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Blog des Projekts Kamerun: Trenntoiletten für eine Grundschule in Ebendi

14.02.2016 // 18:44

Tag 11 – 16.12.2011

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Am Freitag, den 16.12., haben sich die Wege von Peter und mir getrennt. Peter wollte unbedingt die Situation in Esu erkunden, wo es noch ein Projekt in Kamerun gibt. Er ist also früh am Morgen mit dem Jeep von PEECAS und Ephraim als Scout sowie Terence als Fahrer aufgebrochen, um die lange und strapaziöse Strecke dorthin zu bewältigen.
Ich dagegen, hatte mit Kenneth, dem Bruder von Callistus, vereinbart, dass er mich um 10 Uhr mit einem kleinen Auto abholt und wir einige touristisch interessante Plätze anfahren. Um 11:30 Uhr schließlich kam er mit einem Freund und einem ‚Riesenschiff’ von Auto vorgefahren und es konnte losgehen. Ich hatte mir überlegt, den Fonpalast in Mankon zu besuchen, um eventuell dort dem Fon guten Tag zu sagen. Der Fon ist hier so etwas wie der ungekrönte König in dem Stammesgebiet. Er wird, wenn der alte Fon gestorben ist, von einem Komitee ausgewählt und hat viele Frauen und Kinder. Er bewohnt seinen Palast, ein teilweise sehr großes Gebiet mit vielen Häusern für alle seine Familienmitglieder. Seine Untertanen dürfen ihn dort besuchen und bei Beachtung einer gewissen Hofetikette ihm ihre Sorgen und Nöte vortragen. Es gehört sich, dass man bei einem Besuch ein Geschenk mitbringt. Das ist im Normalfall eine Flasche Wein.
Ich hatte mich also mit einer Flasche Rotwein ausgerüstet, und mit gespannter Erwartung nach Mankon zu dem Palast aufgemacht. Nebenbei wollte ich auch noch das dortige Museum besuchen, das viele interessante Objekte aus den alten Zeiten Afrikas vor der Kolonisation beherbergen soll.
Als wir schließlich ankamen waren weder der Fon noch der für das Museum zuständige Beauftragte anwesend. Bevor wir unverrichteter Dinge wieder wegfahren konnten, hatten mich zwei mir unbekannte, aber durchaus vertrauenswürdige Kameruner angeboten mir einen Teil des Palastes zu zeigen. Sie führten mich komplett durch den Palast hindurch, an einem Auto des Fons und den Gemächern seiner Frauen vorbei in den hinteren Bereich. Schließlich landeten wir beim Schweinestall des Fons und ich durfte den anwesenden Schweinehirten begrüßen. Die Schweine des Fons waren auch alle anwesend. Nach einem kurzen Aufenthalt dort ging es wieder zurück, während meine beiden Begleiter mich um ein kleines Entgeld baten. Jetzt wurde mir klar, was der Sinn der ‚Führung’ war. Ich war mir plötzlich auch nicht mehr so sicher, nicht in dem verbotenen Bereich des Palastes gelandet zu sein. Zum Glück hatten mich meine Fremdenführer schon vermisst und waren mir suchend gefolgt. Wir haben den Ort dann ziemlich schnell verlassen, um nicht doch noch aufzufallen. Meine beiden ‚Führer’ hatten sich inzwischen auch aus dem Staub gemacht.
Als Ersatz für diesen Reinfall, beschlossen wir dann nach Bafut zu fahren, wo es einen noch größeren Palast mit einem Museum geben soll. Als wir ankamen war die Enttäuschung gleich wieder groß. Der Fon war auch hier abwesend. Stattdessen  tauchte aber nach kurzer Zeit sein Museumsbeauftragter auf und wollte uns für insgesamt 10.000 CFA durch den Palast führen.  Da ich soviel Kamerun Francs nicht mehr bei mir hatte, erklärte er sich bereit, auch Euro anzunehmen. Ein 20 Euroschein war ihm recht. Der war normal auch ca.13.000 CFA wert. Das er uns damit ‚über den Tisch zog’ war ihm offensichtlich egal. Er begann sehr schnell mit seiner Führung und man musste sehr genau hinhören, um möglichst alles zu verstehen.  Das Gelände ist sehr groß und stammte in Teilen schon aus der Zeit um 1560. Unterwegs machte er uns auch mit einer der Frauen des Fons bekannt, der man das sonst nicht angesehen hätte. Das Museum war allerdings ein Highlight. Es beinhaltet sehr viel alte Antiquitäten, wie Thronsessel, Waffen, Masken und Gewänder. Besonders stolz ist man darauf, dass man bei dem Krieg mit der deutschen Kolonialarmee um 1900  einige deutsche Soldaten töten konnte, was dem damaligen Fon sehr viel Ehre und Anerkennung eingebracht hat. Nachdem wir durch den Wohnbereich der Frauen in den inneren Bereich des Palastes geführt worden waren, verabschiedete sich der Führer von uns.  
Danach sind wir in den Kunsthandwerkladen in Bamenda gefahren und ich habe dort viele schöne und sehr große Schnitzereien und Skulpturen gesehen. Gekauft habe ich schließlich nur ein paar Kleinigkeiten für die Lieben zu hause.
Zum Ende des Tages ging es dann noch in ein Restaurant und anschließend ins Hotel zurück.

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