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CHL-IOG01

07.05.2019 // 14:11

Chile: Solarenergie für Wohnhäuser

In Chile werden pro Jahr ca. 40.000 Sozialwohnungen gebaut. Die energetische Versorgung der Bewohner dabei teilweise durch regenerative Energien zu decken, wurde bis heute bei der Planung nicht wesentlich berücksichtigt.

Integration von regenerativen Energien in das Bauvorhaben


  • Status:  Erkundung Implementierung Evaluation Abgeschlossen
  • Standort: Combarbalá, Chile
  • Zielgruppe: Mitglieder der Gemeinde
  • Zeitraum: 06/2009 bis 03/2010
  • Projektkategorien: 

Ausgangssituation

In Chile werden pro Jahr ca. 40.000 Sozialwohnungen gebaut. Die energetische Versorgung der Bewohner dabei teilweise durch regenerative Energien zu decken, wurde bis heute bei der Planung nicht wesentlich berücksichtigt.

Projektbeschreibung

Zusammen mit lokalen Projektpartnern wird für 120 Doppelhaushälften in der Stadt Combarbalá ein System entwickelt, welches zum einen die Integration von Solarthermie zur Warmwasserbereitung und zum anderen die elektrische Versorgung mit Hilfe der Photovoltaik umfasst. Bei dem Prinzip der Photovoltaik wird Sonnenenergie mit Hilfe von Solarzellen direkt in elektrische Energie umgewandelt. Das gesamte Projekt soll in seinem Verlauf durch Schulungen der Bewohner vor Ort begleitet werden, so dass zukünftig eine nachhaltige Energieversorgung gewährleistet ist – denn Sonne gibt es in Combarbalá genug!

Hauptrollen von Ingenieure ohne Grenzen  sind die technische Auslegung der photovoltaischen Anlage im Projekt, die Akquise von Finanzen und das damit verbundene Controlling vor Ort, die Umsetzung des Projekts mit den Projektpartner und die Ausgestaltung eines Finanzierungskonzepts für das Szenario netzeinspeisendes PV-System bzw. die Möglichkeit sonstige nachhaltige Eigenbeteiligungen (z.B. für Ausbau der Systeme oder zur Wartung) der Bewohner zu ermöglichen.

Die Projektleitung und Koordination vor Ort liegt bei Jose Martinez als Vertreter von Tu Casa Gestion Inmobiliaria. Stellvertretend für die Projektleitung und als Kontaktperson in Deutschland arbeitet Frau Veronica Vukasovic Montt im Projekt mit. Die Umsetzung vor Ort wird durch lokale Partner koordiniert und realisiert. Dies sind vor allem die Bewohner, aber auch zivilgesellschaftliche Partner aus Universitäten, von NGOs und den beteiligten sozialverträglich (nicht-profitorientiert) arbeitenden Unternehmen.

Das PV-System ist als zentrales System geplant und dient der Versorgung der Siedlung mit Licht. Durch die Auslegung auf Licht als einzigem Verbraucher wurde bei der Größe der Siedlung eine Leistung von 10kW peak ermittelt. Es ist kein Inselsystem und wird unter Abstimmung mit dem örtlichen Stromversorger CONAFE geplant und als netzeinspeisendes Pilot-System aufgesetzt. Eine Pufferung von Netzausfällen, die ca. alle zwei Monate für bis zu zwei Stunden auftreten, ist in Abstimmung mit allen Beteiligten nicht geplant.

Die PV-Anlage wird als zentrales System geplant, die auf das Dach des Gemeinschaftshauses installiert wird. Der produzierte Strom kann in dem Gemeinschaftshaus direkt verbraucht werden, während die Überschüsse in das öffentliche Stromnetz von CONAFE eingespeist und vergütet werden. Es ist in Chile ein Pilotprojekt für die Netzeinspeisung von PV-erzeugtem Strom und soll sich durch die Einnahmen der Stromeinspeisung selbst tragen bzw. eventuell zusätzliches Geld für die Gemeinschaft generieren.

Bei der Installation der PV-Anlage soll eine studentische Gruppe GEA aus Valparaiso behilflich sein.

Dieses Projekt wurde erfolgreich abgeschlossen. Wir bedanken uns bei allen Menschen, die uns mit ihrer Mitarbeit und ihren Spenden unterstützt haben, um dieses Projekt zu realisieren.