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IND-IOG04

18.04.2017 // 13:58

Indien: Bildung und Wassermanagement für einen Schulcampus

Das Mahabodhi Meditation Center MIMC and School soll auf mehreren Wegen dabei unterstützt werden, seinen Wasserverbrauch langfristig zu reduzieren und sparsam mit dem kostbaren Gut Wasser umzugehen.


  • Status:  Erkundung Implementierung Evaluation Abgeschlossen
  • Standort: Ladakh, Indien
  • Zielgruppe: Schüler und Verantwortliche des Campus
  • Zeitraum: 04/2014 bis 12/2014
  • Partnerorganisation: Mahabodhi Meditation Center MIMC and School Leh, Ladakh
  • Projektvolumen: ca. 10.000 Euro
  • Projektdatenblatt als PDF: PDF icon projektdatenblattabgeschlossenesprojektind-iog04.pdf
  • Projektkategorien: 

Ausgangssituation

Das Mahabodhi Meditation Center MIMC and School wurde 1992 von Bhante Sanghasena, einem buddhistischen Mönch, in Leh/Ladakh im Auftrag der Mahabodhi Organisation gegründet. Hier können Kinder aus weit entfernt liegenden Dörfern, aber auch Schüler aus den umliegenden Ortschaften, eine Schule besuchen, die sonst ohne Schulausbildung bleiben würden. Derzeit werden 430 Schulkinder bis zur 10. Klasse unterrichtet. Hinzu kommen Lehrkräfte und Verwaltungsangestellte. Mit dem Hospital, Altenheim und Gästehaus leben im Sommer ca. 600 Menschen auf dem Campus.

Das wenige Grün, auf dem ansonsten kargen Gelände, muss künstlich bewässert werden. Zurzeit verbinden Furchen die gepflanzten Bäume und versorgen sie so mit Wasser. Das dabei sehr viel Wasser verloren geht ist offensichtlich. Hinzu kommen nicht zu unterschätzende Verluste in den Rohrleitungen. Die Verantwortlichen des Campus sind sich dieser Probleme bewusst und haben uns gebeten, gemeinsam Lösungen zu entwickeln.

Projektbeschreibung

Im Zentrum der Projektfahrt, die im September diesen Jahres stattfand, stand die Durchführung von Workshops zu den Themen Abfall, Wasserversorgung und Abwasser. Es wurde in enger Abstimmung mit der der Schulleitung ein umfassendes Bildungskonzept erarbeitet. Die theoretischen Einheiten sollen von praktischen Aktionen ergänzt werden, um das Interesse der Schüler zu erhöhen. Gleichzeitig wurden auch die Lehrer geschult, damit die Workshops eigenständig weiter geführt werden können.

Wassereinsparungen sollen aber auch mit technischen Lösungen erreicht werden. In erster Linie wurde der Ausbau von Tröpfenbewässerungssystemen unterstützt und begleitet. Teile des Campus‘ wurden bereits vorher mit dieser Weise bewässert. Während der Projektdurchführung gab es viel zu tun. Es galt ein Konzept zur zukünftigen Wartung der Anlage zu entwickeln und dafür gezielt Personal vor Ort auszubilden sowie das gesamte Leitungsnetz auszubessern. Ziel dieser Maßnahmen ist die Senkung des Wasserverbrauches um etwa ein Drittel.

Für das dritte große Thema unserer Arbeit, die Verbesserung der Sanitärversorgung, wurden bei dieser Projektfahrt vor allem Daten erhoben. Ziel ist es, alle wichtigen Informationen zu den derzeit verwendeten Sickergruben zu sammeln und festzuhalten. Auch die Abwasserleitungen sind vielerorts von Leckagen betroffen, die möglicherweise ernsthafte Folgen für die Wasserqualität vor Ort haben.