BDI-IOG01

07.05.2019 // 10:19

IOG-Challenge 2014/2015: Burundi - Schulen für Kinder in Burundi

Ingenieure ohne Grenzen unterstützt UNICEF in Burundi mit der Umsetzung einer kinderfreundlichen und ökologischen Modellschule mit sanitären Anlagen.



Ausgangssituation

Seit dem Ende des Bürgerkrieges in Burundi 2005 konnten viele hunderttausend Kinder keine Schule besuchen. Nachdem die Schulgebühren per Gesetz erlassen wurde, wuchs die Einschulungsrate auf über 90% im Jahr 2011 an (Vergleich: 2005 noch 54%). Die LehrerInnen stehen nicht selten vor 80 und mehr SchülerInnen, die sie unterrichten sollen. Zusätzlich strömen seit 2010 zehntausende Bürgerkriegsflüchtlinge aus dem Osten Tansanias zurück in ihre Heimat und verstärken somit den Druck auf das burundische Bildungssystem. Nachdem die burundische Regierung die verpflichtende Grundbildung von sechs auf neun Jahre erhöht hat, sind über 2.000 neuen Klassenzimmern in den kommenden zwei Jahren notwendig.

Projektbeschreibung

Bereits seit vielen Jahrzehnten arbeitet UNICEF neben weiteren UN-Agenturen in Burundi. Gemeinsam mit vielen Regierungs- und Nichtregierungsakteuren planen Ingenieure ohne Grenzen und UNICEF den Bau einer Modellschule, welche sich an dem UNICEF-Konzept Child Friendly School orientieren soll. Diese Schu­len haben den Anspruch, den Schü­lerInnen ein kind­ge­rech­tes und gesundes Lern­um­feld zu bieten. Denn in vie­len beste­hen­den Schu­len lei­den die Kin­der unter Hitze oder unge­nü­gen­den hygienischen Bedingungen. Ingenieure ohne Grenzen bringt sich vor allem mit technischem Know-how aus den Bereichen Sanitärversorgung und Hochbau in das Schulprojekt ein. Die Lösungen hierfür sind alter­na­tive Bau­stoffe, die Zusammenarbeit mit den Men­schen vor Ort und das Ziel, Kin­dern das Ler­nen zu ermöglichen und zu erleichtern. Dieser Ansatz soll den landesweiten Schulbedarf unterstützen und lokale Kommunen miteinbeziehen. Auch in den anderen Landesteilen sollen das ganzheitlichem Konzept zur Wasser-, Sanitär und Energieversorgung umgesetzt werden. Ressourcensparende Technologien, wie gepresste Ziegel anstelle gebrannter Ziegel, sollen den Schulbau effektiver und schneller ermöglichen.

Ein weiterer Bestandteil des Projektes und der Kooperation mit UNICEF ist die Unterstützung der burundischen Regierung bei der Standardisierung des Schulbaus. Ingenieure ohne Grenzen wird den Bau der Modellschule dokumentieren und evaluieren, um einen entsprechenden Beitrag zu diesem Ziel zu leisten.

Aufgrund der aktuellen politischen Instabilität im Land ist die Fortsetzung des Projekts zum jetzigen Zeitpunkt leider nicht möglich.

Wir bedanken uns bei allen Menschen, die uns mit ihrer Mitarbeit und ihren Spenden unterstützt haben.