abgeschlossenes_Projekt_Demokratische Republik Kongo: Straßenbrückenbau in Yaloya

22.11.2017 // 17:12

Demokratische Republik Kongo: Straßenbrückenbau in Yaloya

Schaffung von Transportmöglichkeiten für die Landwirtschaftlichen Produkte der Kleinbauern und Kleinbäuerinnen.


  • Status:  Erkundung Implementierung Evaluation Abgeschlossen
  • Standort: Yaloya, Demokratische Republik Kongo
  • Zielgruppe: Kleinbauern und Kleinbäuerinnen
  • Zeitraum: 11/2013
  • Projektvolumen: ca. 7.900 Euro
  • Projektkategorien: 

Ausgangssituation

Yaloya liegt mitten im kongolesischen Regenwald. Es fehlt an einer staatlichen infrastrukturellen Anbindung der Region. Die bestehende Infrastruktur wird von MissionarInnen vor Ort aufrecht gehalten, die oftmals vornehmlich Entwicklungszusammenarbeit leisten. Der Bau einer Nationalstraße durch den kongolesischen Staat, welche den Transport und Verkehr in den Süden des Landes wieder ermöglichen würde, ist in Planung. Außerdem fehlen in der Region viele kleine Brücken aus Holz und eine große belastbare Brücke.

Projektbeschreibung

Zielsetzung ist die Schaffung von Transportmöglichkeiten für die Landwirtschaftlichen Produkte um weider Anreize für den Anbau und den Verkauf von tierischen Produkten zu schaffen. Um hier die Infrastruktur wieder richtig herstellen zu können, ist eine Erkundung durch ein Projektteam von Ingenieure ohne Grenzen vor Ort notwendig. Hierbei soll zum einen die Bauweise der bestehenden Holzbrücken analysiert werden, zum anderen soll daraus ein Modell entstehen, auf dessen Basis die HandwerkerInnen vor Ort mit einfachen Mitteln solche Holzbrücken selbst bauen und unterhalten können. Hierzu müssen in Zusammenarbeit mit den HandwerkerInnen vor Ort die möglichen Baumaterialien geprüft werden. Auch soll untersucht werden, wie die Wiederlager errichtet werden können. Sinn der Erkundung ist demnach eine qualifizierte Planung der Brücken durchzuführen, sowie Möglichkeiten für eine angestrebte Implementierung zu prüfen.

Ein weiteres großes Probem in der Region ist die Plünderung des Regenwaldes, wodruch verschiedene im Regenwald lebende Tierarten gefährdet werden. Die Unterteilung des Waldes in drei Zonen könnte dieses Probelm eindämmen. Die Zone, die direkt an die Straße grenzt soll Privatbesitz sein, darf demnnach wirtschaftlich genutzt und mit Gebäuden und Feldern bebaut werden. Die zweite Zone wird Gemeinschaftsbesitz und von der Bevölkerung gemeinschaftlich wirtschaftlich genutzt. Die dritte Zone umfasst ca. 90% des gesamten Regenwaldgebietes und soll als geschütztes Gebiet deklariert werden.

Aus der Erkundung im Jahr 2014 ergab sich leider die Erkenntnis, dass eine Implementierung zum jetzigen Zeitpunkt nicht stattfinden kann. Ein Brückenbau ist erst umsetzbar, sobald die Hauptstraße in der Region vollständig ausgebaut ist. Wenn diesgeschehen ist, wird eine folgende Projektimplementierung erneut geprüft.