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UZB-IOG01

06.04.2020 // 13:47

Usbekistan: Wasserver- und Abwasserentsorgung für ein Forschungszentrum in Nukus

Versorgung eines Forschungszentrums in Karakalpakstan (Usbekistan) mit Trinkwasser und ordnungsgemäße Entsorgung des entstehenden Abwassers.


  • Status:  Erkundung Implementierung Evaluation Abgeschlossen
  • Standort: Nukus, Karakalpakstan, Usbekistan
  • Spendenkürzel: UZB-IOG01
  • Zielgruppe: Patienten, Mitarbeiter, Schüler, Studenten und Besucher des medizinischen Forschungszentrums
  • Zeitraum: 12/2019 bis 07/2021
  • Partnerorganisation: NGO Perzent
  • Projektvolumen: ca. 6.000 Euro
  • Projektdatenblatt als PDF: PDF icon projektdatenblattuzb-iog01.pdf
  • Projektkategorien: 

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Ausgangssituation

Die Region Karakalpakstan liegt im Norden von Usbekistan und ist mit dem angrenzenden Aralsee ein Gebiet, welches unter den Auswirkungen einer der größten von der Menschheit verursachten Naturkatastrophen leidet. Die Fläche des Sees hat sich seit 1960 um ca. 60% verringert. Grund dafür ist die intensive landwirtschaftliche Nutzung des Wassers für die Baumwollproduktion. Die mit der Austrocknung einhergehende Versalzung der Böden sowie der großflächige Einsatz von Herbiziden und Pestiziden führen zu starken Umweltbelastungen, welche sich bereits negativ auf die Gesundheit der in der Region lebenden Bevölkerung auswirken.

Projektbeschreibung

Die NGO „Perzent“ plant in Nukus (Karakalpakstan) die Einrichtung eines Forschungszentrums in einem sanierungsbedürftigen Gebäude des Tashkent Pediatric Medical Institute.

Dort sollen erkrankte Menschen kostenfrei therapiert sowie behandelt und darüber hinaus die Auswirkungen der Umweltbelastung auf den Menschen näher untersucht werden. Hierbei liegt das Hauptaugenmerk von „Perzent“ unter der Leitung von Oral Ataniyazova auf der Untersuchung und Behandlung schwangerer Frauen, die unter Blutarmut (Anämie) leiden. Diese Erkrankung kann sich auf den Fötus übertragen und zu Schwangerschaftskomplikationen, bis hin zum Verlust des Fötus führen. Die Erkrankungsrate schwangerer Frauen in dieser Region liegt bei über 96 %. Ein direkter Zusammenhang zwischen den starken Umweltveränderungen am Aralsee und den untersuchten Krankheitsbildern in der Region konnte bereits medizinisch nachgewiesen werden.

Das Ziel des Projektes ist es, dieses Forschungszentrum mit sauberem Wasser zu versorgen und entstehendes Abwasser zu entsorgen. Dies umfasst die Wasserversorgung für ca. 2000 Studenten und 100 Patienten.

Die Regionalgruppe wird hierbei die NGO und regionale Unternehmen unterstützen, ein anforderungs-gerechtes Wasserver- und Abwasserentsorgungssystem in das bestehende Siedlungswassersystem zu implementieren.

Um die Identifizierung und die Analyse der Wasserversorgung und der Abwasserentsorgung vor Ort durchzuführen und den Kontakt zur lokalen NGO zu intensivieren, wird eine Erkundungsreise geplant und voraussichtlich im Juni 2020 durchgeführt.