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Blog des Projekts Kenia: Wasser für Nyamache

27.04.2017 // 16:24

Erste Eindrücke aus Kenia

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Ilmenauer Regionalgruppe der Ingenieure ohne Grenzen berichten von ihren ersten Tagen der Erkundung in Nyamache

Die erste Woche der insgesamt dreiwöchigen Erkundung neigt sich dem Ende. Bereits in den ersten Tagen konnten die ausgereisten Mitglieder der Ingenieure ohne Grenzen wertvolle Informationen für ihr Projekt Wasser für Nyamache sammeln.

Nach 8 Stunden Flug landeten die drei Reisenden, Natascha Dubovikova, Moritz Mösler und Lennart Simon am Kenyatta International Airport in Nairobi. Ihr Kontaktmann Davis Onsomu, bei welchem sie auch die ersten Nächte verbrachten, empfing sie sehr herzlich. Die Straßen waren voll mit Menschen, manchmal auch mit Kühen, welche direkt vor einem exklusiven Shoppingcenter entlang einer vierspurigen Straße liefen. Seitdem die Dürreperiode Ostafrika heimgesucht hat, treiben die Massai ihre Herden immer öfter in die Hauptstadt.

Am zweiten Tag stand ein Treffen mit Duncan Choka von der GIZ, der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit, in Nairobi auf dem Plan. Die GIZ ist eine Anlaufstelle für deutsche NGOs (Nichtregierungsorganisationen), die im Ausland tätig sind. Dort wurde das Projekt Wasser für Nyamache vorgestellt. Durch Duncan Choka erhielten die drei Mitglieder, der Ingenieure ohne Grenzen, wertvolle Hinweise zur entsprechenden Zielregion, zudem wurden sie in ihrem Vorhaben einer Regenwassernutzung bestärkt. Die Region um Nyamache wird aufgrund ihres Regenreichtums in Kenia auch "Gottes Waschzimmer" genannt. Besonders der Nachhaltigkeitsgedanke hinter dem Projekt Wasser für Nyamache kam dabei sehr gut an. So wird neben qualitativen Baustoffen insbesondere auf ein nachhaltiges Wartungs- und Reinigungskonzept gesetzt.

Am dritten Tag der Erkundung trafen sich die drei Reisenden mit Philip Abuor, einem leitenden Mitarbeiter der SGS Laboratorien Kenia. Während der Erkundung sollen Wasserproben in Nyamache genommen werden. Jedoch können nicht alle Parameter vor Ort gemessen werden. Während mikrobiologische Belastungen wie e.Coli von den Ingenieuren vor Ort bestimmt werden, sind Schwermetalle und Pestizide nicht ohne weiteres im Feld zu ermitteln. Aus diesem Grund wurde das Projekt in den Laboratorien vorgestellt. Dort erfuhr man große Unterstützung und freute sich auf eine gute Zusammenarbeit. Um mehr über die Lage in Nyamache zu erfahren, stand anschließend ein Termin mit dem Geologen Haron Magare vom Ministry of Mining, welcher in der Region aufgewachsen ist, an. Er berichtete viel über die möglichen Gründe der Wasserknappheit. Neben dem Klimawandel und Bevölkerungswachstum sind vermehrte wirtschaftliche Nutzung, beispielsweise durch einen großen Softdrink-Hersteller, sowie Landwirtschaft wichtige Faktoren.

Das erste Wochenende der Erkundung wurde dazu genutzt um von der Hauptstadt Kenias, Nairobi, nach Kisii County zu fahren, um von dort aus in das Dorf Nyamache zu gelangen. Am Samstag gab es nach einer herzlichen Begrüßung ein gemeinsames Abendessen mit dem Water Officer und dem örtlichen Wasserkomitee. Auch beim Sonntagsgottesdienst durften die drei nicht fehlen. In der örtlichen Kirche durften sie sogar auf besonderen Ehrenplätzen sitzen.

Die neue Woche startete mit einer Einladung des Bezirksbeauftragten und der lokalen Regierung Kisii. Auch dort wurde das Projekt vorgestellt und letztlich das große OK dafür eingeholt. Weiterhin traf man sich mit dem Wasserkomitee, welche die zukünftigen Projektpartner vor Ort sind. Hierbei wurden die Projektpläne beider Seiten abgeglichen. Das Wasserkomitee stellte seine zukünftigen Pläne rund um die Region Kisii vor. Zudem schaute man, wo sich potentielle Quellen befinden, die für das Projekt geeignet wären. Zum Schluss händigte man den Ingenieuren noch handgezeichnete Karten der Region um Nyamache aus, auf welchen die verlegten Rohrleitungen dargestellt waren. Im Anschluss an die Treffen wurden bereits die ersten Wasserproben aus Quellen entnommen.

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