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IOG-Challenge

13.10.2017 // 13:54

IOG Challenge 2015/2016: Building Back Better - Hilfe für die Erdbebenopfer in Nepal

Die Ingenieure ohne Grenzen Challen­ge ist ein Lehrformat für Hochschulen und ermöglicht Studenten eine aktive Mitwirkung in der Entwicklungs­zusammenarbeit. Sie bekommen die Möglichkeit an den Herausforderun­gen des 21. Jahrhunderts: Globalisierung, Klimawandel und soziale Ungleichheit zu arbeiten. An realen Prob­lemstellungen, die von der lokalen Com­munity und Partnern von Ingenieure ohne Grenzen identifiziert werden, lernen sie Ideen und Konzepte zu bearbeiten und tragen so zur Entwicklung von benachteiligten Regionen in Ent­wicklungsländern bei. Nachdem sich die Challenge in den letzten Jahren mit Tansania und Burundi beschäftigte, steht dieses Jahr der Wiederaufbau in Nepal im Fokus.



Ausgangssituation

Im April 2015 wurde Nepal innerhalb von zwei Wochen von zwei schweren Erdbeben erschüttert. Das Beben im April mit einer Stärke von 7,8 forderte bisher über 8.000 Todesopfer und etwa 16.000 Verletzte. Die Behörden (u.a. UNOCHA) gehen davon aus, dass derzeit über 490.000 Häuser vollständig zerstört wurden oder stark beschädigt sind.

Projektbeschreibung

Was ist die Ingenieure ohne Grenzen Challenge?

Die Ingenieure ohne Grenzen Challenge ist ein internationales Lehrformat für Hochschulen, das seinen Ursprung in Australien hat. Dort haben seit 2007 über 18.000 Studierende an 31 Universitäten an dem Wettbewerb teilgenommen. In Neuseeland und Großbritannien haben zahlreiche Universitäten das Programm ebenfalls in ihre Lehrpläne integriert. Im Wintersemester 2013/14 wurde die Ingenieure ohne Grenzen Challenge erstmals an der RWTH Aachen University durchgeführt. Seit dem Wintersemester 2014/15 wird das Format auf weitere Kurse an der RWTH Aachen University ausgeweitet. Die Challenge ist kein Zusatzangebot, sondern wird in bereits bestehende Lehrveranstaltungen im Rahmen der Möglichkeiten der Lehrenden integriert werden. Durch aktive Mitwirkung im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit kommen Studierende in Berührung mit den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts: Globalisierung, Klimawandel und soziale Ungleichheit. Sie arbeiten zusammen an realen Problemstellungen, die von der lokalen Community und Partnern von Ingenieure ohne Grenzen identifiziert werden.

Die Ideen und Konzepte der Studierenden tragen so zur nachhaltigen Entwicklung von benachteiligten Regionen in Entwicklungsländern bei. Nachdem sich die Challenge in den letzten Jahren mit Tansania und Burundi beschäftigte, steht dieses Jahr der Wiederaufbau in Nepal im Fokus.

Die Spannweite der Themen ist groß und knüpft an die Inhalte eines ingenieurwissenschaftlichen Studiums an. So haben Studierende weltweit bereits unterschiedliche Lösungen zur industriellen Entwicklung, Gebäudekonstruktion, Transport und Logistik, Wasser-, Energie- und sanitärer Versorgung, Informations- und Kommunikationstechnologie für Bildungseinrichtungen sowie Entsorgungsmanagement in bedürftigen Regionen konzipiert. Neben der eigenständigen
Recherche und der technischen Machbarkeit der Problemlösung ist Einfühlungsvermögen für die Situation der Menschen und der Lage vor Ort gefragt. Die wichtige Kompetenz der sozialen Verantwortung, die auch im späteren Berufsleben eine große Rolle spielt, müssen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Ingenieure ohne Grenzen Challenge unter Beweis stellen. Das gesamte Programm wird im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projektes „ELLI“ (Exzellentes Lehren und Lernen in den Ingenieurwissenschaften) vom Institut für Informatik im Maschinenbau und dem Zentrum für Lern- und Wissensmanagement (IMA/ ZLW) der RWTH Aachen University in enger Kooperation mit Ingenieure ohne Grenzen e.V. koordiniert.