RWA-IOG06

21.06.2017 // 15:33

Ruanda: Sanierung und Neubau von Anlagen zur Wasserförderung

Die BewohnerInnen des kleinen Bergdorfes Kirinda in Ruanda haben keinen ausreichenden Zugang zu sauberem Trinkwasser. Zusammen mit Junge Menschen für Afrika e.V. wird eine neue Zisterne mit einem Volumen von 10.000l errichtet.


  • Status:  Erkundung Implementierung Evaluation Abgeschlossen
  • Standort: Kirinda, Region Karongi, Ruanda
  • Zielgruppe: EinwohnerInnen im Einzugsgebiet der Zisterne
  • Zeitraum: 01/2012 bis 06/2017
  • Partnerorganisation: Junge Menschen für Afrika e.V.
  • Projektvolumen: ca. 38.000 Euro
  • Projektdatenblatt als PDF: PDF icon projektdatenblattrwa-iog06.pdf
  • Projektkategorien: 

Ausgangssituation

Das Dorf in Kirinda hat ca. 3000 EinwohnerInnen und liegt 3 Fahrstunden von Kigali, der Hauptstadt Ruandas, entfernt. Es ist von drei Quellen umgeben. Im Dorfzentrum gibt es eine neu errichtete Zisterne, welche von einer dieser Quellen gespeist wird und die den einzigen Zugang der Bevölkerung zu Trinkwasser im Dorf darstellt. Da derzeit nicht ausreichend Wasser für die gesamte Bevölkerung in der Zisterne gesammelt werden kann, sind die Menschen der Region gezwungen, Wasser aus einem Bach bzw. Tümpel zu schöpfen. Die Folgen für die Bevölkerung sind verheerend, denn das schmutzige Wasser enthält viele gesundheitsschädliche Keime. Durch häufig nicht ausreichendes Abkochen des Wassers werden die Keime im Wasser nicht abgetötet, viele Menschen werden deshalb krank. Eine häufige, durch verschmutztes Wasser hervorgerufene Krankheit ist Diarrhö, welche für Kleinkinder lebensbedrohlich sein kann.

Projektbeschreibung

In einem ersten Schritt wurden an einem der Schulgebäude in Kirinda Dachrinnen angebracht und ein neuer Regenwassertank errichtet. Das so gewonnene Wasser soll den Schulkindern zur Körperhygiene nach dem Toilettenbesuch und zum Waschen nach dem Schulweg dienen. Auf diesem Wege kann die Nutzung von sauberem Wasser für diese Verwendung reduziert werden. Im zweiten Schritt wurden zwei vorhandene Quellen saniert und somit die Schüttung von Wasser erhöht. Anschließend soll nun das bestehende Rohrleitungssystem erneuert werden. Auf diese Weise kann die Schüttung des Wassers erhöht, und das Risiko möglicher Verunreinigungen minimiert werden. Ein reibungsloser Betrieb soll dabei zum einen durch den Einsatz möglichst einfacher und robuster Technik gewährleistet werden, welche lokal beschafft wird. Hierfür wurden während der Vorerkundung bereits geeignete Lieferanten lokalisiert. Zum anderen soll die Projektidee mittels eines Schulungs- und Wissenstransferkonzeptes in die Familien und so auch in die Dorfgemeinschaft getragen werden.

In der dritten Phase sollen zwei neue Quellen gefasst und über ein neues Rohrleitungssystem an das vorhandene angeschlossen werden.