ZMB-IOG01

02.02.2017 // 15:37

Sambia: KIBO-LOO – Verbesserung der Sanitärversorgung

Verbesserung der hygienischen und sanitären Bedingungen eines Bildungszentrums in Sambia.



Ausgangssituation

Kibombomene ist eine Streusiedlung mit ca. 10.000 EinwohnerInnen und liegt circa fünfzig Kilometer östlich der Provinzhauptstadt Solwezi im Nordwesten Sambias. Die Bevölkerung lebt überwiegend von Subsistenzlandwirtschaft. Die Organisation Same World Same Chance (SWSC) hat gemeinsam mit der lokalen Bevölkerung bereits eine Dorfschule gebaut, die den Kindern und Jugendlichen des Dorfes eine kostenlose Ausbildung inkl. Verpflegung in Form eines gesunden Frühstücks bietet. Zudem wurde ein Grundwasserbrunnen gebohrt, um eine sichere Wasserversorgung zu gewährleisten. Des Weiteren wurde Ackerland erworben, auf dem im kleinen Maßstab ökologisch nachhaltige Bewirtschaftungstechniken erprobt werden.

Ein großes Problem ist aber nach wie vor die sanitäre Situation im Dorf und in der Schule. Momentan werden, wenn überhaupt, einfache Latrinen genutzt, so dass eine hohe Wahrscheinlichkeit besteht, dass das von der Dorfbevölkerung genutzte Wasser belastet wird. Erschwerend kommt hinzu, dass den Nutzern die Zusammenhänge zwischen dem bestehenden Toilettensystem und Ausbreitungsmechanismen von Karnkheitserregern weitestgehend unbekannt sind, wodurch das Infektionsrisiko deutlich gesteigert wird.

Projektbeschreibung

Ingenieure ohne Grenzen (IoG) entwickelt gemeinsam mit der lokalen Bevölkerung und dem Partner vor Ort ein nachhaltiges Sanitärkonzept, welches zur Verbesserung der gesundheitlichen und sanitären Situation der Menschen beitragen soll.

Unabhängig von den technischen Umsetzungen soll die Nachhaltigkeit des Projektes durch begleitende, sensibilisierende Schulungen von SchülerInnen und Lehrpersonal zu Themen der persönlichen Hygiene gewährleisten werden. Durch die Kinder soll das Prinzip der persönlichen Hygiene auch in die lokalen Familien weiter getragen werden.

Um die den langfristigen Erfolg des Projektes zu gewährleisten fand im April 2015 eine Erkundung statt, um den tatsächlichen Bedarf zu identifizieren und zusammen mit den Beteiligten vor Ort die Planungen voranzutreiben.

Die Erkundung brachte viele neue Erkenntnisse, Kontakte und Daten. Allerdings legte sie auch viele rechtliche und persönliche Unwägbarkeiten im Zusammenhang mit dem Projektvorhaben und den Projektbeteiligten offen, die auch nach Recherchen und intensivem Austausch nicht ausgeräumt werden konnten. Deshalb hat Ingenieure ohne Grenzen nach sorgfältiger Abwägung entschieden, das Projektvorhaben nicht weiter zu verfolgen.