Blog des Projekts Äthiopien: Gereb Tsedo Grundschule

08.10.2018 // 16:53

Tag 4 und 5

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Donnerstag(27.09.2018) Meskel Fest

Heute war der eigentliche Meskel Feiertag zu ehren der Kreuzfindung durch die Hl. Helena. Die Büros und die meisten Geschäfte der Gegend sind geschlossen. Es gab also keine offiziellen Termine, sondern die Gelegenheit die Kultur in Äthiopien live zu erleben und zu spüren. Im Hotel hatten wir einen guten Freund des Hotelmanagers kennengelernt. Er bot uns an, ihn zur großen Zeremonie in der Stadt zu begleiten. Kurz vor Mittag erreichten wir eine große Wiese am Rande der Stadt, auf der sich bereits viele Menschen rund um einen großen Haufen aus aufgeschichtetem Holz versammelt hatten. Auf der Spitze war ein bunt geschmücktes Kreuz aufgestellt.
Bald wurde das Feuer im Zentrum der Wiese entfacht. Einige Reiter galoppierten in prächtigen Gewänder gehüllt um das Freudenfeuer, mit dem auch das Ende der Regenzeit und der Beginn des neuen Jahres in Äthiopien gefeiert wird. Die Gebete der Priester auf Ge`ez, der uralten Sprache die in der Liturgie der Äthiopisch-Orthodoxen Kirche verwendet wird, mischen sich mit dem Jubel der Menschen, deren Blicke erwartungsvoll auf die lodernden Flammen gerichtet sind.
Bald sackt der Holzhaufen durch das Feuer in sich zusammen und das Kreuz auf der Spitze neigt sich in unsere Richtung. Die Begeisterung der Menge steigt und nachdem das Kreuz endgültig in unsere Richtung fällt, bricht sie in frenetischen Jubel aus und viele Menschen beginnen lachend zu tanzen.Unser Begleiter erklärt uns, dass es Glück für das kommende Jahr verspricht. Beseelt von diesem guten Omen machten wir uns auf den Weg zum Hotel und trafen in der ganzen Stadt immer wieder auf singende und tanzende Gruppen.

Freitag(28.09.2018)

Heute ging es wieder an die Arbeit. Um Neun wurden wir zum Hauptcampus der „Mekelle University“ gefahren, zum Treffen mit einem Professor aus der Fachrichtung für Bauingenieurwesen. Auch er berichtete über Schwierigkeiten bei der Wasserversorgung der Stadt. Weitere Themen waren die örtliche Bauwirtschaft, sowie die Zusammenarbeit der Universität mit mehreren Hochschulen in Deutschland und die enorme Bedeutung des Wissens- und Erfahrungsaustausches für alle Beteiligten. Beim anschließenden Spaziergang über den Campus bekamen wir ein Bild vom Studentenleben in Äthiopien. Lernen, Leben und die Versorgung findet in der Regel hier statt und die Gemeinschaft wird auch hier groß geschrieben.
Am Nachmittag begleitete uns Kalayu in die Stadt. Um mehr über die Geschichte und die Bedeutung von Mek`ele für die Region Tigrey zu lernen war ein Besuch im Palast Museum vorbereitet worden, dass Kaiser Atse Yohannes IV im 19ten Jahrhundert als Amts- und Wohnsitz gedient hatte. Die bewegte Geschichte der Stadt und auch ihre Bedeutung im internationalen Kontext sind beeindruckend.

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