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Brückenbau, Ruanda

07.06.2019 // 09:18

Ruanda: Zusammenarbeit mit dem Kigali Institute of Science and Technology (KIST)

In Ruanda besteht ein großer Bedarf an Fußgängerbrücken. Jährlich kommen Menschen bei dem Versuch ums Leben, Hochwasser führende Flüsse zu Fuß zu durchqueren. Der Verein Ingenieure ohne Grenzen - Regionalgruppe Stuttgart/ Brückenbau und das Kigali Institute of Science and Technology (KIST) haben es sich zum Ziel gesetzt, dieser Problematik durch den Bau von Fußgängerbrücken entgegenzuwirken.


  • Status:  Erkundung Implementierung Evaluation Abgeschlossen
  • Standort: Ruanda
  • Zielgruppe: landliche Bevölkerung
  • Zeitraum: 01/2005
  • Partnerorganisation: Kigali Institute of Science and Technology (KIST)
  • Projektkategorien: 

Ausgangssituation

Ingenieure ohne Grenzen e.V. und KIST führten bereits mehrere Projekte gemeinsam in Ruanda durch. 2004 wurden von Studenten aus Ruanda und Deutschland 10 Standorte untersucht, an denen der Bau von Brücken dringend erforderlich ist. Einer dieser Stantorte war Nyagisenyi, wo im Jahr 2005 die erste Brücke in Zusammenarbeit zwischen KIST und IngoG realisiert werden konnte. An einem weiteren Ort, Kirambo konnte 2006 eine alte Autobrücke wieder aufgebaut werden.

Projektbeschreibung

Im Rahmen des Mondialogo Engineering Awards, eines Wettbewerbs, bei dem Studenten aus entwickelten- und nicht entwickelten Ländern dazu eingeladen sind, technische Entwicklungshilfeprojekte gemeinsam zu entwickeln, haben sich die Studenten Martin Musabyimana, Pierre Claver Utabazi, Joachim Schneider und Sandra Timmermann, Gedanken zu einem neuen Brückensystem gemacht.

Ziel war es zum einen, ein modulares Baukastensystem für den Brückenbau zu entwickeln. Dieses System soll es ermöglichen, schnell, einfach und kostengünstig mit heimischen Baustoffen und ungelerntem Personal an verschiedenen Standorten Brücken zu bauen. Im Rahmen seines zweimonatigen Ruandaufenthaltes befasst sich Joachim Schneider z.Z. mit der Projektvorbereitung vor Ort. Gemeinsam mit Mitarbeitern es Deutschen Entwicklungsdienstes wurde der Standort für den Brückenbau in einem Armenviertel in Kigali ausgewählt.

Ein weiteres Ziel war die Integration dieses Projektes in den Studienplan von den Bauingenieurstudenten des KIST. Die Zusammenarbeit zwischen IngoG und KIST soll so erfolgen, dass ein Team bestehend aus deutschen und ruandischen Studenten kontinuierlich, von der ersten Standortuntersuchung bis hin zur Realisierung des Brückenbaus innerhalb eines Jahres eine Brücke plant und realisiert. Ingenieure ohne Grenzen liefert hierfür das Hintergrundwissen. In einzelnen Modulen soll den Studenten Grundlagenwissen im Bereich Brückenbau vermittelt werden.

Im Rahmen der Zusammenarbeit zwischen KIST und INGOG konnte auf das Vermessungsgerät, sowie das geotechnische Labor der Hochschule zurückgegriffen werden. Gemeinsam mit drei Studenten des KIST wurde am 30. Oktober der Standort GITEGA aufgemessen. Neben der Entnahme der benötigten Bodenproben wurde auch eine Verkehrszählung am Standort durchgeführt. Auf der einen Seite des Kanals befinden sich eine große Grundschule, sowie ein Wohngebiet. Auf der anderen Seite befinden sich eine Kirche sowie der Markt von Kimisagara. Während der Verkehrzählung wurden zwischen 8:45 Uhr und 10:00 Uhr in der einen Richtung 402, in der anderen Richtung 350 Passanten gezählt. Die Brücke wird also stark frequentiert. Dieses Jahr wird sich das ruandisch-deutsche Team mit der Ausführungsplanung der Brückenkonstruktion beschäftigen, um im März nächsten Jahres das Projekt zu realisieren.

Dieses Projekt wurde erfolgreich abgeschlossen. Wir bedanken uns bei allen Menschen, die uns mit ihrer Mitarbeit und ihren Spenden unterstützt haben, um dieses Projekt zu realisieren.