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Blog der Regionalgruppe Nürnberg

08.03.2016 // 16:55

Sonnenstrom für Los Guatuzos

Stefan Dietrich

23.01.2013 10:52

Nicaragua, San Carlos - Nach erfolgreicher Erkundungsreise im Dezember 2012 nehmen die Pläne der Ingenieure ohne Grenzen e.V. Nürnberg konkrete Züge an. Sieben Schulen und ein Gesundheitszentrum in der von Armut geprägten Region Los Guatuzos, Gemeinde San Carlos, sollen eine Stromversorgung erhalten. Initiiert wurde das Projekt durch das Amt für Internationale Beziehungen der Stadt Nürnberg. Das Vorhaben wird zudem von der Stadt Erlangen und den Städtepartnerschaftsvereinen in Nürnberg und Erlangen unterstützt.

San Carlos

In dieser Region gibt es bisher keine Anbindung an die öffentliche Stromversorgung und diese ist in der nächsten Zeit auch nicht zu erwarten. Ziel des Projektes ist es, sieben Schulen und ein Gesundheitszentrum in der Region mit Solarstrom zu versorgen. Die solarbetriebene Beleuchtung soll in Zukunft Erwachsenenbildung ermöglichen, da diese erst nach Arbeitsende, also in den späten Abendstunden, stattfinden kann. Der Unterricht wird zudem durch Radiorecorder aufgewertet werden, die besonders den Sprach- und Musikunterricht unterstützen werden.

Da die Schulen sehr weit auseinanderliegen und nur schwer zu erreichen sind, war die Erkundungsreise von den beiden Ingenieure Thomas Müller (59) und Wolfgang Müller (49) herausfordernd. Die Besichtigung der Schulen erfolgte zu Fuß, per Fahrrad und per Boot. Zwei Schulen waren sogar nur mit Pferden zu erreichen, die teilweise bis zum Bauch im Schlamm versanken.

Die Durchführung einer Erkundungsreise ist ein zentrales Prinzip der ehrenamtlich arbeitenden Ingenieure ohne Grenzen. Sie ist deswegen so wichtig, weil sich die Situation von Ort oft anders darstellt, als im Vorfeld erwartet. So stellte sich auch bei diesem Projekt heraus, dass einige Schulen bereits über kleine Solarstrom-Anlage verfügten, die jedoch nicht mehr funktionierten. Grund hierfür war die falsche Bedienung der Anlagen und fehlende Wartung.

Dies ist der Beleg für die Ingenieure, dass gut gemeinte Hilfe manchmal nicht ankommt. „Es reicht nicht, wenn man einfach Anlagen installiert und dann wieder verschwindet“, betont Thomas Müller. „Diese Anlagen funktionieren dann nur ein oder zwei Jahre“. Deswegen möchten Ingenieure ohne Grenzen bei diesem Projekt den Schwerpunkt auf die Schulung und die Beteiligung der Menschen vor Ort legen. Zu den angedachten Maßnahmen gehört die Ausbildung eines Spezialisten für Solarenergie und die Benennung von zwei Verantwortlichen pro Schule. Diese sollen jeweils einen „Solarführerschein“ ablegen und sich in den kommenden Jahren um die Anlagen vor Ort kümmern.

Ein weiteres wichtiges Thema in der Region sind Mobiltelefone. Wolfgang Müller erklärt: „Diese sollen zukünftig gegen eine Gebühr an den Schulen geladen werden. Durch dieses Geschäftsmodell kann die Schule Einnahmen für spätere Reparaturen oder für Lehrmittel generieren“. Hier bringen die Ingenieure auch schon erste Erfolge nach Hause. Durch die Unterstützung der Stadt Nürnberg war es möglich, eine Anlage zu reparieren und das Handyladesystem einzuführen. Dieses hat sogar schon erste Einnahmen generiert.

Ende diesen Jahres möchten nun die Ingenieure ohne Grenzen in der Region insgesamt drei Solarstromanlagen neu installieren und weitere vier vorhandene Solarstromanlagen reparieren. Außerdem soll die Solaranlage eines Gesundheitszentrums repariert werden, damit die dringend benötigten Medikamente und Impfstoffe wieder gekühlt werden können. Das Gesamtvolumen des Projektes beläuft sich nach aktuellen Schätzungen auf 15.000 Euro. Hierfür sammeln die Ingenieure ohne Grenzen jetzt Spenden und bitten um Ihre Unterstützung.

Spendenkonto:

Ingenieure ohne Grenzen e.V.
Sparkasse Marburg Biedenkopf
Konto: 1030333337
BLZ: 53350000
Projektkürzel: NIC-IOG01

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