KEN-IOG11

10.12.2018 // 16:09

Kenia: Zukunftschance Sanitäranlagenbau

Wir entwickeln ein Konzept zur hygienischen Sanitärversorgung einer Schule im ländlichen Kenia. Dabei wollen wir in Kooperation mit staatlichen Stellen Jugendliche als Fachleute für den Bau dieser neuen Sanitärlösungen ausbilden.


  • Status:  Erkundung Implementierung Evaluation Abgeschlossen
  • Standort: Kanam, Kenia
  • Zielgruppe: Schulkinder und Lehrer der Nyasanja Primary School
  • Zeitraum: 09/2016 bis 04/2018
  • Partnerorganisation: Youth Sports and Development Alliance of Kenya (YSDAK)
  • Projektvolumen: ca. 32.000 Euro
  • Projektkategorien: 

Ausgangssituation

Unsere Partnerorganisation Youth Sports and Development Alliance of Kenya setzt sich aktiv in der Jugendarbeit an der Nyasanja Primary School im Gebiet der Stadt Kanam ein. Die Lehrkräfte der Schule werden vom Kenianischen Staat bezahlt, für den Erhalt und die Erweiterung der Schulgebäude reichen die staatlichen Zuwendungen aber nicht aus.

Die für die ca. 400 SchülerInnen und 13 Lehrkräfte der Nyasanja Primary School bereitgestellten Tieflochtoiletten sind in technisch und hygienisch schlechtem Zustand. Viele der Schülerinnen besuchen den Unterricht aus diesem Grund nicht mehr regelmäßig.

In direkter Umgebung der Schule leben ca. 5000 Menschen, die vorwiegend Landwirtschaft und Fischfang zum Eigenbedarf betreiben. Möglichkeiten, Geld zu verdienen gibt es wenig. Viele Absolventen der Primary School folgen in diese Subsistenzwirtschaft da Ausbildungsmöglichkeiten fehlen.

Projektbeschreibung

Durch das Projekt soll ein nachhaltiger Beitrag zur Verbesserung der Lernbedingungen an der Nyasanja Primary School durch den Aufbau einer hygienischen Sanitärlösung geleistet werden. Im Februar 2017 fand eine Erkundungsreise nach Kanam statt, in der erfolgreich mit unseren lokalen Partnern geeignete Sanitärkonzepte erarbeitet und diskutiert wurden.

Die Hygieneaufklärung an der Schule ist ein elementarer Bestandteil des Projekts. Neben der Sicherung der Zugänglichkeit zu Sanitäreinrichtung und Waschbecken, wollen wir intensiv mit den SchülerInnen und LehrerInnen der Schule und unseren Partnern von der Elterninitiative zusammenarbeiten, um den Themen Hygiene und Nachhaltigkeit möglichst viel Raum im Schulunterricht, in der Bewirtschaftung des Schulgartens und in Gemeindeaktivitäten einzuräumen.

Gerade im Schulgarten soll die Verwendung der menschlichen Ausscheidungen als Dünger angewandt und der Nutzen durch besseres Pflanzenwachstum und höhere Ernten gezeigt werden. Dies sichert die langfristige Verankerung der Themen in der Gemeinde und erhöht die Akzeptanz der neuen Technologie in der lokalen Bevölkerung.

Für den Wissenstransfer sollen außerdem Jugendliche unter Anleitung eines Baumeisters während der Bauphase in Maurerarbeiten und anderen baurelevanten Disziplinen ausgebildet werden und ein entsprechendes Zertifikat erwerben können. Die Kombination aus Einführung neuer Technologien und Ausbildung von Jugendlichen soll die Verbreitung hygienischer Sanitärlösungen fördern und gleichzeitig Erwerbsperspektiven für die Landbevölkerung schaffen.

 

Das Projekt wurde wegen Nichtdurchführbarkeit abgebrochen.