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CMR-IOG11


Eau Saine sans Frontieres

„Eau Saine Sans Frontières“ (ESF, zu deutsch: „Gesundes Wasser ohne Grenzen“) bekämpft die Krankheitsverbreitung durch Nutzwasser. Dieses erklärte  Hauptziel wird vor allem durch die Bereitstellung sauberen Wassers verfolgt, aber auch durch eine verbesserte Gesundheitsversorgung und Umweltschutz im Bezug auf Wasserverunreinigung. Weiterhin ist die Schaffung von Kommitees in den Projektorten und die Benennung und Ausbildung von verantwortlichen Personen aus der lokalen Bevölkerung essentieller Bestandteil der Arbeit von Eau Saine Sans Frontières. Der 2011 gegründete Verein hat seinen Sitz in Yaoundé, der Hauptstadt Kameruns, und in ihm sind derzeit etwa 100 Frauen und Männer aus den verschiedensten Regionen Kameruns ehrenamtlich engagiert.

Konkret hat ESF in Nkoumissé-Sud und weiteren Dörfern in der Umgebung Wasserkomittees gegründet und Wasserfilter verteilt und bezuschusst. Wasserfilter sind eine kostengünstige und einfache Möglichkeit die Qualität von Trinkwasser um ein gewisses Maß zu erhöhen. Die Wasserkomittees unterstützen ESF (und Ingenieure ohne Grenzen, IOG) bei der Umsetzung von Maßnahmen vor Ort und stellen deren dauerhafte Fortführung sicher, wodurch ein  erfolgreiches Projekt überhaupt erst möglich wird. Im Projekt von IOG und ESF werden über Projektziele und konkrete Maßnahmen gemeinsam beraten und entschieden. ESF hat bereits einen guten und vertrauensvollen Kontakt ins Dorf und einige Mitglieder teilen sich ihre Muttersprache Bhassa mit den Bewohnern Nkoumissé-Suds. Daher übernimmt ESF die Rolle des Kommunikators bei der Umsetzung des Projekts und soll die vorgesehenen Sensibilisierungsmaßnahmen und Hygieneworkshops leiten.

Im gemeinsamen Projekt soll der noch recht junge Verein Eau Saine Sans Frontières weiter gestärkt werden und mit neuen planerischen und technischen Kompetenzen ausgestattet werden. Dies befähigt ESF auf lange Sicht dazu die staatliche Versorgungslücke in der Region zu schließen.

Brunnenbau der Diözese Édéa

Seit vielen Jahren ist die Bereitstellung von sauberem Trink- und Brauchwasser durch den Bau von Brunnen und Quellfassungen Teil der karitativen Arbeit der Diözese von Édéa. Die kirchliche Anbindung ermöglicht ein solches Bauunternehmen, das nicht gewinnorientiert arbeitet. Die Schachtbrunnen werden nach der sogenannten „cuvelage“ Technik gebaut, bei der die Betonverschalung gegossen wird anstatt, wie sonst üblich, einzelne Betonringe übereinander gestapelt werden. Somit gibt es keine Fugen in der Brunnenwand über die nach einiger Zeit Pflanzen, Insekten und Kleintiere und damit auch Bakterien, eindringen können. Daher sind Brunnen nach der „cuvelage“ Bauweise besonders robust gegenüber Kontamination und sind bei entsprechender Wartung mehrere Jahrzehnte haltbar.

Das Team der Diözese Édéa führt seit vielen Jahren Projekte im Zentrum und Westen Kameruns durch. Dazu zählt zum Beispiel eine mehrjährige Zusammenarbeit mit dem Deutschen Entwicklungs Dienst (DED, Vorläufer der heutigen GIZ, die Organisation für Entwicklungszusammenarbeit des deutschen Staates). In dem derzeitigen Projekt soll das Team aus Édéa die Konstruktion und Bauleitung übernehmen. So wird zum einen eine hohe Qualität der Brunnen und zum anderen die lokale Wertschöpfung in der Region sichergestellt.