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Blog der Regionalgruppe Dresden

18.11.2016 // 17:14

Verbesserung der Sanitärversorgung an Schulen in Kenia

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Mitte dieses Jahres haben wir uns dazu entschlossen in unserer Regionalgruppe ein neues Projekt zu beginnen. Dazu haben wir uns mit der Aktionsgemeinschaft für Kinder- und Frauenrechte e.V “Akifra“ zusammengesetzt und überlegt, in welchem ihrer Projekte wir sie am sinnvollsten unterstützen können. Dabei kristallisierte sich recht schnell ein Projekt an einer Grundschule, dem Father Michael Witte Education Centre, in Kandongu in Kenia heraus, an der derzeit 216 Kinder von der Vorschule bis zur sechsten Klasse unterrichtet werden. Mehr über das Projekt von “Akifra“ erfahrt ihr auf der Homepage http://akifra.org/projekte/laufende-projekte/kandongu-kenia/

Unser gemeinsames Ziel ist es, die Sanitärversorgung der Schule nachhaltig zu verbessern, was durch den Bau von sogenannten Trocken-Trenntoiletten erreicht werden kann. Diese haben gegenüber den weit verbreiteten Grubenlatrinen verschiedene Vorteile. Die Ausscheidungen werden bei den Trenntoiletten aufgefangen und können so nicht im Boden versickern und das Grundwasser verschmutzen. Das beugt der Verbreitung vieler Krankheiten, wie Durchfall, Cholera, Wurm- und Augeninfektionen vor. Diese Krankheiten sind besonders für Kinder sehr gefährlich und können nicht selten sogar tödliche Folgen haben. Außerdem können die gesammelten Ausscheidungen zu Dünger verarbeitet und stofflich genutzt werden, was der Landwirtschaft zugutekommt. Nicht zuletzt ist die Ausgrabung und Entleerung der Sickergruben kostenintensiv und würde durch die Nachhaltigkeit der Trocken-Trenntoiletten entfallen.

In der Abbildung ist die Funktionsweise einer Trocken-Trenntoilette schematisch dargestellt. Spezielle Toiletten-Sitze sorgen für die Trennung von Urin und Kot, welche in verschiedenen Behältern aufgefangen werden. Der Kot wird außerdem nach jedem Toilettengang mit Sägespänen, Stroh oder Asche bedeckt, was die Trocknung begünstigt. Die Kammer, in der die Behälter stehen, besitzt ein Abluftrohr. Durch schwarze Farbe auf der Kammer und dem Abluftrohr, heizt sich der Trockenbereich durch die Sonneneinstrahlung auf und erzeugt eine Ventilation durch das Abluftrohr. Die Trocknung wird dadurch beschleunigt und das Austreten von Gerüchen in die Toilettenkabine vermindert. Die Lagerung der Ausscheidungen und die Trocknung des Kots haben zur Folge, dass eventuelle Krankheitserreger absterben. Kot und Urin (mit Wasser verdünnt) können im Anschluss als Dünger verwendet werden. Diese Möglichkeit der Düngemittelproduktion kann einen weiteren Schritt zur Selbstversorgung der Schule bedeuten, da hierdurch beispielweise der Anbau von Lebensmitteln für den eigenen Gebrauch oder zum Verkauf verbessert werden kann.

Für uns als Ingenieure ohne Grenzen bedeutet Qualität, dass ein Projekt erst dann erfolgreich abgeschlossen ist, wenn es die Menschen vor Ort selbstständig weiterführen können. Deshalb ist es uns wichtig, dass neben und mit der technischen Umsetzung eines Projektes auch möglichst viel Wissen und Motivation an unsere Projektpartner vermittelt wird. In unserem  Projekt könnte dies beispielsweise durch Schulungen zu Themen wie Hygiene und der Nutzung von Düngemitteln realisiert werden.

Ein genaues Konzept zur Umsetzung kann allerdings erst nach einer vorherigen Erkundung der Schule und des Ortes gemeinsam mit den lokalen Projektpartnern erarbeitet werden. In der Erkundungsphase ihres sehr ähnlichen Projektes befindet sich derzeit  die Regionalgruppe Freiberg. Für das Frühjahr 2017 ist eine dreiwöchige Reise an die Nyasanja Primary School in Kanam in Kenia geplant. https://ingenieure-ohne-grenzen.org/de/projekte/ken-iog11 Durch die thematische und auch lokale Nähe unserer Projekte bietet sich hier eine enge Zusammenarbeit an, was die Organisation und Planung erleichtert, da Informationen und Erfahrungen ausgetauscht und gemeinsam genutzt werden können.

Über den weiteren Verlauf unserer Projekte werden wir regelmäßig auf unseren Blogs hier auf der Homepage informieren. Dranbleiben lohnt sich also!

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