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TZA-IOG21

17.02.2017 // 16:37

Tansania: Wasserversorgung einer Schule durch den Bau von Zisternen

Seit 2010 unterstützt Ingenieure ohne Grenzen die tansanische Nichtregierungsorganisation MAVUNO Project bei dem Vorhaben, eine Secondary School in Form eines Internats in der Region Karagwe im Dorf Chonyonyo zu errichten.


  • Status:  Erkundung Implementierung Evaluation Abgeschlossen
  • Standort: Karagwe, Kagera Region
  • Spendenkürzel: TZA-IOG21
  • Zielgruppe: ca. 240 Schülerinnen, Personal und ca. 2000 BewohnerInnen der Region
  • Zeitraum: 01/2014
  • Partnerorganisation: MAVUNO Project
  • Projektvolumen: ca. 40.000 Euro
  • Projektkategorien: 

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Ausgangssituation

Die Region Karagwe liegt in einer ländlichen Gegend im Nordwesten Tansanias und zeichnet sich durch Gebirgszüge, fruchtbaren Boden und, während der üblichen zwei Regenzeiten, reichlichen Niederschlag aus. Hauptanbaupflanzen der Region sind Kaffee und Bananen. In der 1.650m hohen Region leben geschätzte 350.000 EinwohnerInnen in 60.000 Familien. Etwa zwei Drittel aller Familien leiden unter mangelnder Grundversorgung. Die einzige Landverbindung zwischen dem Rest des Festlandes und dem Hochland zwischen Rwanda, Uganda und dem Viktoriasee sind zwei wenig ausgebaute Straßen Richtung Süden. Nur sehr wenige Menschen der Region sind an das öffentliche und von vielen Ausfällen geprägte Stromnetz angeschlossen. Ein öffentliches Wasser- oder Abwassernetz fehlt gänzlich.

Durch den verlässlichen Niederschlag während der beiden Regenzeiten ist Wasser vorhanden, das jedoch aufgrund mangelnder Vorrichtungen zur Sammlung nicht effektiv genutzt und während der Trockenzeiten gespeichert werden kann. Es kommt vor, dass vor allem die ärmeren BewohnerInnen der Region Wasser aus kleinen, stark verschmutzten Wasserlöchern entnehmen müssen, um den Bedarf ihrer Familien zu decken. Neben der Verschmutzung der Wasserlöcher stellt auch die weite Entfernung (5 - 10 km) zu diesen ein großes Problem dar. Größtenteils Kinder müssen mit Plastikbehältern je nach Alter zwischen 10 und 40 Liter Wasser tragen. Da dies in der Regel drei Mal täglich erfolgt, ist es vielen Kindern zeitlich nicht möglich, eine Schule zu besuchen. Für die Kinder, die die Möglichkeit haben eine Schule zu besuchen, bedeutet der Schulbesuch oft, dass sie entweder ihr Wasser selbst mitbringen müssen oder tagsüber kaum oder gar nicht trinken können, da auch Schulen in der Regel keinen Zugang zu Wasser haben.

Bei einer solchen Wasserversorgung ist auch eine ausreichende Hygiene unmöglich. Neben dem Wassermangel stellt die schlechte Wasserqualität ein weiteres Problem dar. Die offenen Wasserstellen, von denen teilweise Wasser geholt wird, sind insbesondere mikrobiologisch stark verunreinigt. Aber auch die Pumpstellen, an denen Wasser aus dem Tal in das Hochland gepumpt wird, sind hygienisch nicht sicher. Die dadurch auftretenden Krankheiten können, meist aufgrund der wirtschaftlichen Verhältnisse der Familien und der schlechten medizinischen Versorgung, nicht behandelt werden.

Auch das vom Partner MAVUNO Project betriebene Mädcheninternat Chonyonyo, das Anfang 2016 eröffnen soll, steht vor dem Problem einer unzureichenden Wasserversorgung. Damit der Schulbetrieb wie geplant aufgenommen werden kann, muss der Zugang zu sauberem Wasser für die Schülerinnen, das Lehrpersonal und die Angestellten der Schule zuverlässig gesichert werden.

Projektbeschreibung

Seit 2010 unterstützt Ingenieure ohne Grenzen die tansanische Nicht-Regierungsorganisation MAVUNO Project bei dem Vorhaben eine Secondary School in Form eines Internats in der Region Kagera im Dorf Chonyonyo zu errichten. Das 25 Hektar große Baugelände wurde eigens dafür von der Partnerorganisation erworben. Erklärtes Ziel des Projektes ist es, den Mädchen in ihrem teils schwierigen Lebensumfeld eine Perspektive und ihnen in sicherer Umgebung die Chance auf eine weiterführende Schulausbildung zu bieten. Aufgrund des unwegsamen und teils sehr steilen Geländes sind kaum befahrbare Straßen vorhanden und somit die Einrichtung eines Schulbusdienstes nicht möglich. Das Ausbildungszentrum soll ebenfalls dazu dienen, effizientere und nachhaltigere Technologien der Landwirtschaft zu entwickeln und das gewonnene Wissen weiter zu vertiefen und zu verbreiten. Infrastruktureinrichtungen wie eine Wasserversorgung und eine Gesundheitsstation kommen dabei auch der umliegenden Bevölkerung zu Gute.

Mehr Informationen zum Bau des Mädcheninternates durch MAVUNO, den Ingenieure ohne Grenzen technisch unterstützt, finden Sie hier.

Zielgruppe dieses Projektes sind ca. 240 Schülerinnen einer Mädchenschule, die derzeit von der Partnerorganisation MAVUNO Project gebaut wird sowie die LehrerInnen und Angestellten der Schule, die auf dem Campus leben werden. Hierfür ist es notwendig, dass ausreichend Wasser zur Verfügung steht. Um dieses Ziel zu erreichen, plant Ingenieure ohne Grenzen gemeinsam mit MAVUNO Project, auf dem Schulcampus mehrere große Zisternen zu errichten, die das aufgefangene Regenwasser speichern. Fließendes Wasser für die Internatsküche werden kleinere, mit Solarpumpen gefüllte Hochtanks spenden. Auch soll eine zentrale Waschstelle für die Schülerinnen sowie Räume für die Lehrkräfte mit Wasser versorgt werden. Parallel wird ein Verteilungssystem geplant, um das vorhandene Wasser effizient nutzen zu können. Auch wird das Personal im Gebrauch mit den Zisternen und Pumpen geschult, um das Wartungssystem und Verteilungsnetz betreuen zu können.

Das Projekt kommt neben den Schülerinnen auch ca. 2.000 Menschen zugute, die im Dorf Chonyonyo und in der Umgebung verstreut in den Feldern ohne Zugang zu sauberem Wasser leben. Diese sollen ebenfalls mit Wasser versorgt werden. Im Dorf Chonyonyo und im Umland werden aufgrund der finanziellen Situation der Menschen zum Decken der Dächer überwiegend Bananenblätter verwendet. Wegen der fehlenden Wellblechdächer ist ein Auffangen von Regenwasser und somit der Bau von dezentralen Kleinst-Zisternen nur sehr vereinzelt sinnvoll. Durch den weiteren Aufbau der Wasserversorgung an der Chonyonyo Secondary School kann der Zugang zu sauberem Wasser für eine größere Zahl an Menschen gesichert werden.

Da das Projekt noch nicht vollständig finanziert ist, freuen wir uns über weitere Spenden! Damit wir Ihre Spende dem Projekt zuordnen können, geben Sie bitte das oben genannte Spendenkürzel an!