abgeschlossenes_Projekt_Kinderdorf_bekommt_neue_Sanitaer-und_Notstromversorgung

02.02.2017 // 15:37

Uganda: Kinderdorf bekommt neue Sanitär- und Notstromversorgung

Kinderdorf Arche Noah: Das holländische Ehepaar Piet und Pita Buitendijk hat es sich zur Aufgabe gemacht, weggeworfenen Kindern ein Zuhause zu geben. Mittlerweile leben über 140 Kinder in der Arche Noah in Mukono, 30 km von der Hauptstadt Kampala entfernt. Die Schule auf dem Gelände besuchen weitere 200 Kinder aus der Umgebung und haben dadurch eine Chance auf eine bessere Zukunft. Auch das Krankenhaus, der Kindergarten, die Ausbildungsstätten und die Landwirtschaft mit Feldern und Tieren kommen der ganzen Region zugute.

Unterbrechungsfreie Notstromversorgung für Klinik: Aufgrund fehlender medizinischer Hilfe sterben in Uganda täglich Frauen und Neugeborene an den Folgen von Schwangerschaft und Geburt. Deshalb braucht die Klinik eine sichere Stromversorgung, ohne Unterbrechungen und Schwankungen.

Nachhaltige Sanitärversorgung: Momentan werden Abwasser und Fäkalien in Sickergruben geleitet. Das gibt Krankheitserregern eine gute Chance, sich zu vermehren und kann das Grundwasser belasten, welches als sauberes Wasser zum Trinken verwendet wird. Durch ein nachhaltiges Abwassersystem kann diese Situation deutlich verbessert werden.


  • Status:  Erkundung Implementierung Evaluation Abgeschlossen
  • Standort: Mukono, Uganda
  • Zielgruppe: 140 Kinder in der Arche Noah
  • Zeitraum: 07/2012 bis 02/2013
  • Partnerorganisation: Noah’s Ark Children’s Ministry Uganda (NACMU) , GAiN (Global Aid Network) e.V. Germany
  • Projektvolumen: ca. 5.000 Euro
  • Projektkategorien: 

Ausgangssituation

Das Ehepaar Pita und Piet Buitendijk war tief erschüttert, als es vor 20 Jahren das Elend ugandischer Waisen- und Straßenkinder sah. Menschliche Wesen wurden weggeworfen wie Müll, die Eltern mancher Kinder sind im Bürgerkrieg oder an Krankheiten gestorben. Andere sind zu arm, um alle ihre Kinder zu ernähren. Daraufhin haben Sie es sich zur Lebensaufgabe gemacht, diesen Kindern eine Zukunft zu geben. Die Idee für das Kinderdorf Arche Noah war geboren: ein Dorf, das Zukunft schenkt. Die Anlagen auf dem Gelände kommen nicht nur den Bewohnern des Waisenhauses selbst zugute, sondern dienen auch der ganzen Umgebung.
Alle Familien sollen die Chance haben, selbst für Ihre Kinder zu sorgen. Aus diesem Grund gibt es eine öffentliche Schule, eine Klinik leistet medizinische Basisversorgung und Geburtshilfe. Außerdem werden Arbeitsplätze geschaffen, um die Armut zu bekämpfen.

Projektbeschreibung

Das Kinderdorf ist in den letzten Jahren stark gewachsen und die Klinik wurde ausgebaut. Dadurch entstanden jedoch neue Anforderungen an die Infrastruktur. Da mittlerweile in der Klinik z.B. Frühgeborene in Brutkästen betreut werden, ist eine unterbrechungsfreie Stromversorgung eine Frage von Leben und Tod. Die Klinik ist nur an das örtliche Stromnetz angeschlossen, welches beinah täglich zusammenbricht.
Auch die Abwasserentsorgung ist mittlerweile ein großes Problem. Bei über 1000 Menschen auf dem Gelände ist es nicht mehr tragbar, dass Abwasser einfach in Gruben zu versickern. Dieses Vorgehen bedroht langfristig alle Brunnen mit sauberem Wasser in der Umgebung. Unser Ziel ist es im Rahmen der Erkundungsreise alle Informationen einzuholen, um eine nachhaltige Lösung für die Probleme zu entwickeln. Dazu gehören Basisdaten wie der Strombedarf für die Klinik, die anfallende Abwassermenge und der verfügbare Platz für Kanäle und Abwasserbehandlungsanlagen. Aber auch Fragen zum Materialangebot und zur Qualität lokaler Handwerker müssen geklärt werden. Es müssen Preise bei verschiedenen Anbietern verhandelt werden und Einzelheiten mit lokalen Aufsichtsbehörden besprochen werden. Nicht zuletzt muss die Nachhaltigkeit von Anfang mit bedacht werden. Für welche technische Lösung sind Ersatzteile verfügbar, welche Technik kann von den Nutzern vor Ort direkt gewartet und repariert werden? Wie sind die Folgekosten einer bestimmten Lösung? Alle diese Fragen sollen mit den Daten der Erkundung beantwortet werden.