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Blog der Regionalgruppe Freiburg

07.03.2016 // 17:00

Pressemitteilung - Wasserprojekt in Haiti

Andreas Madjarov

08.12.2015 16:21

Freiburg, 08.12.2015: Vor etwa einem Jahr hat die Regionalgruppe Freiburg von Ingenieure ohne Grenzen mit der Planung einer Wasserversorgung für ein Dorf in Haiti begonnen (die Badische Zeitung berichtete). In Tête L‘Étang im Süden des Landes soll gemeinsam mit den Dorfbewohnern und zwei anderen Organisationen die Wasserversorgung neu aufgebaut werden. So wird der aufwändige und teure Wassertransport per Motorrad endlich Geschichte. Nach der einjährigen Planungsphase soll nun 2016 mit dem Bau begonnen werden.

Im April diesen Jahres waren Robin Grab, Sarah Röttinger und Lukas Kleine der Freiburger Ingenieure ohne Grenzen in Tête L'Étang, einem etwa 150 Kilometer von der haitianischen Hauptstadt Port-au-Prince entfernten Dorf. Einen Monat lang haben die Freiburger dort zahlreiche Wasserproben genommen, und die bestehende Wasserversorgung präzise dokumentiert und kartiert. Auch potenzielle Gebiete für Quellfassungen oder Brunnenbohrungen wurden erfasst. In Interviews und Gesprächen mit den 1150 Bewohnern wurden gemeinsam Szenarien für die Wasserversorgung entwickelt. Nur so konnte von Anfang an eine Lösung gefunden werden, die sich an den Bedürfnissen der Bewohner orientiert.

Basierend auf den vielen technischen und hydrologischen Ergebnissen und den Gesprächen mit den Bewohnern steht nun das Konzept: Gemeinsam mit der französischen Organisation „Eau Service Développement“ (ESD) und der haitianischen Nichtregierungsorganisation „Haiti Projet Éducation“ (HPE) soll 2016 das bestehende Wasserleitungssystem in der Region saniert und erweitert werden, so dass auch Tête L'Étang endlich Zugang zu sauberem Quellwasser bekommt. Die Franzosen von ESD haben bereits mehrere andere Wasserversorgungsprojekte in Haiti umgesetzt und verfügen daher über jahrelange Erfahrung im Wasserbau. HPE wird als vor Ort verwurzelte, haitianische Organisation sicherstellen, dass die Bevölkerung ebenfalls hinter dem Projekt steht und von Anfang an mit in den Bau involviert ist. Die Freiburger Ingenieure ohne Grenzen werden gemeinsam mit beiden Organisationen ein nachhaltiges Betriebskonzept für die Wasserversorgung entwickeln. Einerseits muss die flächige Versorgung der Bevölkerung mit ausreichend Wasser sichergestellt sein, andererseits müssen aber auch finanzielle Rücklagen für zukünftige Reparaturen und Wartungsarbeiten geschaffen werden. Eine Option dafür sind Wasserkioske, die zusätzlich durch kleine Photovoltaikanlagen genug Strom bereit stellen, dass an den Kiosken gegen Bezahlung Handys und Batterien geladen werden können – ein bewährtes Konzept, das nicht nur in Haiti weit verbreitet ist.

Durch eine ausreichende Wasserversorgung wird auch Landwirtschaft in Tête L'Étang wieder rentabel. Da jedoch, wie in vielen Regionen des Landes, durch großflächige Abholzung die Böden extrem erodiert sind, müssen erst Wege zur Rekultivierung der Böden gefunden werden. Hier soll weder das Rad neu erfunden, noch eine europäische Wunschvorstellung umgesetzt werden: Bei ihrer Untersuchung im April haben die Freiburger Ingenieure gemeinsam mit HPE ein haitianisches Musterprojekt zu nachhaltiger Landwirtschaft und Permakultur in der Nähe des Dorfes besucht und wichtige Kontakte geknüpft. Da zudem HPE schon seit Jahren einen Agronomen zur Schulung der Bevölkerung beschäftigt, soll so Stück für Stück wieder eine solide Grundlage für die Landwirtschaft geschaffen werden.

Die Freiburger Ingenieure ohne Grenzen haben ihre Erfahrung in nachhaltiger Entwicklungszusammenarbeit bereits vor zwei Jahren in Haiti unter Beweis gestellt: Gemeinsam mit der Nichtregierungsorganisation „nuestros pequenos hermanos“ Haiti wurde in der Hauptstadt Port-au-Prince ein Ausbildungszweig für Photovoltaik in einer Berufsschule etabliert. Keine zwei Jahre später haben einige ehemalige Schüler nun eine Firma gegründet und im Land schon die ersten Solaranlagen installiert.

Da die Planung und Durchführung ihrer Projekte rein ehrenamtlich erfolgt, ist die Regionalgruppe Freiburg von Ingenieure ohne Grenzen auf Spenden angewiesen, um das Projekt zu finanzieren.

Spendenkonto:                                             

Ingenieure ohne Grenzen e.V.

Konto: 1030 333 337
BLZ 533 500 00

Sparkasse Marburg Biedenkopf
Verwendungszweck: HTI-IOG02

 

INGENIEURE OHNE GRENZEN e.V.

Die Hilfsorganisation Ingenieure ohne Grenzen e.V. wurde 2003 gegründet und ist als gemeinnütziger Verein anerkannt. Der Verein hat sich zum Ziel gesetzt, Entwicklungszusammenarbeit durch Technologie- und Wissenstransfer zu fördern. Heute existieren bundesweit 32 Regionalgruppen und fünf überregionale Kompetenzgruppen, durch die bereits viele Projekte in den Bereichen Wasserversorgung, Brückenbau und Biogasnutzung erfolgreich realisiert wurden.

 

REGIONALGRUPPE FREIBURG

Die seit 2008 bestehende Regionalgruppe Freiburg der Ingenieure Ohne Grenzen sieht ihren Einsatz im Bereich der nachhaltigen und dezentralen Energieversorgung. Der Schwerpunkt liegt dabei auf photovoltaischen und solar-thermischen Anwendungen. Neben dem zentralen Anliegen der direkten Hilfe ist insbesondere der kooperative Wissenstransfer mit lokalen Interessensgruppen in den Zielländern von großer Bedeutung, da erst dadurch eine eigenständige Weiterentwicklung vor Ort möglich wird. Die Gruppe trifft sich alle 14 Tage dienstags um 19.00 Uhr. Treffpunkt sind die Büroräume des Informationszentrums 3. Welt.

Weitere Informationen unter: www.ingenieure-ohne-grenzen.org

Ansprechpartner Presse und Öffentlichkeitsarbeit Regionalgruppe Freiburg:

Andreas Madjarov, andreas.madjarov@ingenieure-ohne-grenzen.org

Projektleiter Haiti:

Matthias Breitwieser: matthias.breitwieser@ingenieure-ohne-grenzen.org

 Pressesprecher Ingenieure ohne Grenzen e.V. (bundesweit):

Volker Eiselein: volker.eiselein@ingenieure-ohne-grenzen.org

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