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Blog des Projekts Kamerun: Trenntoiletten für eine Grundschule in Ebendi

14.02.2016 // 19:17

Tag 14 – 19.12.2011

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Heute ist Montag, der 19.12.2011, und der Tag der großen Abschlussbesprechung mit den Vertretern von PEECAS und von Ebendi. Wir haben uns schon recht früh abholen lassen, um vor der Besprechung noch etwas nachzuholen, was am Samstag in Ebendi nicht durchgeführt werden konnte.

Ich hatte beim Aufräumen in Deutschland eine Kiste mit Legosteinen meiner Enkelkinder gefunden und war dabei auf die Idee gekommen, mit diesen Legosteinen eines dieser Toilettenhäuser nachzubauen. Damit sollten die Schüler in Ebendi dann die Gelegenheit bekommen, die Bauweise und Funktion der Toiletten spielerisch zu erlernen. Ich übergab also diese Kiste an meinen Enkel Justin, der in seinen 15 Lebensjahren sehr viel Erfahrung mit diesen Legosteinen sammeln konnte, und bat ihn anhand der Zeichnungen in dem Flyer, eines der Toilettenhäuser nachzubauen. Er nahm sich dieser Aufgabe mit Hingabe an und nach einer Woche übergab er mir das auf dem Foto unten dargestellte Gebäude. Nachdem ich es fotografiert hatte, nahm ich es Stück für Stück auseinander, packte die zusammengehörigen Bausteine in separate Plastikbeutel, um in Ebendi mit einigen Schülern das Ganze nachbauen zu können.

Bei dem Besuch in Ebendi blieb dafür aber keine Zeit mehr, sodass ich schließlich mit Emerencia vereinbarte, dies mit ihr vor der Besprechung heute nachzuvollziehen, damit sie es später den Lehrern und Schülern der Schule weitergeben kann. So saßen wir also kurz nach 9 Uhr zusammen am Tisch im PEECAS-Büro, ich packte die mitgebrachten Steine aus und erklärte und zeigte ihr, wie man damit das Haus aufbauen kann. Das Ergebnis kann sich angesichts unserer Unerfahrenheit mit Lego sehen lassen, wie man dem zweiten Foto entnehmen kann. Zum Ende haben wir alles wieder auseinander genommen und verpackt, damit die Schulkinder in Ebendi damit ihre Freude haben können.

Inzwischen waren die Vertreter von PEECAS nach und nach eingetroffen, um an dem Abschluss­gespräch teilzunehmen. Callistus, unser Ansprechpartner in Deutschland, war zwar anwesend, nahm an dem Gespräch aber nicht teil. Dies sollte die Angelegenheit der Kameruner Mitglieder sein und bleiben. Es wurden die persönlichen Eindrücke der Vorgänge in der vergangenen Woche und die Rückschlüsse daraus besprochen, diskutiert und die Vorgehensweise in der Zukunft abgeleitet.

Zum Schluss brachte dann Callistus doch noch ein Problem zur Sprache, das aus einem Missverständnis uns gegenüber entstanden war. Er war der Meinung, dass wir bereits mit gefüllten Spendenkassen nach Kamerun angereist wären und daher auch kurz nach unserer Erkundung mit dem Bau anfangen würden. Da dies aber noch nicht soweit ist und wir in der Regenzeit von April bis Oktober nichts unternehmen können, haben wir den Beginn der Baumaßnahmen für Anfang November 2012 geplant. Callistus sieht dadurch Probleme gegenüber seinem Geldgeber, der GIZ in Düsseldorf, auf sich zukommen. Wir haben dazu Lösungsvorschläge gemacht und verschiedene Optionen ausgearbeitet. Die Initiative, diese mit der GIZ zu besprechen und zu verhandeln, muss aber allein von Callistus ausgehen. Wir können ihm dabei nur unsere Hilfe und Unterstützung zusagen.

Gegen 16 Uhr löste sich die Versammlung dann langsam auf. Wir verabschiedeten uns bis zum Ende 2012 und fuhren mit Terence zurück in die Stadt. Er hatte uns für diesen Abend zu sich nach Hause und zum Essen eingeladen. Auf dem Weg zu seinem Haus besuchten wir noch einen Schlosser, der schon verschiedene Metallarbeiten für PEECAS angefertigt hat. Er war leider nicht zu hause, seine Werkstattausrüstung hatte er aber vor seinem Haus zurück gelassen. Wir konnten so einen Eindruck davon gewinnen, mit welchen Werkzeugen und unter welchen Bedingungen man in Kamerun solche Arbeiten abwickelt. Peter, der auch Sicherheitsbeauftragter in seiner Firma ist, und mir standen ‚die Haare zu berge’! Die Bilder unten geben das, was wir meinen, wieder.

Bei ihm zuhause angekommen führte er uns als erstes seine Musikanlage vor, was wegen der ständigen Stromausfälle nicht so einfach war. Aber er hat für solche Ereignisse vorgesorgt, indem er seine ‚Notstromversorgung’ einschaltet. So konnten wir seine afrikanischen Musikkonserven ausgiebig anhören. Zum Essen gab es das kamerunische Nationalgericht ‚Huckleberry Kati-Kati’, das wir schon einige male im Restaurant vergeblich bestellt hatten, da es meistens ausverkauft war. Es besteht aus Maisbrei mit spinatartigem Gemüse und Hühnchenfleisch. Zum Dessert gab es frische Papayas und gekochte Maiskolben. Es schmeckte alles sehr lecker!

Zum Abschluss zeigte er uns dann noch seinen ‚Probenraum’ in dem er sich mit seinen Freunden von der Rhythmus- und Tanzgruppe regelmäßig trifft. Peter musste als ‚Hobby-Drummer’ die vorhandenen Trommeln gleich ausprobieren, was in einer ausgelassenen Jamsession mündete.

Schließlich hatten wir uns ordentlich verausgabt und ich führte seiner Frau und seinen Kindern noch die Videoaufnahmen von der Tanzveranstaltung am Sonntagnachmittag vor. Speziell die Kinder waren über das nicht alltägliche ‚TV-Programm’ begeistert.

Nach einem langen Tag fuhr uns Terence dann zurück zum Hotel und versprach uns am nächsten Morgen abzuholen, um die Bustickets für die Rückfahrt nach Douala am Mittwoch und verschiedene andere Dinge zu erledigen. Wir bedankten uns für den schönen Abend und das leckere Essen und fielen anschließend müde in unsere Hotelbetten, nachdem wir unsere Koffer schon mal angefangen hatten zu packen.

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