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TZA-HHS03

06.06.2019 // 10:06

Tansania: Carbonization and Sanitation

Das CaSa-Projekt: Entwicklung eines angepassten Sanitärkonzepts zur Rückführung von Nährstoffen in den landwirtschaftlichen Kreislauf


  • Status:  Erkundung Implementierung Evaluation Abgeschlossen
  • Standort: Kagera Region, Karagwe Distrikt, Tansania
  • Zielgruppe: In einer Internatsschule lebende Mädchen der Region
  • Zeitraum: 01/2012 bis 12/2014
  • Partnerorganisation: MAVUNO Project, Technische Universität Berlin
  • Projektvolumen: ca. 23.000 Euro
  • Projektdatenblatt als PDF: PDF icon projektdatenblattabgeschlossenesprojekttza-hhs03.pdf
  • Projektkategorien: 

Ausgangssituation

In der Region Kagera im Nordwesten Tansanias, in der die Menschen zum großen Teil von der Sub­sistenzlandwirtschaft leben, mangelt es an einer an­gemessenen sanitären Versorgung. So werden menschliche Exkremente meist in Latrinen in der Erde deponiert, was zu starker Verschmutzung des Grundwassers führt. Diese Verunreinigung ist die Ursache für viele Durchfallerkrankungen, die die Menschen stark schwächen und tödlich verlaufen können. Zudem sind die Böden der Region aufgrund des tropischen Klimas sehr hu­musarm und anfällig für Bodenerosion. So sinkt die Bo­denfruchtbarkeit und die Ernteerträge nehmen ab. Daher sind die Hauptziele des CaSa-Projekts, zu verbesserten Gesundheitsbedingungen durch an­gemessene und nachhaltige sanitäre Anlagen, Ressourcenschutz und Bodenverbesserung und Nahrungsmittelsicherheit durch die Umsetzung eines sicheren, geschlossenen Kohlen- und Nährstoffkrei­slaufs beizutragen.

Projektbeschreibung

Für den letzten Aufenthalt in Tansania waren das „Monitoring“ des CaSa-Pilotprojektes, die Implementierung der Kompostieranlage und ausführliches Arbeiten mit den Mikrovergasern geplant. So weit funktioniert alles sehr gut: die Trenntrockentoilette ist in täglicher Benutzung durch die Einheimischen, sodass der Hygienisierungsofen mindestens einmal die Woche betrieben und regelmäßig kompostiert werden kann. Auf diese Weise wurde bereits die erste eigene Terra-Preta-Erde hergestellt. Weiterhin wurden Versuche mit verschiedenen Düngemitteln und der Terra Preta selbst geplant, um auf einem Grundstück zur Demonstration der lokalen Bevölkerung insbesondere deren positiven Effekte zu zeigen.  Darüber hinaus wurde ein Mikrovergaser, der die notwendige Biokohle für die Terra Preta produziert, für das Beheizen des Hygienisierungsofen optimiert.

Allerdings konzentrierte sich die Arbeit auf die Mikrovergaser als verbesserte Kochöfen. Dafür wurde ein neuer Ofen, der Anila-Ofen, der mit jeder Art an Biomasse funktionieren könnte, gebaut und zusätzlich mit verschiedenen Brennstoffen wie Sägespäne, Kaffeeschalen und trockenen Blättern getestet. Zudem wurde ein „Water Boiling Test“ mit sechs anderen Modellen durchgeführt, um Emissionen und für die Beurteilung der Effizienz den Verbrauch an Brennstoff und die Zeit zum Kochen des Wassers zu messen. Schließlich wurde ein angepasster „Controlled Cooking Test” implementiert, der helfen soll besser zu verstehen, ob die Mikrovergaser für lokale Kochgewohnheiten geeignet sind. Diese Projektperiode beinhaltete auch Workshops zu nachhaltiger Sanitärversorgung und Mikrovergasern mit der lokalen Bevölkerung sowie den Aufbau einer ökologischen Begleitforschung.

Dieses Projekt wurde erfolgreich abgeschlossen. Wir bedanken uns bei allen Menschen, die uns mit ihrer Mitarbeit und ihren Spenden unterstützt haben, um dieses Projekt zu realisieren.“