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MOZ-IOG02

17.02.2017 // 16:39

Mosambik: Lichtblicke für Mosambik - Mission Possible

Bildung für Kinder und Erwachsene mit Hilfe von erneuerbaren Energietechnologien.


  • Status:  Erkundung Implementierung Evaluation Abgeschlossen
  • Standort: Mueda Distrikt, Provinz Cabo Delgado
  • Spendenkürzel: MOZ-IOG02
  • Zielgruppe: Eltern, Kinder & Jugendliche in acht Gemeinden
  • Zeitraum: 06/2013 bis 08/2018
  • Partnerorganisation: Associação Progresso
  • Projektvolumen: ca. 60.000 Euro
  • Projektdatenblatt als PDF: PDF icon projektdatenblattmoz-iog02.pdf
  • Projektkategorien: 

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Ausgangssituation

Mosambik ist eines der ärmsten Länder der Welt (Human Development Index Rang 185 2013), das bis heute mit den schwerwiegenden Folgen des jahrelangen Bürgerkrieges zu kämpfen hat. Insbesondere in ländlichen Regionen herrscht großer Mangel an grundlegender Infrastruktur (z.B. Wasser, Sanitär, Bildungseinrichtungen, Strom). Vielen Kindern war es zu Kriegszeiten nicht möglich eine Schule zu besuchen, daher ist die Analphabetenrate in den ländlichen Gebieten heute besonders hoch. Bildung ist eine Grundvoraussetzung für ein selbstbestimmtes Leben und damit auch für nachhaltige Entwicklung.

Projektbeschreibung

Mit dem Projekt Lichtblicke für Mosambik möchte Ingenieure ohne Grenzen gemeinsam mit seinen lokalen Partnern vor Ort Perspektiven für die erwachsene Dorfbevölkerung Mosambiks schaffen. Durch die Erfahrungen, die wir in den bisherigen Projekten in Mosambik sammeln konnten, haben wir drei Schwerpunkte gebildet auf die wir uns in diesem Projekt konzentrieren wollen.

Doch zunächst eine kleine Zusammenfassung der vergangen Projekte: Hiebei haben wir zusammen mit lokalen Partnern vor Ort Schulen elektrifiziert um dort einen Abendunterricht für die erwachsene Dorfbevölkerung durchführen zu können. Insgesamt wurden dabei 7 Schulen in Cabo Delgado und 12 Schulen in Gaza elektrifiziert (siehe Mosambik: Bildung durch Solarenergie). Die Lehrer und das komplette Material (Stühle, Bänke, Tafel, Bücher, etc.) für den Abendunterricht sind durch die Lokalpolitik und unsere Partner vor Ort für die nächsten Jahre durchfinanziert. Unsere Aufgabe bestand darin die lokale Dorfbevölkerung auszubilden, um ein an die lokalen Gegebenheiten angepasstes regeneratives Energiesystem an den jeweiligen Schulen zu installieren. Im Detail handelt es sich dabei um ein Pico-Solarsystem mit vor Ort gefertigten Selbstbaulampen. Bei der Installation standen wir lediglich beratend und unterstützend zur Seite und haben wenn nötig helfend eingegriffen. Ziel dabei war es, das nötige Wissen zur Elektrifizierung weiter zu geben und damit den Menschen die Möglichkeit zu geben das System eigenständig weiter  zu verbreiten. Nach bisherigem Kenntnisstand ist der Abendunterricht erfolgreich eingerichtet worden und  gut von der Bevölkerung angenommen worden.

Ein Aspekt des neuen Projekts Lichtblicke in Mosambik soll daher sein, das erfolgreiche Konzept der Elektrifizierung von Schulen weiter zu führen und mit Hilfe unserer Partner 70 weitere Schulen zu elektrifizieren. Somit sollen weite Teile der erwachsenen mosambikanischen Bevölkerung die Möglichkeit bekommen nach der Feldarbeit am Abend ihre Grundschulbildung nachzuholen und lesen und schreiben zu lernen. Für die Zukunft ist weiterhin geplant auch fachbezogene Kurse und berufsvorbereitende Maßnahmen am Abend anzubieten. Themen wie Arbeitssicherheit, Gesundheit und Sexualkunde sollen ebenfalls auf dem Lehrplan stehen.

Ein zweiter Schwerpunkt des Projekts liegt darauf junge Entrepreneure zu unterstützen. Aus unseren bisherigen Tätigkeiten heraus konnten wir beobachten, dass Einheimische, mit denen wir zusammengearbeitet haben, nun anfangen die technischen Lösungen gegen monetäre Gegenleistungen weiter zu verbreiten. Mit dieser Entwicklung  kann die Bevölkerung in Zukunft auch selbst dafür sorgen, dass ihre öffentlichen Gebäude, Kirchen oder auch private Haushalte elektrifiziert werden. Dies schafft zum einen Arbeitsplätze für die lokale Bevölkerung und zum anderen Unabhängigkeit von internationalen NGOs.

Die dritte Komponente des Projekts sieht vor, das Konzept der Elektrifizierung auf andere Bereiche zu übertragen. Dazu muss zunächst untersucht werden, inwieweit die bisherigen Projekte die Situation der Menschen verbessert hat. Dabei geht es beispielweise auch darum zu schauen, ob die Bevölkerung das Wissen aus dem Abendunterricht anwenden kann und damit ihren Alltag verbessern kann. Hierzu müssen zunächst Erkundungen durchgeführt werden, die jedoch mit den oben genannten Projektthemen verbunden werden können. Das Wissen aus diesen Erkundungen soll anschließend genutzt werden, um das Vorgehen der Elektrifizierung auch auf andere Systeme übertragen zu können. Angedacht sind dabei:

- Bereitstellung von Wasser (Trink-, Nutz- und Brauchwasser) zur Verbesserung der gesundheitlichen Situation,

- Bereitstellung von Trenntoiletten zur Verbesserung der gesundheitlichen Situation,

- Generierung von Arbeitsplätzen,

- Schaffung von Ausbildungsplätzen,

- Etc.

Langfristiges Ziel ist es, der ländlichen Bevölkerung im Norden Mosambiks den Zugang zu Wasser, sanitären Einrichtungen, Strom und Bildung zu ermöglichen. Dazu wollen wir auch Kontakte zu anderen NGOs aufbauen um ein umfassendes Bild von den Möglichkeiten, aber auch den Risiken und Schwierigkeiten in Mosambik zu bekommen.