materialien für die einzelnen Schulen vorbereitet und natürlich die Schulen / Gemeinden eine nach der anderen besucht, um die Systeme anzubringen.

Soweit der erste Bericht aus Maputo, sobald es weitere Neuigkeiten gibt werden wir euch über den Blog auf dem Laufenden halten.

 Benjamin Seckinger

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