TZA-IOG16

14.05.2018 // 17:29

Tansania: Grüne Energie für mehr Bildung

Regenerative Energien sollen die Unterrichtsqualität sowie die allgemeinen Lebensbedingungen an der Baramba Girls Secondary School in Tansania verbessern.


  • Status:  Erkundung Implementierung Evaluation Abgeschlossen
  • Standort: Ngara, Tanzania
  • Zielgruppe: ca. 250 Schülerinnen und Angestellte
  • Zeitraum: 06/2012 bis 04/2018
  • Partnerorganisation: Marafiki Wa Afrika Tanzania
  • Projektvolumen: ca. 55.000 Euro
  • Projektdatenblatt als PDF: PDF icon projektdatenblatttza-iog16.pdf
  • Projektkategorien: 

Ausgangssituation

In Tansania lebt mehr als ein Drittel der Bevölkerung in absoluter Armut. Besonders die Bevölkerung auf dem Land ist hiervon betroffen. Aufgrund mangelnder Infrastruktur sind die Lebensbedingungen schwierig und nur wenige Familien können ihren Kindern wegen der hohen Kosten den Besuch einer weiterführenden Schule ermöglichen. Selbst wenn doch werden Jungen bevorzugt gefördert.

Bildung ist der Schlüssel dafür, dass Kinder und insbesondere Mädchen eine Chance auf eine bessere Zukunft erhalten. Nur so können ihre Lebensbedingungen langfristig verbessert und ihre gesellschaftliche Benachteiligung abgebaut werden. Die Baramba Girls Secondary School stellt somit für viele Mädchen im Distrikt Ngara die einzige Chance dar, eine komplette Schulausbildung zu absolvieren. In der Internatsschule leben zurzeit 250 Schülerinnen zwischen 14 und 17 Jahren sowie Lehrpersonal und weitere Angestellte, die Zahl der Schülerinnen wird in den nächsten Jahren deutlich ansteigen.So geht die Schulleitung geht von einem Anstieg auf 500 Schülerinnen in den nächsten zwei Jahren aus.

Aktuell wird die Schule über einen alten Dieselgenerator mit Strom versorgt. Das vorhandene Leitungsnetz ist sehr störungsanfällig und gefährdet in der momentanen Installation alle auf dem Campus lebenden Personen. Aufgrund der hohen Treibstoffkosten muss die Stromversorgung auf ein Minimum reduziert werden, so dass die gesamte Schule und die angeschlossenen Gebäude täglich nur eine Stunde beleuchtet werden kann.

Projektbeschreibung

Seit 2012 arbeitet Ingenieure ohne Grenzen zusammen mit der Partnerorganisation Marafiki wa Afrika Tanzania am Aufbau einer verlässlichen Energieversorgung. Ziel ist es, die Qualität des Unterrichts zu verbessern und die allgemeinen Lebensbedingungen durch eine zuverlässige Beleuchtung zu erhöhen.

Im Frühjahr 2015 wurde bereits das gesamte Leitungsnetz erneuert. Nun stellt die Verkabelung auf dem Gelände kein Sicherheitsrisiko mehr dar. In der zweiten Phase soll 2016 mit dem Bau einer Photovoltaikanlage eine zuverlässige Stromerzeugung aufgebaut werden. Gleichzeitig werden die verantwortlichen Angestellten in Wartung der Anlage geschult. Durch diese Maßnahmen können Kosten eingespart werden, die freigewordenen Gelder können dann für eine verbesserte Schulausstattung und Stipendien für mittellose Schülerinnen genutzt werden. Langfristig soll sich die Qualifizierung der Mädchen deutlich erhöhen und dank einer dauerhaften Versorgung auch die Arbeits- und Lebensbedingungen aller auf dem Schulcampus lebenden Menschen verbessert werden.

Das Projekt ist Teil des Programmes "Grundversorgung für Schulen - Wasser. Strom. Sanitär.".