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Blog des Projekts Nepal: Wiederaufbauhilfe in Lurpung

04.03.2018 // 19:30

Update März 2018 – Weitere Haussanierungen finden statt

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Wie berichtet, waren ab Mitte November zwei weitere Mitglieder unseres Projektteams, Gerhard und Jan, für drei Wochen in unserem Projektdorf Lurpung. Sie haben bei der Mustersanierung des Wohnhauses und dem Innenausbau des Lehrerhauses mitgewirkt.
Während ihres Aufenthalts war zu sehen, dass immer mehr Bewohner ihre Häuser sanieren oder neu bauen: Anfang Dezember befanden sich 8 Häuser im Neubau, die meisten davon beim Bau des Fundamentes bzw. kurz danach. In einigen waren in den Ecken schon einzelne Eisenstäbe zu sehen. Dies lässt vermuten, dass die Anwohner nach den Plänen und mit Unterstützung der Regierung bauen. Die Bauweise gemäß Förderrichtlinien der Regierung ist jedoch nicht erdbebensicher, sondern „nur“ einsturzsicher. Weitere Häuser, die stark beschädigt sind, wollen diesen Beispielen folgen. Die Regierung bietet aktuell jedem, der nach ihren Plänen baut, eine Unterstützung von 3 Lakh (300.000 NPR, ca. 2.400 EUR) und ein zinsloses Darlehen von noch einmal 3 Lakh an. Das Problem bei der Unterstützung durch den Staat ist, dass die Bauherren dann keine weitere Unterstützung durch eine NGO annehmen dürfen.

Gut zwei Monate nach den letzten Ausreisenden ist seit dem 19. Februar nun ein weiteres Mal Christoph, unser Projektleiter, für vier Wochen vor Ort. Er hat sich zunächst bei einer ausführlichen Begehung aller laufenden Bauvorhaben ein detailliertes Bild vom Stand der Arbeiten gemacht. Es zeigte sich, dass bei zwei bereits sanierten Wohnhäusern an vielen Stellen – gemessen an unseren planerischen Vorgaben – Änderungen oder Nacharbeiten erforderlich sind. Diese wurden im Einzelnen schriftlich festgehalten.
Damit unsere Vorgaben für erdbebensicheres Bauen künftig besser eingehalten werden, haben wir vor, einen nepalesischen Bauingenieur o.ä. einzuschalten, der die Sanierungsarbeiten regelmäßig überprüft, vor allem wenn niemand vom Projektteam vor Ort ist.

Die Wohnhaus-Mustersanierung ist inzwischen praktisch abgeschlossen. Das Haus steht wieder, wie früher, für Volontäre und Gäste zur Verfügung – nun mit einem zusätzlichen Bad und WC, neuen Fenstern und Türen und wieder hergestelltem Dachgeschoss.

Beim Lehrerhaus ist der Innenausbau weiterzuführen, vor allem die Sanitär- und Elektroinstallation. Hieran wurde seit Ende 2017 wenig getan, weil die verfügbaren Arbeitskräfte außerhalb der Monsunzeit vorzugsweise mit Außenarbeiten beschäftigt sind. Nun soll es aber innen weitergehen, damit die Lehrer möglichst zum Schuljahresbeginn im Mai dort einziehen können.

Weitere drei Wohnhäuser beginnen mit der Sanierung – hierfür wird die Trockenzeit genutzt, weil der Dachstuhl ja temporär abgetragen werden muss. Christoph berät die Bewohner und passt die generellen Sanierungsmaßnahmen an die individuellen baulichen Randbedingungen und die festgestellten Schäden an.

Ein Erdbeben-Spezialist von der Uni Kathmandu will sich unsere Mustersanierungen anschauen. Wir erhoffen uns von seinem Urteil eine gute Möglichkeit, von staatlichen Stellen anerkannt und unterstützt zu werden.

Für die restlichen zu sanierenden Häuser in Lurpung und Hunderte in der Region sind wir auf weitere finanzielle Unterstützung angewiesen.

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