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Blog des Projekts Nicaragua: Sonnenstrom für Los Guatuzos

15.02.2016 // 09:36

Projekt "Solarstrom für Los Guatuzos" erfolgreich abgeschlossen!

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19.11.2013 09:09

Mitte November 2013 sind die Ingenieure ohne Grenzen der Regionalgruppe Nürnberg nach erfolgreicher Projektumsetzung aus Nicaragua zurückgekommen.

Insgesamt wurden an sieben Schulen und einem Gesundheitszentrum Solarstromanlagen gebaut und in Betrieb genommen.

Obwohl für das Projekt nur ein sehr enger Zeitrahmen zur Verfügung stand, konnten die Ingenieurin Kerstin Schmalfeld, und die Ingenieure Thomas Müller und Wolfgang Müller alle Arbeiten erfolgreich abschließen! Es konnten sieben Schulen und ein Gesundheitszentrum in der Region Los Guatuzos, Gemeinde San Carlos eine Stromversorgung erhalten. Der enge Zeitrahmen konnte u.a. deswegen gehalten werden, weil die Vorbereitung der ganzen Projektgruppe äußerst gründlich durchgeführt wurde und viele Kleinteile, die von hier mitgenommen wurden, vorher ausgiebig getestet wurden.

Neben den Reisenden waren noch August Sensing und Sebastian Hausleider intensiv an dem Projekt beteiligt und haben es mit voller Kraft und großer Leidenschaft unterstützt! Das meiste Material, wie zum Beispiel Photovoltaikmodule, Batterien und Laderegler konnte nach vorheriger Bestellung vor Ort in San Carlos am Ankunftstag in Empfang genommen werden.

An jeder Schule wurde eine Solarkiste aufgestellt. Diese Kisten wurden nach unseren 3D-Plänen von einem Schreiner vor Ort gebaut und mit einem Schloss gegen unberechtigte Nutzung gesichert. Jede Kiste beinhaltet eine Solarbatterie und ist mit verschiedenen Anschlussbuchsen, dem Laderegler und einem Hauptschalter ausgestattet. Zusätzlich erhielt jede Schule einen CD-Spieler und ein Ladegerät für das Aufladen von Akkus für Batterieleuchten.

Die neuen Solaranlagen ermöglichen so Erwachsenenbildung, Sprach- und Musikunterricht und es können Handys aufgeladen werden. Hierdurch erwirtschaften die Schulen Einnahmen für spätere Reparaturen und Lehrmittel. Zusätzlich können im Gesundheitszentrum nun wieder Medikamente und Impfstoffe gekühlt werden.

Hauptunterstützer des Projektes waren die Naturstrom AG und das Amt für Internationale Beziehungen der Stadt Nürnberg. Aber auch viele Privatpersonen und Freunde sowie kleinere Unternehmen haben das Projekt großherzig unterstützt. Die letzte Finanzierungslücke wurde schlussendlich durch eine Spendenaktion von Christian Tews und Uwe Fürbeth im Rahmen ihrer Radtour durch das Baltikum geschlossen.

Eine Schlüsselrolle bei der Projektumsetzung nahmen unsere Ansprechpartner Aillen Mejia und Armando Gomez in Papaturro und auch die Gemeinden selbst ein. Alles war perfekt organisiert und die Ingenieure/in wurden überall herzlichst empfangen und bei den Arbeiten intensiv unterstützt. Alles Material wurde von den Menschen selbst in die entlegenen Schulen transportiert. Der Transport erfolgte mit Fahrrädern, zu Fuß, per Pferd oder per Boot. Für einige Montagen wurde von einem Elternbeirat ein Pickup nur gegen Benzinkosten zur Verfügung gestellt.

Insgesamt haben wir während des Projektes drei Schulungen durchgeführt, bei denen insgesamt ca. 40 Teilnehmer/innen anwesend waren. Zusätzlich wurde eine spezielle Ausbildung für zwei Spezialisten in der Region durchgeführt. Dies soll dazu führen, dass die Anlagen richtig bedient und gewartet werden und mögliche Störungen schnell behoben werden. Den Spezialisten wurde ein Satz der wichtigsten Ersatzteile übergeben, um bei Defekten rasch reagieren zu können. Durch diese Maßnahmen soll die Nachhaltigkeit des Projektes gestärkt werden.

An jeder Schule wurde eine große Einweihungsfeier abgehalten, zu der die Kinder, aber auch viele Eltern kamen. Hier wurde in kleinen Reden allen Beteiligten gedankt und die möglichen Funktionen der Anlagen erläutert. Hierdurch sollte der Gemeinde noch einmal bewusst gemacht werden, dass die Anlage der gesamten Gemeinde gehört und die Einnahmen auch den Kindern zugutekommen. Bei den Einweihungsfeiern kam stets bereits der CD-Spieler zum Einsatz und auch die Ingenieure ohne Grenzen mussten bzw. durften das Tanzbein mitschwingen.

Um die Verbindlichkeit in den Gemeinden noch weiter zu verstärken, wurden Betriebsbücher übergeben. Die Verantwortlichen mussten für den Erhalt der Anlage unterschreiben und sich für die zweckdienliche Nutzung der Anlage sowie deren Wartung verpflichten.

Eine zusätzliche große Ehre erfuhren die Ingenieure ohne Grenzen am Ende der Reise, weil der Oberbürgermeister von San Carlos, Jhonny Gutiérrez höchst persönlich mit dem Boot nach Los Guatuzos kam, um sich für unseren Einsatz und den Bau der Anlagen persönlich zu bedanken.

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