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Blog des Projekts Äthiopien: Gereb Tsedo Grundschule

21.05.2020 // 11:27

Aufenthalt Lena 2020 - Erste Schritte - Teil 1/4

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In diesem Blog erzählt Lena über ihre Aufenthalt in Mekelle, Äthiopien.

Kontext der Reise

Im Rahmen eines Auslandssemesters an der Mekelle University (Department Civil Engineering) ging ich im Sommersemester 2020 nach Äthiopien in die Stadt Mekelle. Das Ziel meines Aufenthalts neben dem Studium war es, das Sanitärprojekt der Regionalgruppe Münster an der Gereb Tsedo Schule voranzutreiben.

Nach der Erkundungsreise im September 2018 von Eva und Florian (https://ingenieure-ohne-grenzen.org/de/content/erkundungsreise-2018-vor-der-ausreise), ist der Kontakt zu der Partnerorganisation stark zurückgegangen. Aus diesem Grund, konnte die Projektarbeit von Deutschland aus nicht wie gewünscht fortgesetzt werden.  Da das Projekt seit einigen Jahren in Planung war, haben die Mitglieder der IoG Regionalgruppe Münster diskutiert ob und wie das Projekt weiter gehen könnte oder ob doch ein Schlusstrich gezogen werden musste.

Aufgrund der ungewissen Lage über die Projektfortführung, war es zunächst wichtig während meines Aufenthalts den Kontakt zum lokalen Partner persönlich wiederherzustellen und den Status quo zu erfragen.

Erste Schritte:

Bevor ich den lokalen Partner aufsuchte, habe ich Kontakt mit den „Engineers Without Borders (EWB) Mekelle“ aufgenommen. Vor meiner Ankunft in Äthiopien hatte ich die Mitglieder Tsegay, Halefom und Leake via Email und Facebook kontaktiert und über meinen Aufenthalt in Mekelle informiert. Die drei sind ehemalige Studenten der Mekelle University im Bereich Bauingenieurwesen und Computer Science. Bei einer Tasse Kaffee in einem typisch traditionellen Kaffeehaus in Mekelle haben wir uns dann persönlich kennengelernt. Ich habe sie um ihre Hilfe gebeten, mich in der Kontaktaufnahme mit unserem lokalen Partner OSSHD (Organisation for Social service, Health and Development) zu unterstützen.

Projektforschritt:

Treffen mit dem Partner OOSHD

Wenige Tage später stand das Treffen mit dem lokalen Partner an. Er lud mich und die Engineers Without Borders zu ihm ein und als wir alle zusammen bei einer Tasse Kaffee in seinem Büro saßen, wurden alle Kommunikationsprobleme schnell behoben. Nach wie vor war er mit einer Kooperation einverstanden, und wir besprachen ein "Memorandum of Understanding" aufzusetzen als Grundbasis unserer Zusammenarbeit, welches auch die Mitarbeit der Schule und der Schulbehörde mit in Betracht zieht.

Was aus Deutschland aus sehr schwierig zu erreichen war, erschien nun vor Ort ganz einfach: der Kontakt war reaktiviert und das Projekt kann weiter voran gehen! Nun musste nur noch die Schule und die Schulbehörde aufgesucht werden, mit denen der Kontakt vor eineinhalb Jahren aufgrund der schlechten Kommunikation mit dem Partner abbrach..

 

Treffen mit dem Schulleiter der Gereb Tsedo Schule

Unterstützt durch zwei Mitglieder der „Engineers without borders“ (Haleform und Tsegay) und einem Mitarbeiter des lokalen Partners (Kiross) gingen wir am darauffolgenden Tag zur Gereb Tsedo Schule. Die Schule hatte seit eineinhalb Jahren nichts mehr von uns und dem Projekt gehört und ich wusste nicht, wie sie auf meine Ankunft und den Wunsch, das Projekt nun aktiv in die Hand zu nehmen, reagieren.

Wir haben uns mit dem Schulleiter Solomon getroffen. Kiross, Halefom und Tsegay übernahmen zunächst das Reden und erklärten die Situation auf tigrianisch (der lokalen Sprache in der Tigray Region im Norden Äthiopiens), da Solomon nicht allzu gutes Englisch sprach und verstand. Danach stellte ich mich vor (auf gebrochenem tigrianisch – was zum Glück auf Begeisterung und Belustigung traf), und erzählte von meinem längeren Aufenthalt in der Stadt und dass unsere Regionalgruppein Deutschland nun schon einen Teil der notwendigen Spenden für die Umsetzung des Projektes zusammen hat und es nun an der Zeit ist, die Planungen aktiv in die Tat umzusetzen. Die Reaktion des Schulleiters war sehr positiv: ich hatte ihn schnell auf meiner Seite und er machte mit uns einen Rundgang um das Schulgelände, damit wir uns einen Überblick von dem Schulgelände und der sanitären Situation verschaffen konnten.

 

Treffen mit dem Schulbehörde der Stadt Mekelle

Nachdem die Mitglieder von EWB Mekelle, der lokale Partner und die Schule wieder im Boot waren, fehlte nur noch der Kontakt zu Bildungsbehörde der Stadtverwaltung von Mekelle, die die öffentliche Schule durch den Bildungskoordinator Solomon betreut und finanziell unterstützt. Das Gespräch verlief sehr gut und Solomon betonte, wie wichtig dieses Projekt für die Schule sei.

Nun, da alle wichtigen Projektbeteiligten mobilisiert und zusammengeführt waren, haben wir wöchentliche Treffen an der Schule eingeführt, um das Projekt zu strukturieren, Aufgaben zu verteilen und Probleme und Möglichkeiten zu besprechen.

Wir unterschrieben das Memorandum of Understanding, in dem wir Ziele, Aufgaben und  Verantwortlichkeiten formulierten. Daraufhin diskutierten wir verschiedene Toilettensysteme (Trockentoilette und Trockentoilette mit Urinseparation), die für die Umsetzung an der Schule in Frage kamen. Die Entscheidung fiel für ein Trockentoilettensystem ohne Separation, wie es an einer Privatschule in der Stadt (Nicolas Robinson School) schon umgesetzt und seit 6 Jahren erfolgreich betrieben wird.

 

Mehr Details über über das Toilettensystem und dessen Funktion berichte ich in einem der folgenden Blogs.

 

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