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Blog des Projekts Sierra Leone: Trenntoiletten für Makali

16.12.2018 // 19:34

Der Bau beginnt!

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10.10.18 bis 14.10.18

Mit Sack und Pack ziehen wir nach Makali um. Das kleine Guesthouse der Schule wird für die nächsten zwei Monate zu unserem Zuhause werden. Auf unserer Baustelle hat sich in den vergangenen Tagen bereits einiges getan. Alle Bäume sind gefällt und ein Großteil der Baufläche geebnet. Abends setzen wir uns mit dem Schulleiter Suma sowie unserem zukünftigen Care Taker Samuel zusammen ins Gras vor unserem Guesthouse. Mit unseren beiden neuen Nachbarn besprechen wir den zukünftigen Ablauf des Projektes.

Anschließend haben wir noch ein bisschen Zeit, um unsere Moskitonetze aufzubauen und uns ein bisschen einzurichten. Unser neues Zuhause besteht aus zwei Schlafzimmern, einem Wohnraum sowie dem Bad. Eine spärliche Wohnsituation, aber immerhin haben wir eine Toilette im Haus und nicht - wie in Salone üblich - eine Latrine draußen. Zwar gibt es kein fließendes Wasser, aber dafür Strom. Zum Glück ist der nächstgelegene Brunnen noch auf dem Schulgelände und somit nicht weit weg. Also können und müssen wir uns immer Wasser zum Waschen und Abspülen holen.

Den ersten richtigen Arbeitstag in Makali verbringen wir damit, uns mit der Arbeitsweise unseres Teams vertraut zu machen und ein Gefühl für das Arbeiten vor Ort zu entwickeln. Zum Wochenende ist die Baustelle geebnet und die Fundamente sind abgesteckt. Hierbei arbeiten wir Hand in Hand mit den Bauarbeitern, denn Maschinen gibt es nicht. So werden alle Bäume mit Äxten und Cutlasses (uns als Machete bekannt) gefällt. Auch der Boden muss per Hand mit Schaufeln geebnet werden. Wir geben unser Bestes, um mit den muskulösen Arbeitern mitzuhalten, was schnell zu einem freundschaftlichen Teamgefühl auf der Baustelle führt. Sehr zur großen Freude unsererseits.

 

Wir stellen uns der Community vor

Auch am Wochenende können wir uns nicht entspannen, dafür steht uns aber ein traditioneller Programmpunkt bevor: In Sierra Leone - oder zumindest in unserem Dorf - ist es üblich, sich kurz der Community vorzustellen, wenn man von außerhalb kommt. Somit treffen wir am Samstag mehrere Stakeholder sowie den Sprecher des Paramount Chiefs. Der Paramount Chief ist mit einem Kreisbürgermeister vergleichbar. Er kümmert sich nicht nur um die Projekte in seinem Chiefdom, sondern auch um die Anliegen der dort lebenden Menschen. Er vertritt sein Chiefdom im Parlament und nimmt deshalb eine politische Position ein.

So kommen wir in einem kleinen Pavillon zusammen. Wir Ausreisende nehmen hierbei den “Head Table” ein. Das ist ein Tisch, an dem die für die Veranstaltung wichtigen Personen sitzen und etwas vortragen. Die anderen Anwesenden sitzen auf Stühlen oder Bänken davor und schauen uns gespannt an. Für den Ablauf gibt es eine feste Agenda. Nach einer kurzen Begrüßung und einem Gebet stellen wir den Verein Ingenieure ohne Grenzen sowie unser Projekt vor. Besonders beeindruckend ist, dass Christen und Muslime zusammen beten. Denn alle glauben an den gleichen Gott. Wir bedanken uns, dass wir hier sein dürfen und so freundlich aufgenommen werden. Die Anwesenden sind sichtlich glücklich über unseren Besuch und freuen sich auf eine gute Zusammenarbeit. Einige sind sogar so von der Idee angetan, dass sie gleich selbst eine Toilette gebaut bekommen wollen.

 

Reismachen für Anfänger

Sonntag klettern wir mit Samuel und Suma auf einen nahegelegenen Berg. Hier lernen wir von Locals, wie Reis angebaut und verarbeitet wird: Der Reis kann einfach von der Pflanze abgezupft werden und wird anschließend getrocknet. Nach dem Trocknen werden die Reiskörner mithilfe eines dicken Stammes und einer Schüssel gestampft, um die Reiskörner von der Schale zu trennen. Auf die Lehrstunde folgt eine Stärkungspause mit –  wer hätte das gedacht – Reis. Anschließend setzen wir unsere Klettertour auf den Berg fort. Von oben lassen wir den Blick über die grandiose Hügellandschaft mit gefühlt tausend verschiedenen Grüntönen schweifen. Nun wissen wir auch, woher der Name Sierra Leone kommt: Sierra steht für die Berge und Leone für den Donner, welcher einem Löwengrollen gleicht. Mit dieser Erkenntnis geht die erste Woche in unserem neuen Zuhause zu Ende. Wir freuen uns auf weitere tolle Wochen.

 

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