TZA-IOG07_abgeschlossenes_Projekt

02.02.2017 // 15:37

Tansania: Aufbau einer Wasserversorgung an der Baramba Girls Secondary School

Die Baramba Girls Secondary School liegt auf einem Hochplateau auf etwa 1.600 m Höhe im Norden Tansanias unweit der Ländergrenzen zu Ruanda und Burundi. Die Region war in den 1980er und 90er Jahren durch Flüchtlingsströme aus den Nachbarländern geprägt, für die das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) das „Benaco Camp“ errichtete.


  • Status:  Erkundung Implementierung Evaluation Abgeschlossen
  • Standort: Ngara, Tansania
  • Zielgruppe: Schülerinnen der Baramba Girls Secondary School
  • Zeitraum: 11/2008 bis 10/2010
  • Partnerorganisation: Marafiki wa Africa Tanzania
  • Projektvolumen: ca. 26.000 Euro
  • Projektkategorien: 

Ausgangssituation

Die Baramba Girls Secondary School liegt auf einem Hochplateau auf etwa 1.600 m Höhe im Norden Tansanias unweit der Ländergrenzen zu Ruanda und Burundi. Die Region war in den 1980er und 90er Jahren durch Flüchtlingsströme aus den Nachbarländern geprägt, für die das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) das „Benaco Camp“ errichtete. Mit der Versorgung der ca. 750.000 Flüchtlinge durch verschiedene NGOs wurde auch die Schule an eine funktionierende Wasserversorgung angeschlossen. Seit der Rückkehr der letzten Flüchtlinge nach Burundi Ende 2008 haben sich auch die NGOs aus dem Gebiet zurück gezogen. Seither ist die Schule auf das nur sporadisch funktionsfähige und nicht ausreichende öffentliche Wassernetz angewiesen. Träger der Schule ist die gemeinnützige Organisation "Marafiki wa Africa Tanzania".

Projektbeschreibung

Unser Projekt sah vor, die Wasserversorgung der ca. 300 auf dem Schulcampus lebenden Menschen langfristig zu verbessern. Dazu sollten mehrere Zisternen auf dem Gelände errichtet bzw. restauriert werden. Die Zisternen werden durch den Niederschlag während der Regenzeit über die Dächer der Schulgebäude gefüllt und stellen das Wasser sowohl in der Regen- als auch in der Trockenzeit zum Gebrauch zur Verfügung.

Auf Einladung der Schule war Ingenieur ohne Grenzen im September 2008 für einige Tage vor Ort, um sich ein Bild von den örtlichen Gegebenheiten zu machen und gemeinsam mit dem Lehrerkollegium konkrete Pläne für die Projektrealisierung zu schmieden. Nach sorgfältiger Planung und genauen Absprachen konnte dann im August 2010 die eigentliche Arbeit beginnen: Innerhalb von zwei Monaten enstanden auf dem Gelände der Bambara Girls Secondary School fünf neue Wassertanks. Ein bereits bestehender Tank wurde renoviert. Um sicherzustellen, dass das in den Tanks gesammelte Wasser auch sauber ist, wurden zudem die Dächer der Schulgebäude erneuert.

Dank einer Schulung, die Ingenieure ohne Grenzen während der Bauarbeiten durchgeführt hat, wissen die Schüler und Lehrer über die richtige Bedienung und Wartung der des Sammel- und Speichersystems bescheid. Ein Mitarbeiter der Schule ist speziell für die Kontrolle und Pflege der Wassertanks zuständig. Die zuverlässige und ausreichende Wasserversorgung der Bambara Girls Secondary School ist damit nachhaltig gesichert. "Die  Schule profitiert sehr von der neuen Wasserversorgung." bestätigt auch der Schuldirektor. Ein rundum gelungenes Projekt!