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CMR-IOG10

26.01.2019 // 12:03

Kamerun: Sicherstellung der Wasserversorgung für Bandiangseu

Im Westen Kameruns wurde eine saubere und nachhaltige Wasserversorgung für das Dorf Bandiangseu aufgebaut, um die mangelnde Versorgung mit sauberem Wasser zu verbessern.


  • Status:  Erkundung Implementierung Evaluation Abgeschlossen
  • Standort: Bandiangseu, Bagangté, Kamerun
  • Zielgruppe: BewohnerInnen des Dorfes Bagangté-Bandiangseu
  • Zeitraum: 10/2011 bis 10/2018
  • Projektvolumen: ca. 60.000 Euro
  • Projektdatenblatt als PDF: PDF icon projektdatenblattcmr-iog10.pdf
  • Projektkategorien: 

Ausgangssituation

Die Gemeinde Badiangseu liegt auf einer 1.400 Meter hohen Ebene im Westen Kameruns im Department Bagangté. Bis zum Frühjahr 2014 existierte in Bandiangseu keine ausreichende kommunale Wasserversorgung. Das Wasser wurde aus Quellen entnommen die Verunreinigungen aufwiesen, die u.a. zu Durchfallerkrankungen führten. Darüberhinaus mussten weite Strecken zurückgelegt werden, um die Quellen zu erreichen.

Projektbeschreibung

Im November 2012 begann die Planung und Organisation des Projektes mit der Erkundungsfahrt nach Bandiangseu. Nach Abschluß der Erkundungsfahrt, begannen wir in Kassel mit Planungen zur Umsetzung des Projektes.

In der Projektphase I, die im Mai 2015 abgeschlossen wurde, ist schließlich ein Trinkwasserversorgungssystem in Bandiangseu errichtet worden. Es wurden Rohrleitungen von der ausgewählten Quelle zu den vier Zapfstellen im Dorf verlegt. Drei sind dezentral in Bandiangseu verteilt um so den Zugang zu sauberem Wasser zu gewährleisten. Die vierte Zapfstelle befindet sich in der örtlichen Grundschule.

Alle Aktionen, von der Planung bis zur Umsetzung wurden mit der Bevölkerung durchgeführt. Um die Wasserversorgung zu gewährleisten, wurden von der Regionalgruppe Kassel der Ingenieure ohne Grenzen e.V. auch Schulungen durchgeführt: technische Schulungen an der Desinfektionsanlage, eine Wartungs- und Reparaturanleitung für die Rohrleitung und eine Hygieneschulung an der Grundschule.

Zusätzlich wurden im Dorf verschiedene Kontrollinstanzen gegründet, um für Reparatur und Wartung zu sorgen und um die Abgabe des Wassers zu garantieren. Die Regionalgruppe steht im regelmäßigen Kontakt zu diesen Instanzen.

Projektphase II, die nach der Implementierung 2014 begann, hatte zum Ziel, die Wasserversorgunganlage zu warten und die Zuverlässigkeit der Aufbereitungsanlage zu optimieren. Außerden wurde die Kapazität der Wasseraufbereitungsanlage erhöht.

Der Ausbau der Wasserversorgungsanlage und die weitere Ausbildung des Wasserkomitees zum Betrieb und zur Problemlösung der Anlage wurde weiterhin verfolgt. Das Wasserkomitee ist heute in der Lage die Anlage selbständig Instand zu halten und zu betreiben.

Ende 2018 konnte durch einen letzten Besuch vor Ort von der Regionalgruppe Aachen in Abspreche mit der Regionalgruppe Kassel eine letzte Überprüfung durchgeführt werden, nach der das Projekt abgeschlossen werden konnte.