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ZAF-IOG02

09.03.2018 // 15:55

Südafrika: Hygiene macht Schule – innovative Sanitärkonzepte

Versorgung einer südafrikanischen Grundschule mit einem ökologisch, hygienisch und wirtschaftlich nachhaltigen Sanitärkonzept.


  • Status:  Erkundung Implementierung Evaluation Abgeschlossen
  • Standort: Amathole District, Eastern Cape, Südafrika
  • Zielgruppe: 100 SchülerInnen der Crabbush Primary School und DorfbewohnerInnen von Hogsback
  • Zeitraum: 09/2012 bis 04/2017
  • Partnerorganisation: Jikani
  • Projektvolumen: ca. 30.000 Euro
  • Projektdatenblatt als PDF: PDF icon projektdatenblattzaf-iog02.pdf
  • Projektkategorien: 

Ausgangssituation

Die Bevölkerung der südafrikanischen Provinz Eastern Cape hat als ehemaliges Homeland noch immer mit den Spätfolgen des Apartheidregimes zu kämpfen. Zu den größten Problemen gehören eine schlechte Infrastruktur, wirtschaftliche und soziale Benachteiligung, wie auch schlechte Bedingungen aus hygienischer Sicht. Es existiert keine zentrale Sanitärlösung in der Provinz. Die bisher errichteten dezentralen Lösungen sind meistens nur für wenige Jahre ausgelegt.

An der Crabbush Primary School, welche durch Ingenieure ohne Grenzen während einer Erkundung besucht wurde, gibt es weit weniger Toiletten als die WHO empfiehlt. Es gibt lediglich Latrinen, die sowohl aus hygienischen und ökologischen Gründen unzureichend sind. Außerdem können die energetisch und landwirtschaftlich wertvollen Stoffe aus den Fäkalien nicht nutzbar gemacht werden. Der Hygieneaufklärung und der Reinigung der Toiletten wurde nur wenig Aufmerksamkeit gewidmet. Gerade Schülerinnen meiden diese deshalb. Nicht wenige SchülerInnen besuchen, nicht zuletzt wegen der unzureichenden Sanitärversorgung, andere, weiter entfernt gelegene Schulen. Bei ähnlichen Projekten ist durch die erfolgreiche Verbesserung der sanitären Situation die Schulbesuchsrate um bis zu 11% gestiegen.

Projektbeschreibung

Durch das Projekt soll ein nachhaltiger Beitrag zur Verbesserung der Lernbedingungen an der Crabbush Primary School geleistet werden. Nach zwei Erkundungsreisen in 2012 und 2014 können nun die nächsten Projektschritte geplant und umgesetzt werden. Gemeinsam mit Beteiligten aus Hogsback und einer südafrikanischen NRO wurden bereits geeignete Sanitärkonzepte erstellt und diskutiert. Hierbei wurden gemeinsam mit dem Schulpersonal der Crabbush Primary School in Hogsback und Vertretern der Gemeinde ein Trockentrenntoilettensystem für die Schule, sowie eine Pflanzenkläranlage für das anfallende Grauwasser ausgewählt.

Die Hygieneaufklärung an der Schule ist ein elementarer Bestandteil des Projekts. Neben der Sicherung der Zugänglichkeit zu Sanitäreinrichtung und Waschbecken, arbeitet Ingenieure ohne Grenzen intensiv mit lokalen PartnerInnen und den LehrerInnen der Schule zusammen, um den Themen Hygiene und Nachhaltigkeit möglichst viel Raum im Schulunterricht, in der Bewirtschaftung des Schulgartens und in Gemeindeaktivitäten einzuräumen. Dies sichert die langfristige Verankerung der Themen in der Gemeinde und erhöht die Bereitstellung von Ressourcen durch die lokale Bevölkerung. Für den Wissenstransfer werden außerdem während der Bauphase Jugendliche unter Anleitung des Baumeisters in Maurerarbeiten und anderen baurelevanten Disziplinen ausgebildet. Die Schule soll durch die Projektaktivitäten an Attraktivität gewinnen, die SchülerInnenzahl wachsen und ihre finanzielle Situation langfristig verbessert werden.

Für die geplanten Maßnahmen werden noch Spenden benötigt.

Das Projekt ist Teil des Programmes "Grundversorgung für Schulen - Wasser. Strom. Sanitär.".