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LBR-IOG02

02.02.2017 // 15:38

Liberia: Erneuerung des Abwassersystems der GerLib Clinic in Monrovia

Instandsetzung der schadhaften Abwassertanks des Krankenhauses und Prüfung der Regenwassernutzung und Abwasserentsorgung auf Verbesserungspotential.


  • Status:  Erkundung Implementierung Evaluation Abgeschlossen
  • Standort: Monrovia, Liberia
  • Spendenkürzel: LBR-IOG02
  • Zielgruppe: Patienten und Klinikpersonal des Krankenhauses
  • Zeitraum: 07/2016 bis 07/2018
  • Partnerorganisation: GerLib Clinic, Liberia e.V.
  • Projektvolumen: ca. 9.500 Euro
  • Projektdatenblatt als PDF: PDF icon projektdatenblattlbr-iog02.pdf
  • Projektkategorien: 

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Ausgangssituation

Die GerLib Clinic in Monrovia wurde 1985 mit dem Ansatz gegründet, die lokale Bevölkerung möglichst kostenlos medizinisch zu versorgen. Seitdem war damit die Idee verbunden, Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten. Selbst während des Bürgerkrieges 1989 bis 2003 wurde der Betrieb aufrechterhalten, die Klinik aber letztlich geplündert und zerstört. Erst nach dem offiziellen Friedensschluss 2005 wurde mit Hilfe des Vereins „Liberia e.V.“ mit dem Wiederaufbau begonnen. Liberia war eines der am schwersten betroffenen Länder der letzten Ebola-Epidemie. Da die Klinik während der Epidemie geöffnet war, bestand auch hier ein großes Risiko für die Mitarbeiter sich mit dem Virus anzustecken. Drei der Mitarbeiter der Klinik starben 2014 an Ebola. Erst im Juni 2016 erklärte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) das Ende der Ebola-Epidemie

Die Klinik verfügt über eine relativ sichere Wasserversorgung, die Entsorgung des Abwassers ist jedoch nicht sicher und gefährdet den Betrieb des Krankenhauses. 2010 wurden zur Abwasserentsorgung zwei Tanks angelegt, die aber seit 2011 schadhaft sind. In der Regenzeit kommt es zu kurzen, heftigen Niederschlägen, infolge derer sich Sickerwasser in dem schwer durchlässigen Boden bis oberhalb des Geländes aufstaut und durch eine Schadstelle in die Abwassertanks eindringt. Als Konsequenz drückt das Abwasser in die Toiletten und Duschen. Die Folge sind überschwemmte Sanitäranlagen und nur eine benutzbare Patiententoilette. Zudem wird vermutet, dass Abwasser während der Trockenzeit unkontrolliert versickert und so das Grund- bzw. Brunnenwasser kontaminiert, welches daher nicht als Trinkwasser verwendet werden kann. Das gesamte Abwassersystem ist darüber hinaus wegen einer Erweiterung der Klinik an seine Kapazitätsgrenze gelangt, weshalb bisher eine Sickergrube das zusätzliche Abwasser aufnimmt. Auch hier ist von einer Kontaminationsgefahr auszugehen.

Projektbeschreibung

Ingenieure ohne Grenzen möchte mit diesem Projekt die von der Ebola-Epidemie besonders betroffene Region unterstützen. Ziel des Projekts ist es, das Abwasserproblem des Krankenhauses nachhaltig zu lösen, so dass insbesondere kein Abwasser mehr in die Sanitäranlagen eindringt und auch das Grundwasser nicht belastet wird. Dazu gehört neben der notwendigen Sanierung der bestehenden Einrichtungen die Optimierung des Abwassermanagements. So soll u.a. geprüft werden, welche Teilströme unter hygienischen Standards einer Wiederverwendung zugeführt werden können. Dadurch würde auch eine Entlastung der Wasserversorgung erreicht.