TZA-IOG21

29.03.2019 // 09:10

Tansania: Wasserversorgung einer Schule durch den Bau von Zisternen

Seit 2010 unterstützt Ingenieure ohne Grenzen die tansanische Nichtregierungsorganisation MAVUNO Project bei dem Vorhaben, eine Secondary School in Form eines Internats in der Region Karagwe im Dorf Chonyonyo zu errichten.


  • Status:  Erkundung Implementierung Evaluation Abgeschlossen
  • Standort: Karagwe, Kagera, Tansania
  • Zielgruppe: ca. 240 Schülerinnen, Personal und ca. 2000 BewohnerInnen der Region
  • Zeitraum: 01/2014 bis 03/2018
  • Partnerorganisation: MAVUNO Project
  • Projektvolumen: ca. 40.000 Euro
  • Projektkategorien: 

Ausgangssituation

Karagwe ist eine ländliche Region im Nordwesten Tansanias, die sich durch Gebirgszüge und fruchtbaren Boden auszeichnet und mit einer jährlichen Niederschlagsmenge von etwa 1.000 Millimeter als regenreich gilt. Wenn in Karagwe das Grundwasser nicht genutzt werden kann, dient oft gespeichertes Niederschlagswasser als Wasserquelle. Denn zwei Trockenzeiten zwingen die Bevölkerung zur Bevorratung des Regens, um ganzjährig über Wasser zu verfügen. Durch Zisternen und Hochtanks auf dem Campus der Secondary Girls School im Dorf Chonyonyo kann der Zugang zu sauberem Wasser für die Schülerinnen und Lehrer sowie die Angestellten des weiterführenden Mädcheninternats nachhaltig gesichert werden. 

Projektbeschreibung

Ingenieure ohne Grenzen e.V. und die tansanische Partnerorganisation MAVUNO haben von 2013 bis 2016 ein Mädcheninternat errichtet, in dem zukünftig bis zu 240 Schülerinnen lernen und wohnen. Bereits seit 2010 unterstützt Ingenieure ohne Grenzen die Chonyonyo Secondary Girls School in unterschiedlichen Teilprojekten. Ziel dieses Projektes ist es, eine sichere Wasserversorgung für die Schülerinnen und Lehrer sowie die Angestellten zu realisieren. Zu diesem Zweck wurden auf dem Schulcampus mehrere Zisternen errichtet, in die während der Regenzeiten gefiltertes Regenwasser eingeleitet und für die Trockenzeiten gespeichert wird. Die Dachflächen der Internatsgebäude dienen dabei als Auffangflächen für das Regenwasser. 

 

Aktuell befinden sich 16 massive Zisternen auf dem Campus. Zwölf dieser Wassertanks wurden in Kooperation mit Ingenieure ohne Grenzen realisiert. Zwei baugleiche Zisternen finanzierte Engineers without Borders Sweden und zwei weitere Regenspeicher baute MAVUNO eigenständig. Pumpen bringen das Wasser zur Zwischenspeicherung in sechs Hochtanks. Von dort gelangt es unterirdisch bis in die Wohn-, Betriebs- und Schulgebäude auf dem Internatsgelände. In Abstimmung mit Schülervertreterinnen, der Schulleitung und der Partnerorganisation wurden zusätzlich Optimierungen am Wasserleitsystem geplant und implementiert, um das Wasser möglichst sauber und effizient zu verteilen. Außerdem wurde eine umfangreiche Dokumentation mit Plänen, Betriebsempfehlungen und Berechnungen erstellt und dem Projektpartner MAVUNO eigenständig die weitere Expansion des Versorgungssystems zu ermöglichen.