ZWE-IOG01

10.12.2018 // 16:12

Simbabwe: Wasserversorgung für Danga

Bereits seit 20 Jahren pflegt die Evangelisch-lutherische Partnerschaftsgruppe Hannover-Simbabwe den Kontakt zur Partnergemeinde Chegato/Danga in Simbabwe. Nach den politischen und wirtschaftlichen Wirren der letzten Jahre sind die Menschen dort mehr denn je auf Selbstversorgung angewiesen, insbesondere mit dem raren Gut Wasser. Auch den Einwohnern des Gemeindekreises Danga im Bezirk Midlands, der 160 Km südlich der nächsten Großstadt Bulawayo liegt, fällt die Versorgung mit Wasser sehr schwer. Diese Situation soll in einem neuen Projekt verbessert werden.


  • Status:  Erkundung Implementierung Evaluation Abgeschlossen
  • Standort: Danga, Simbabwe
  • Zielgruppe: Einwohner des Gemeindekreises Danga
  • Zeitraum: 05/2011
  • Partnerorganisation: Evangelisch-lutherische Partnerschaftsgruppe Hannover-Simbabwe
  • Projektkategorien: 

Ausgangssituation

Durch die Zusammenarbeit im Rahmen der kirchlichen Partnerschaft Hannover-Chegato/Danga konnten neben dem Kennenlernen des jeweils anderen Kulturkreises, dem Entdecken des gemeinsamen Glaubens und vielen persönlichen Kontakten auch vielfältige Verbesserungen vor Ort erreicht werden. Zu den bisherigen Projekten zählen unter anderem der Bau eines Gäste-/Lehrerhauses, einer Maismühle, eines Staudamms, einer Geflügelfarm sowie einer neuen Kapelle. Daneben wird aus Spenden das Schulgeld für zahlreiche AIDS-Waisen übernommen, denen so ein Zugang zu Schulbildung und eine sichere Unterkunft ermöglicht werden.

Das Gebiet ist sehr trocken und geprägt von spärlicher Besiedlung und wenig Landwirtschaft. Die Gemeindeeinrichtungen sowie die Schulen bilden den Kern des sozialen Lebens in dieser Region. Infrastruktur zur Gewinnung, Aufbereitung, Speicherung und zum Transport von Trink-/Brauchwasser ist nicht vorhanden. Das Wasser muss in Eimern von Frauen und Kindern zu Fuß aus entfernt liegenden Stauseen zu den Schulen, Siedlungen und Feldern transportiert werden. Abkochen bildet derzeit den einzigen Aufbereitungsschritt.

Projektbeschreibung

Vertreter aus Danga hatten bereits einzelne Brennpunkte mit besonderen Wasserversorgungsproblemen ausgemacht. Für die Planung eines konkreten Projekts waren zwei Ingenieur/innen der Regionalgruppe Hannover im Juli 2011 auf einer dreiwöchigen Erkundungsreise in dem Gebiet unterwegs, um einen detaillierten Einblick in die Situation vor Ort bekommen zu können(siehe weiter unten). Für die Schwerpunkte Wasserversorgung der Schulen, Trinkwasserspeicherung in der Nähe öffentlicher Einrichtungen sowie Bewässerung von Feldern sollten Fragen des Bedarfs, der Wasserressourcen sowie der Möglichkeiten angepasster technischer Lösungen geklärt werden.

In einer zweiten Phase soll die konkrete Entwicklung einer oder mehrerer Maßnahmen durch die Bevölkerung vor Ort mit Unterstützung der Ingenieure ohne Grenzen und der evangelisch-lutherischen Partnerschaftsinitiative umgesetzt werden. Zurzeit erfolgt die technische Detailplanung sowie die Entwicklung eines Bewirtschaftungskonzeptes für die Wiederherstellung eines Wasserversorgungssystems für Danga.