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Blog des Projekts Kamerun: Verbesserung der Wasser- und Sanitärversorgung am „Institut le Levant“

27.04.2019 // 11:04

Osterwochenende 2019 in Hessen: Besuch eines Wasserwerks und eines Hochspeichers mit unserer Partnerorganisation ALKA

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Jacques Onya von der Partnerorganisation Alumni Kamerun (ALKA) für unserer Projekt in Bertoua ist derzeit für einen längeren Aufenthalt in Deutschland. Er absolviert ein Erasmussemester an der Universität Leipzig – und wir haben ihn über Ostern zu uns zum Austausch mit der Regionalgruppe Gießen nach Hessen eingeladen. Wir buchten für ihn ein Bahnticket nach Frankfurt am Main, wo ihn Theresa und Erik am Hauptbahnhof abholten. Die Freude war riesig, sich zwei Jahre nach unserer ersten Erkundung in Kamerun jetzt in Deutschland wiederzusehen.

Die erste Station auf unserer Tour war die „neue“ Frankfurter Altstadt, der eiserne Steg und der Römer. Im Anschluss ging die Reise weiter nach Großheubach bei Miltenberg, um das dortige Wasserwerk zu besichtigen. Hier gab uns Herr Roland Straub von der EMB Miltenberg eine Führung: Am Standort wird das Wasser für 15.000 Menschen aus der Tiefe gefördert, aufbereitet und verteilt. Besonders interessant an dieser Anlage ist die hochmoderne Mikrofiltration, die nicht nur Trübstoffe, sondern auch Keime aus dem Trinkwasser klärt.

Die nächste Station war ein Hochspeicher, in dem zwei Edelstahlbehälter mit 150 Kubikmeter Volumen unter der Erde Platz finden. Schon die Ausmaße dieser Anlage waren beeindruckend. Uns wurde erklärt, dass alle Anlagen mit einer Redundanz von 100% ausgelegt werden, d.h. wird ein Behälter aufgrund der regelmäßigen Wartungsintervalle vorübergehend stillgelegt, erfüllt der zweite Behälter die Anforderungen zu 100%, ohne dass es zu Engpässen in der Versorgung kommt. Die Kunden bekommen davon nichts mit.

Jacques Onya von ALKA zeigte sich beeindruckt über den Aufwand, der in Deutschland betrieben wird, um die Menschen mit Trinkwasser zu versorgen. Für Bertoua und ganz Kamerun sehen wir einstimmig noch einen langen, aber durchaus begehbaren Weg dorthin.

Nach erfolgreich absolviertem fachlichen Teil, war genug Raum für Freizeit: Samstag gab es lange Gespräche über die Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Kamerun und Deutschland, typisch deutsches Spargel-Essen und Entspannung in der wunderbaren Oster-Sonne.

Am Sonntag besuchten wir zusammen Heidelberg. Wir verbrachten die meiste Zeit im Universitätsmuseum. Am folgenden Tag wurde noch die Königsteiner Burg und Altstadt besichtigt. Mittags fuhren wir nach Gießen, um einen ehemaligen Schüler Jacques‘ – Jean – zu treffen. Jean strebt danach Journalist zu werden. Hierfür sucht er noch die passende Ausbildung bzw. Studium. Derzeit verbessert er seine Deutschkenntnisse durch Sprachkurse und mit Hilfe von Karteikarten.

Sonntag Nachmittag trat Jacques seine Rückreise nach Leipzig an. Wir verabschiedeten uns am Gleis in Gießen. Der nächste Besuch ist für Ende Mai geplant. Dann findet in Gießen und Marburg ein Workshop des Kamerunprogramms der Ingenieure ohne Grenzen (WASH Kamerun) statt, zu dem Jacques als Vertreter von ALKA eingeladen ist – wir freuen uns auf detaillierten, fruchtbaren Austausch u.a. zu unserem Projekt zur Verbesserung der Wasserversorgung und der Sanitäranlagen in Bertoua.

Text: Erik Gress, Theresa Straub, Daniel Schröder

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