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INTEGRATION

11.04.2017 // 12:02

Sprach- und Technikkurs mit Geflüchteten in Köln

In den letzten Jahres sind viele Geflüchtete nach Deutschland gekommen, um hier eine neue Heimat zu finden. Auch Ingenieure ohne Grenzen möchte dazu beitragen, diesen Menschen hier neue Perspektiven zu eröffnen. Ingenieure ohne Grenzen steht für erfolgreiche Entwicklungszusammenarbeit mit Partnern in Ländern des globalen Südens. Aufbauend auf den Erfahrungen dieses beiderseitigen Wissenstransfers wird ein Konzept zur Vereinigung sprachdidaktischer und interkultureller Aspekte entwickelt. Als Basis dienen technische Projekte mit kleinem und mittleren Umfang, die gemeinsam in Workshops erarbeitet und umgesetzt werden.


  • Status:  Erkundung Implementierung Evaluation Abgeschlossen
  • Standort: Köln, Deutschland
  • Spendenkürzel: INTEGRATION
  • Zielgruppe: Geflüchtete mit technischem Interesse/Vorkenntnis und Vorkenntnissen in der deutschen Sprache
  • Zeitraum: 01/2017
  • Partnerorganisation: Willkommenskultur Köln (Wiku)
  • Projektdatenblatt als PDF: PDF icon projektdatenblattintegration.pdf
  • Projektkategorien: 

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Ausgangssituation

Deutschland erlebt seit einigen Jahren eine ansteigende Zuwanderung von Menschen, die sich auf der Flucht vor Krieg, Unterdrückung oder politischer Verfolgung befinden. In den letzten beiden Jahren wurden in Deutschland beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) ungefähr 1,3 Millionen Asylanträge gestellt (Datengrundlage BAMF).

Diese starke Zuwanderung bringt Herausforderungen zum Beipsiel bei der Sprachförderung und bei der Integration in das Erwerbsleben mit sich. Sprachkenntnisse in Deutsch haben z.B. laut einer BAMF-Analyse aus diesem Jahr nur 2% der Zuwander*innen, die in 2015 einen Asylantrag gestellt haben (Quelle: BAMF-Kurzanalyse 03/2016). Die meisten Geflüchteten bringen nicht die Voraussetzungen (Sprachkenntnisse, anerkannte Qualifizierungen etc.) mit, um direkt ins Berufsleben  einsteigen zu können.

Projektbeschreibung

Unser Projekt versucht auf diesen Bedarf zu reagieren. Unser Deutschkurs bietet diesen Geflüchteten die Möglichkeit, fachspezifisches Vokabular in Deutsch zu erlernen und dadurch ihren Berufseinstieg in Deutschland zu erleichtern. Durch einen ca. 6-wöchigen Workshop, der jeweils zur Hälfte aus Sprach- und Technikmodulen besteht, sollen sowohl das technische Verständnis als auch das technische Deutsch gefördert und verbessert werden. Dadurch geht einerseits ein kultureller Austausch und andererseits eine bessere Integration in die deutsche Kultur und den Arbeitsmarkt einher.

Durch den Einsatz eines Lehrers wird eine qualitativ hochwertige Sprachvermittlung gewährleistet. Der Technikkurs wird von Ingenieuren ohne Grenzen organisiert, die einschlägige Erfahrung in den Themengebieten der Erneuerbaren Energien besitzen. Die Theoretischen Grundlagen werden anhand von Praxisbeispielen (Modellkoffer für Windenergie / bestehende Photovoltaikanlage) veranschaulicht. Darauf aufbauend wird ein Solarkoffer beziehungsweise eine Windkraftanlage von den Teilnehmer*innen gebaut. Für ein optimales Lernen und einen guten Austausch bestehen die Gruppen aus 4-5 Personen und werden durch einen Ingenieur unterstützt. Nach Abschluss des Kurses entscheiden die einzelnen Gruppen, wofür der Solarkoffer / das Windrad verwendet werden soll.
Am Ende des Projektes erhalten die Teilnehmer von den Ingenieuren ohne Grenzen eine Teilnahme-bescheinigung.

Für die Umsetzung unseres Programms Integration heißt gemeinsam – Vielfalt. Sprache. Technik. freuen wir uns über Ihre Spende mit dem Spendenstichwort Integration.