NPL-IOG12

08.11.2017 // 14:53

Nepal: Wiederaufbauhilfe in Lurpung

Hilfe beim erdbebensicheren Wiederaufbau von Schulen und Wohnhäusern in Nepal nach den verheerenden Erdbeben von April/Mai 2015.  Die Arbeiten vor Ort haben Ende Februar 2017 begonnen.


  • Status:  Erkundung Implementierung Evaluation Abgeschlossen
  • Standort: Lurpung, Nepal
  • Spendenkürzel: NPL-IOG12
  • Zielgruppe: lokale Bevölkerung
  • Zeitraum: 06/2015 bis 04/2018
  • Partnerorganisation: Himalayan Project e.V. (Nepal-Hilfe Biberach)
  • Projektvolumen: ca. 80.000 Euro
  • Projektdatenblatt als PDF: PDF icon projektdatenblattnpl-iog12.pdf
  • Projektkategorien: 

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Ausgangssituation

Hilfe beim erdbebensicheren Wiederaufbau von Schulen und Wohnhäusern in Nepal nach den verheerenden Erdbeben von April/Mai 2015. Eine Erkundungsreise nach Nepal fand im September 2015 statt, eine weitere Nacherkundung folgte im Dezember 2016. Die Arbeiten vor Ort haben Ende Februar 2017 begonnen.

Im Bezirk Kavre, ca. 45 km südöstlich von Kathmandu, sind seit dem zweiten starken Erdbeben vom Mai 2015 mehr als 80% der Häuser nicht mehr bewohnbar. Unsere Partnerorganisation, die Nepal-Hilfe Biberach, seit rund 20 Jahren mit wichtigen Hilfsmaßnahmen vor Ort präsent, schätzt die Lage als extrem kritisch ein. Die Erkundung hat das mehr als bestätigt. Die ländlich strukturierten Bergdörfer, die abseits aller Touristenpfade liegen, sind mehr denn je auf externe Hilfe angewiesen, um ihren Bewohnern das notwendige und sichere Dach über dem Kopf zu bieten. Kinder sollen wieder unbeschadet in die Schule gehen können!

Die Nepal-Hilfe Biberach kümmert sich bereits aktiv um die Reparatur sowie um einen angepassten, erdbebensicheren Neubau der Schulen in Lurpung und Umgebung. Bereits seit 2014 arbeiten die beiden Organisationen bei einem Wasserprojekt im zentralen Ort Lurpung intensiv zusammen.

Projektbeschreibung

Die Regionalgruppe Nürnberg von Ingenieure ohne Grenzen e.V. unterstützt den Wiederaufbau mit ihrem technischen Know-how. Unser Ziel ist hierbei, Hilfe zur Selbsthilfe zu geben. Dabei fließen traditionelle und westliche Erfahrungswerte in die regionalen Baumethoden mit ein.

Im September 2015 wurde die Erkundung durchgeführt, bei der das Ausmaß der Schäden aufgenommen, Kontakte zu lokalen Stellen hergestellt und weitere wichtige Informationen gesammelt wurden. So bald wie möglich soll mit der Sanierung der beschädigten Häuser bzw. deren Wiederaufbau begonnen werden. Unsere Hauptaufgabe wird hierbei sein, den Bewohnern Methoden für eine verbesserte Erdbebensicherheit ihrer Gebäude zu vermitteln.

Die Erkundung hat gezeigt, dass ca. die Hälfte der Häuser beschädigt und sanierfähig ist. Die übrigen Häuser müssen von Grund auf wiederaufgebaut werden. Derzeit wird hierfür eine Planung erstellt. Berücksichtigt werden hierfür auch aktuelle Vorgaben der nepalesischen  Behörden für erdbebensichere Bauweise.

Wir sind mit der örtlichen Partner-NGO Himali Village Care, als Mittler zu den Bewohnern, übereingekommen, als erstes Objekt zur Demonstration eines erdbebensicheren Wiederaufbaus ein Lehrerwohnhaus für die örtliche Secondary School im Projektort Lurpung zu errichten. Diese würde der ganzen Region zugutekommen und wird vom Schulkomitee und der Gemeinde sehr begrüßt.
Ein nepalesischer Architekt soll den Bau vor Ort mit unserer Unterstützung umsetzen. Während der Bauarbeiten sollen die Handwerker und mithelfende Bewohner die Prinzipien einer erdbebensicheren Bauweise erlernen, um ihr Wissen später bei weiteren Baumaßnahmen anwenden zu können.

In einem weiteren Projektschritt soll die Sanierung eines weniger stark beschädigten Wohngebäudes in erdbebensicherer Ausführung demonstriert werden.
Später ist auch an eine erdbebensichere Sanierung oder den Wiederaufbau von Wohngebäuden gedacht.

Eine Blockade an der Grenze zu Indien legte seit Ende 2015 lange Zeit wichtige Kraftstoff- und Materialtransporte nach Nepal lahm. Seit dem Frühjahr 2016 hat sich die Versorgungssituation im Land aber langsam wieder normalisiert, sodass die dringend notwendigen Aufbauarbeiten im Land nun in Gang gekommen sind.
Auch wir haben unsere Planung seither intensiviert, sodass die Arbeiten im Projektort Lurpung Ende Februar 2017 beginnen können.

Für die Weiterarbeit zum Erreichen unseres Projektziels ist neben der Bauplanung wichtig, dass wir ausreichend Geldmittel für Material und nepalesische Helfer zusammenbringen, die die Bevölkerung nicht selbst aufbringen kann. Hierfür bitten wir Sie auch weiterhin herzlich um Ihre großzügige Spende.

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