RWA-IOG13

03.08.2018 // 15:56

Ruanda: Brückenbauseminar am COSTECH

Kompaktseminare zum Thema Fußgängerbrückenbau an der Technischen Hochschule in Kigali


  • Status:  Erkundung Implementierung Evaluation Abgeschlossen
  • Standort: Ruanda, Region Kigali
  • Zielgruppe:  Studierende des Bauingenieurwesens an der Hochschule COSTECH und indirekt die ländliche Bevölkerung
  • Zeitraum: 12/2010
  • Partnerorganisation: College of Science and Technology (COSTECH)
  • Projektvolumen: ca. 4.500 Euro
  • Projektkategorien: 

Projektbeschreibung

Brücken sind mehr als nur Infrastruktur. Sie ermöglichen den Zugang zu medizinischer Versorgung, zu Schulbildung, sauberem Wasser und Lebensmittelversorgung. Das Seminar 'Fußgängerbrückenbau' wird seit 2010 jährlich von der Kompetenzgruppe Brücken- und Hochbau am College of Science and Technology (COSTECH) durchgeführt. Ruandischen Studierenden des Bauingenieurwesens werden dabei innerhalb zwei Wochen sämtliche Grundlagen zum eigenständigen Bau von Fußgängerbrücken geringer bis mittlerer Spannweite vermittelt. Durch den Bezug zu in der Vergangenheit von Ingenieure ohne Grenzen e.V. gebauten Fußgängerbrücken erhalten die Studierenden einen besonderen Einblick in die Methoden des Brückenbaus. Die Studierenden entwerfen anhand konkreter Planungsaufgaben eigenständige Brückenprojekte, wobei alle Entwurfsphasen bis hin zu Realisierung möglichst weit durchgespielt werden. Dadurch sollen die Studierenden vor allem ermutigt und angeleitet werden selbständig einen Beitrag zur Entwicklung vor allem in den ländlichen Regionen Ruandas zu leisten.

Die Motivation der Studierenden ist sehr hoch, das fachliche Wissen und die Neugierde zum eigenständigen Studium der Materie werden ihnen durch das Kompaktseminar geliefert. Im Rahmen von Field Trips zu bereits gebauten Brücken wird den Studierenden außerdem die große Bedeutung einer fachgerechten Wartung und Instandhaltung der Bauwerke nähergebracht; eine Thematik, die für eine langfristige Entwicklung im Bewusstsein der RuanderInnen noch deutlich gestärkt werden muss. Dieses Projekt ist vor Ort hochangesehen und mit vergleichsweise geringen Kosten zu realisieren. Der Flug der deutschen Dozierenden und die finanziellen Mittel zur Durchführung von Field Trips zu gebauten Brücken sind die wesentlichen Kostenpositionen neben den kostenlos bereitgestellten Unterrichtsmaterialien in Form eines unterrichtsbegleitenden Skriptes.