BGD-IOG03

05.07.2018 // 09:04

Bangladesch: Sunny Education Bangladesh - Anandalok School Project

Elektrische Energieversorgung von 33 Grundschulen in entlegenen Gebieten Bangladeschs durch die Installation von Photovoltaikanlagen


  • Status:  Erkundung Implementierung Evaluation Abgeschlossen
  • Standort: Ländliche Gebiete im Norden Bangladeschs
  • Spendenkürzel: BGD-IOG03
  • Zielgruppe: Schüler/innen und Lehrer/innen der Anandalok Grundschulen; Dorfbewohner
  • Zeitraum: 06/2018 bis 12/2021
  • Partnerorganisation: NETZ Partnerschaft für Entwicklung und Gerechtigkeit e.V.
  • Projektvolumen: ca. 8.000 Euro
  • Projektdatenblatt als PDF: PDF icon projektdatenblattbgd-iog03.pdf
  • Projektkategorien: 

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Ausgangssituation

Bangladesch hat im Vergleich zu Deutschland mit ca. 165 Mio. Menschen etwa die doppelte Einwohnerzahl. Davon leben etwa 15% in extremer Armut, etwa ein Viertel der Menschen kann nicht lesen und schreiben. Um den Zugang zu Bildung insbesondere für Familien in den ländlichen Gegenden Bangladeschs zu verbessern, haben lokale Partnerorganisationen des Vereins NETZ Partnerschaft für Entwicklung und Gerechtigkeit e.V. in den vergangenen Jahren 33 neue Grundschulen errichtet. Für 12 dieser Schulen wird der Strom über Dieselgeneratoren und das öffentliche Stromnetz bereitgestellt - beide Versorgungswege sind jedoch von Unterbrechungen geprägt und mit hohen Kosten verbunden. Die weiteren 21 Schulen verfügen über keinerlei elektrische Energiequellen.

Projektbeschreibung

In Zusammenarbeit mit Ingenieure ohne Grenzen e.V. soll diese Situation nun nachhaltig durch den Einsatz von Photovoltaikanlagen verbessert werden. Am Anfang steht eine gründliche Analyse der Bedingungen vor Ort. Wenn diese Erkundungsphase mit einem positiven Ergebnis endet, wird mit der Errichtung einer elektrischen Grundversorgung an den Schulen begonnen. Dann können während der heißen Monate Ventilatoren in den Schulräumen eingesetzt und die Versorgung mit Licht in den Abendstunden gewährleistet werden. Zukünftig ist auch der Einsatz digital gestützter Lehrmethoden denkbar.

Langfristiges Ziel ist es, alle 33 Schulen mit Photovoltaikanlagen und Stromspeichern auszustatten. Bei einer Erkundungsreise werden die Rahmenbedingungen wie Machbarkeit, Akzeptanz der Benutzer, Sichtung von Installationsfirmen und Wartungspersonal, u.a. geprüft. Ingenieure ohne Grenzen e.V. achtet darauf, dass die Wertschöpfung im Land bleibt. Daher werden die Aufträge an lokale Firmen ausgeschrieben und vergeben. Klassenräume, Büros, Toiletten und Wege sollen beleuchtet werden und Ventilatoren aufgehängt werden. Die momentan handbetriebenen Pumpen zur Förderung des in der Schule genutzten Wassers sollen durch elektrische Pumpen ersetzt werden. Die Anwender sollen im Umgang mit elektrischem Strom und den PV-Anlagen geschult werden, so dass sie eigenständig Fehler finden und beseitigen können. In der Anfangsphase übernimmt Ingenieure ohne Grenzen e.V. die Beauftragung und die Überwachung der Installation und Inbetriebnahme. Später soll dies durch lokale Verantwortliche geschehen. Die Finanzierung aller Projektkosten erfolgt durch Spenden.

Das Projekt ist Teil des Programmes "Grundversorgung für Schulen - Wasser. Strom. Sanitär.".