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Blog des Projekts Kamerun: Trenntoiletten für eine Grundschule in Ebendi

14.02.2016 // 19:18

Tag 15 – 20.12.2011

Am Dienstag, den 20.12.2011, blieb uns nur übrig, unsere Rückreise vorzubereiten. Terence holte uns am Morgen vom Hotel ab und fuhr mit uns in die Stadt. Als erstes besorgten wir die Bustickets für die Rückreise mit dem Bus nach Douala am nächsten Tag. Die Fahrt sollte um 9 Uhr mit einem großen Bus starten. Außerdem brauchten wir noch Geld um unsere Rechnungen im Hotel und gegenüber Terence zu begleichen. Nach den schlechten Erfahrungen mit den Geldautomaten in den vergangenen Tagen hier, waren wir erleichtert, als alles reibungslos geklappt hatte.

Terence lud uns ein, mit ihm zum PEECAS-Büro zu erfahren, da er dort noch eine Arbeit beenden müsse. Anschließend wollten wir mit ihm noch in den Kunsthandwerker-Shop oberhalb von Bamenda fahren, um eventuell ein paar Andenken für die Lieben zuhause zu erwerben. Wir willigten ein und wurden dadurch Zeuge, wie man in Kamerun ein Fundament gießt.

Callistus hatte aus Deutschland 2 Solarmodule mitgebracht und vom Schlosser 2 Gestelle bauen lassen, um sie in ca.2 m Höhe aufstellen zu können. Sie waren auf die Gestelle montiert und sollten nun in einem ausgehobenen Loch nebeneinander aufgestellt und durch ein Betonfundament im Boden verankert werden. Die Ausrichtung sollte genau Richtung Süden zeigen. Die Gestelle wurden also aufgerichtet und mit unserer Hilfe am Umfallen gehindert. Eine Wasserwaage war offensichtlich nicht vorhanden. Man verließ sich eher auf das gesunde Augenmaß. Mein Vorschlag, die Gestelle an den oberen Rahmen der Solarmodule zu verbinden und somit gegeneinander zu fixieren, wurde danach mit Drahtverbindungen umgesetzt. Die Fixierung im Boden geschah dann mit großen Steinen, die zur Genüge auf dem Grundstück vorhanden waren, bis die Gestelle einigermaßen stehen blieben und dem Augenmaß der Erbauer genügten. Danach wurde auf dem Boden Kies mit Zement und Wasser von Hand gemischt und das Fundament unter Zuhilfenahme von weiteren Steinen ausgegossen.

Als diese Arbeiten erledigt waren, lud uns Callistus zu seiner Mutter zum Abendessen ein. Eigentlich hatten wir Terence zum Abschiedsessen am Abend im ‚Dreamland-Restaurant’ eingeladen, wo wir am ersten Abend in Bamenda mit ihm gespeist hatten. Dieser war aber schnell bereit, darauf zu verzichten, da er den Hauptanteil an den Arbeiten am heutigen Tage leisten musste und daher müde und verschwitzt war. Wir verabschiedeten uns von ihm und verabredeten uns für den nächsten Morgen, um uns mit unserem großen Gepäck zur Busstation zu bringen.

Mit Callistus fuhren wir dann, nicht ohne auf dem Weg ein Geschenk für seine Mutter zu kaufen, zu dem Haus seiner Eltern. Es liegt in einem Vorort von Bamenda an einer sehr schlechten Straße. Aber es ist für kamerunische Verhältnisse, wie wir sie bisher kennengelernt hatten, sehr gut ausgestattet, mit einem sehr großen Wohnzimmer und einem Essbereich, wie wir ihn aus Europa kennen. Es deutet also einen gewissen Wohlstand seiner Bewohner an.

Das Essen war entsprechend reichhaltig mit mehreren Gängen und Nachtisch. Mir fiel zum wiederholten Male auf, dass die Frauen nicht mit am Essen teilnehmen, sondern erst wenn die Männer fertig sind, ihr Essen verspeisen. Das war bei Etienne in Douala so und auch bei Terence am Abend vorher. Auf Nachfrage meinte Callistus Mutter, sie habe noch etwas in der Küche zu tun gehabt. Als wir fertig waren, setzte sie sich dann mit ihrem Teller zu mir an den Tisch und wir konnten uns noch ein wenig unterhalten.

Es war aber auch inzwischen Zeit, Abschied zu nehmen. Wir bedankten uns herzlich für das leckere Essen und Joseph Akuma fuhr mit uns zurück zum Hotel. Dort angekommen besprach er noch mit uns die von Peter vorbereitete Zusammenstellung der möglichen Optionen für die Gespräche mit der GIZ in Düsseldorf. Man fand eine gemeinsame Formulierung und Joseph Akuma versprach dies mit seinen PEECAS-Mitgliedern zu diskutieren und weiter zu bearbeiten. Nachdem er sich von uns schließlich verabschiedet hatte, bezahlten wir unsere Hotelrechnung und packten unsere Koffer. Am nächsten Morgen sollten wir früh genug zum Bus aufbrechen können. Auf der Rückreise nach Douala durfte nichts schief gehen, damit wir rechtzeitig am Abend den Flieger nach Paris erreichen.

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