Blog der Regionalgruppe Ulm

09.03.2016 // 12:46

Ingenieure ohne Grenzen aus Ulm starten zur Implementierung nach Mosambik

29.08.2011 08:35

Daniel Schwarz

Am heutigen Samstag, den 27. August 2011, starten 4 Mitglieder der Regionalgruppe Ulm / Neu- Ulm der Ingenieure ohne Grenzen e.V. zur Durchführung des Projektes "Elektrifizierung von Schulen in Mosambik". 

Das Projektteam, das sich soeben auf dem Weg nach Maputo (der Hauptstadt Mosambiks) befindet, besteht aus Brita Emmermacher, Mark Bittman, Andrea Suarez und Paul Hübner. Sie werden die nächsten drei bis vier Wochen in Mosambik, in der Region Chokwe verbringen. 

Somit haben sich die letzten sehr turbulenten Wochen für die Mitglieder der Regionalgruppe gelohnt, da nun das Projekt in der Durchführungsphase ist. Die Vorbereitung der Implementierung gestaltete sich nicht immer als einfach, insbesondere der Kontakt nach Mosambik war teilweise relativ schwierig, wobei dies laut Projektleiterin Brita Emmermacher auch vor der Erkundung zu Beginn des Jahres der Fall war. Die Kommunikationsprobleme zeigten jedoch vor Ort keinerlei Auswirkungen und alles wurde bestens vorbereitet und organisiert aufgefunden. Interessant zu beobachten ist dabei der Mentalitätsunterschied. Während das deutsche Projektteam sehr gerne ausführliche Antworten auf Fragen sowie konkrete Zusagen bei Themen wie z.B. der Verfügbarkeit der Fahrer und Autos etc. hätte, sind die Auskünfte aus Mosambik meistens doch recht mager und ungenau, wobei wie oben bereits erwähnt, im Endeffekt meistens alles glatt verläuft. 

In den ersten Tagen vor Ort, werden neben offiziellen Besuchen (z.B. bei der GIZ und der deutschen Botschaft) bereits Vorbereitungen zur Ausstattung der Schulen mit kleinen Solarsystemen getroffen. So werden in Zusammenarbeit mit lokalen Handwerkern und mit vor Ort eingekauften Materialien die noch benötigten Verteilerdosen zur Verdrahtung der Systeme vorgefertigt. Ab Mitte nächster Woche ist geplant die erste Schule auszustatten, und zwar zunächst im großen Team von 10 Personen, welches aus den vier Mitgliedern der Ingenieure ohne Grenzen, zwei lokalen Masterstudenten, zwei Mitgliedern der lokalen Caritas Chokwe sowie zwei Fahrern besteht. Zum Besuch der weiteren Schulen wird sich die Gruppe anschließend in zwei Teams aufteilen, sodass jeweils zwei Schulen parallel besucht werden können. Zur Elektrifizierung der Schulen stehen jeweils ca. 2-3 Tage zur Verfügung, sodass das Team selbst hinzulernen kann und außerdem genügend Zeit hat die lokale Dorfbevölkerung mit einzubeziehen und auszubilden im Umgang und der Wartung der Systeme. Eigens dazu wurde in mühevoller Handarbeit Schulungs- und Informationsmaterial entworfen, welches auch für Analphabeten verständlich ist. Insgesamt sollen auf diese Weise nicht nur 12 Schulen mit Licht ausgestattet, sondern auch weitere Schulen für zukünftige Projekte begutachtet werden. 

An dieser Stelle würden wir uns sehr gerne bei allen Mitgliedern unserer Regionalgruppe für die unglaubliche Arbeit der letzten Monate bedanken, sei es im Marketing, Fundraising, der Koordination oder im Entwicklungs- und Projektteam. Außerdem herzlichen Dank an alle Spender und Unterstützer, die uns das Geld zur erfolgreichen Durchführung des Projektes anvertrauten. 

Wir werden euch über den Ablauf der Implementierung in den nächsten Wochen per Blog auf dem Laufenden halten.

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