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TZA-IOG22

07.05.2019 // 08:39

Tansania: Entwicklung eines Selbstbau-Geflügelbrutschrankes

Weiterentwicklung und Bau eines energieautarken Brutschranksystems zur Ausbrut von Hühnereiern.


  • Status:  Erkundung Implementierung Evaluation Abgeschlossen
  • Standort: Njombe, Provinz Iringa, Tansania
  • Zielgruppe: KleinbäuerInnen in der Region
  • Zeitraum: 11/2014 bis 01/2018
  • Partnerorganisation: Mtazamo Holistic Development Trust (MHODET)
  • Projektvolumen: ca. 3.300 Euro
  • Projektdatenblatt als PDF: PDF icon projektdatenblatttza-iog22.pdf
  • Projektkategorien: 

Ausgangssituation

Die Viehzucht ist im Projektgebiet Njombe, im Süden Tansanias, kaum vorhanden. Dadurch ist das Angebot lebenswichtiger Proteine zum Beispiel in Form von Hühnereiern und Hühnerfleisch sehr gering. Küken sind gemessen am durchschnittlichen Einkommen in Tansania relativ teuer. Dies liegt unter anderem daran, dass die Einfuhr teilweise über Malawi erfolgt und es bisher in der Projektregion zu wenige brütende Legehennen gibt. Bemühungen eine halbprofessionelle Hühnerzucht in Njombe in kleinen und mittleren Dimension auszubauen sind bislang an funktionierenden und von der Stromversorgung unabhängigen Inkubatoren gescheitert.

Die Anregung zu diesem Projekt kam von einer Nichtregierungsorganisation aus Njombe. Dort unterrichtet der stellvertretende Bischof der evangelischen Süddiözese Kleinbauern und Kleinbäuerinnen darin, Hühner zu züchten und diese erfolgreich zu vermarkten.

Die Initiative benötigt für die Weiterentwicklung ihres Engagements Brutschränke, da Fleischhühner nicht genügend Eier ausbrüten, um den Bedarf decken zu können. So sollen die Kleinbauern und Kleinbäuerinnen gegen den Konkurrenzdruck durch importierte tiefgekühlte Hühnerteile aus anderen Teilen der Welt bestehen können.

Das Anliegen wurde vom Vorsitzenden der tansanischen Nichtregierungs-Organisation MHODET Vizebischof Dr. George Fihavango vorgetragen. Die Einrichtung erbat ursprünglich Spendengelder für kostspielige handelsübliche Inkubatoren. Dessen ungeachtet sind jene Inkubatoren nur dort einsetzbar, wo eine verlässliche elektrische Infrastruktur vorhanden ist oder mit Diesel betriebenen Generatoren ununterbrochen laufen. Die technische Herausforderung für die Regionalgruppe Ulm/Neu-Ulm besteht darin, ein für die Menschen vor Ort günstiges, netzautarkes und angepasstes System zu entwickeln.

Projektbeschreibung

Die Selbstbauvariante eines Hühnereiergeflügelschranks soll ausschließlich mit Sonnenenergie betrieben werden. Der größte Teil der verwendeten Energie ist solar erzeugte Wärme. Nur ein geringer Teil der benötigten Energie wird elektrisch sein, welche durch ein Photovoltaiksystem zur Verfügung gestellt wird. Vorrangig soll mit vor Ort erhältlichem Material gebaut werden. Die Basis für den Inkubator stellen in der Region verfügbare ausrangierte alte Kühlschränke bzw. Gefrierkombinationen dar. Ziel ist es,  das entwickelte System mit den InteressentInnen in Tansania gemeinsam aufzubauen und dabei zu versuchen, die Verbreitung des Systems voranzubringen. Das System soll kostengünstig und als Selbstbauvariante konzipiert werden. Derzeit (August 2015) wird mit einem Materialeinsatz in der Höhe von 400 bis 500 Euro pro System gerechnet.

Der Bau eines Prototypen ist während der Implementierung geplant. Dazu wird ein zweiteiliges nonverbales Handbuch (Bilder, Zeichnung, Piktogramme) in Zusammenarbeit mit der Hochschule Neu-Ulm erstellt. Der erste Teil des Handbuchs handelt vom Aufbau des Inkubators vor Ort mit vorgefertigten Komponenten. Ein weiteres nonverbales, bebildertes Handbuch für die Funktion und Bedienung, Fehlererkennung und Reparatur wird für die weitere Verbreitung des Brutkastens erstellt.

Da das Projekt noch nicht vollständig finanziert ist, freuen wir uns über weitere Spenden! Damit wir Ihre Spende dem Projekt zuordnen können, geben Sie bitte das oben genannte Spendenkürzel an.

 

Dieses Projekt wurde erfolgreich abgeschlossen. Wir bedanken uns bei allen Menschen, die uns mit ihrer Mitarbeit und ihren Spenden unterstützt haben, um dieses Projekt zu realisieren.