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FJI-IOG01

02.02.2017 // 15:37

Fidschi: REEF – Renewable Energy for Fiji

Ziel des Projektes ist die Stromversorgung eines Schulkomplexes mit erneuerbarer Energie auf Ono, einer abgelegenen Fidschiinsel.



Ausgangssituation

Fidschi ist eine isolierte Inselgruppe mit 900.000 Einwohnern im Südwestpazifik und liegt etwa 2.100 Kilometer nordöstlich von Neuseeland. Die pazifischen Inselstaaten, zu denen auch Fidschi gehört, sind besonders anfällig für die negativen Auswirkungen des Klimawandels.

Aufgrund des mangelnden Zugangs zu elektrischer Energie wird vor allem die ländliche Bevölkerung in ihrer Entwicklung behindert. Auf entlegenen Inseln wurden im begrenzten Umfang Stromnetze mit Dieselgeneratoren aufgebaut, die aber wenig genutzt werden. Zum einen fehlt es der Bevölkerung an den finanziellen Mitteln, Treibstoff zu kaufen und zum anderen werden die Netze nicht gewartet, auch weil die lokalen Nutzer hierfür nicht ausgebildet wurden.

Im Dorf Vabea auf der Insel Ono befinden sich ein Kindergarten und eine Grundschule, die momentan von insgesamt 46 Kindern besucht werden. Neben den insgesamt fünf Klassenräumen und zwei Schlafsälen besteht der Komplex aus vier Unterkünften für das Lehrpersonal und einer Küche mit angeschlossenem Ess-und Gemeinschaftsraum. Vor einigen Jahren wurde am Schulkomplex ein Dieselgenerator installiert, der aber seit einiger Zeit wegen eines Schadens außer Betrieb ist. Momentan besteht die Energieversorgung der Schule aus einem privat zur Verfügung gestellten Dieselgenerator, die Kosten für den Treibstoff werden von der Schule getragen.

Projektbeschreibung

Ziel des Projektes ist die Versorgung des Schulkomplexes mit regenerativer Energie. Aufgrund der lokalen Umstände bietet sich hier Sonnenenergie an. Auf diese Weise sollen die Schlafräume und Klassenzimmer beleuchtet werden. Neben der Beleuchtung aller Gebäude soll es auch die Möglichkeit geben, Mobiltelefone aufzuladen (Notfallkommunikation, Einkommensgenerierung). Zudem sollen der Computer und Drucker der Schule betrieben werden, um die allgemeinen Lehrbedingungen zu verbessern und eine funktionierende Administration zu gewährleisten.

Während der Erkundung fanden neben zahlreichen Gesprächen mit Vertretern von Regierung, Universität, Händlern und politischen Institutionen auch Besuche von zwei Dörfern statt. Im Rahmen dieser Besuche wurden die Voraussetzungen für die Installation von Anlagen zur Energiegewinnung mittels erneuerbarer Energien geprüft.

Im Februar 2015 befanden sich zwei Mitglieder von Ingenieure ohne Grenzen e.V. vor Ort um die Installation der Photovoltaik-Anlage zu betreuen. Die Schulung von Wartungspersonal war ein weiterer zentraler Bestandteil des erfolgreich abgeschlossenen Implementierungsaufenthalts.