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Blog des Projekts Sierra Leone: Trenntoiletten für Makali

23.11.2018 // 18:35

Ankunft in Makeni

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Mit der Ankunft in Makeni, dem Sitz unserer Partnerorganisation, werden wir gleich ins kalte Wasser geworfen. Noch bevor wir unsere Zimmer beziehen, treffen wir uns im Büro unseres Projektpartners MADAM. Wir nehmen dankbar Platz und besprechen ohne große Umschweife alle anstehenden Termine für die Woche. Danach können wir endlich unsere Sachen in unseren Gästezimmern ablegen, welche direkt neben dem Büro liegen. Da wir ganze sechs Stunden nach Makeni gebraucht haben, sind wir sehr froh, den Abend in unserem neuen Stammlokal ausklingen lassen zu können.

Die ersten Schritte

Am nächsten Morgen sind wir schon wieder früh auf den Beinen. Wir wissen: Die kommenden Tage werden uns Einiges an Energie, Ausdauer und Denkvermögen abverlangen. Zu Beginn treffen wir uns mit Peter und Ibrahim, unseren zwei MADAM-Projektkoordinatoren. Mit ihnen besprechen wir das “Memorandum of Understanding” (MoU). Darin werden die gemeinsamen Ziele unserer Zusammenarbeit festgelegt. Außerdem sprechen wir mit ihnen unsere neuen Planungen für die Toilette durch, da unser Projektpartner ebenfalls in die Konstruktion involviert werden soll. Seit der Erkundung vor einem Jahr hat sich hier einiges getan. Die beiden waren sichtbar begeistert von dem, was wir in Deutschland erarbeitet haben.  Nach dem Gespräch machten wir uns direkt an die Arbeit. Somit saßen wir keine zwei Stunden später im Auto auf dem Weg zu verschiedenen Baumaterialläden, um uns Angebote und die vor Ort üblichen Maße einzuholen.

Für den nächsten Tag ist ein besonders wichtiger Besuch geplant. Wir fahren zum ersten Mal nach Makali, das Dorf, in dem die Schule, unsere Schule, steht. Hier besichtigen wir das Schulgelände und legen den Grundstein mit den Lehrern und unserem zukünftigen Vorarbeiter, dem Contractor. Ein wenig überrumpelt, aber begeistert von der Motivation, die uns vor Ort entgegen springt, finden wir uns plötzlich mitten in Verhandlungen über unseren ersten Vertrag wieder. Bereits am nächsten Tag soll mit der Rodung der Bäume und dem Ebnen des Baugrundstücks angefangen werden. Mit unfassbar vielen neuen Informationen im Kopf fahren wir also zurück nach Makeni, um alles für den Start der Konstruktion vorzubereiten.

Zurück in Makeni sitzen wir einige Tage zusammen, um den Bauzeitenplan zu erstellen und die Konstruktion an lokale Gegebenheiten anzupassen. Mit den Plänen im Gepäck rechnen wir uns das günstigste Angebot für Material und Werkzeuge aus. Wir bestellen sofort. Wie wichtig es ist, ein Angebot inklusive Lieferung zu bekommen, lernen wir erst in den kommenden Wochen richtig zu schätzen. Um die Materiallieferung auf ihre Vollständigkeit überprüfen zu können, machen wir uns am Montag wieder auf den Weg nach Makali. Ein erstes Aufatmen: Alles ist da!

Ungeplanter Zwischenstopp

Während der Fahrten zwischen Makeni und Makali passieren wir immer wieder eine Grenzstation zwischen den Gebieten Bombali und Tonkolili. Bei einer Passkontrolle werden wir darauf hingewiesen, dass wir leider mit dem falschen Visum im Land sind. Was also jetzt?
In Makeni haben wir zum Glück die Möglichkeit, uns das “Visum für freiwillige Helfer” zu besorgen. Das kostet uns zwar eine Stange Geld, aber jetzt dürfen wir ein ganzes Jahr in Sierra Leone bleiben. Ob wir also zurück kommen oder doch lieber im sonnigen Sierra Leone bleiben, werden wir noch herausfinden.

Ein Besuch im Ministerium

Ein großer Vorteil unserer Partnerorganisation ist insbesondere die Fülle an Kontakten zu wichtigen Ansprechpartnern und Institutionen in der Gegend. So verbringen wir den letzten Tag in Makeni damit, die Minister für Landwirtschaft und Gesundheit der Regionalregierung zu besuchen. Was für eine Ehre! Beide Minister finden die Idee der Implementierung einer Trockentrenntoilette sehr gut und wollen die Verbreitung der Technik durch eigene Projekte wie auch durch die Medien unterstützen. Es ist einfach ein tolles Gefühl, wenn man merkt, dass die Menschen vor Ort die Chancen des Projektes sehen und ergreifen wollen.

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