Blog der Regionalgruppe Bochum

08.03.2019 // 11:24

8. März - Weltfrauentag

Previous Next

In jeder Gesellschaft sollte die Gleichberechtigung der Geschlechter selbstverständlich sein. So zumindest die Theorie.
In der Praxis sind wir leider noch sehr weit davon entfernt. Immer noch werden weltweit Frauen durch Traditionen oder Gesetze daran gehindert gleichberechtigt und selbstbestimmt ihr Leben zu leben.

Hierzulande sind wir zum Glück schon auf dem Weg in die richtige Richtung, sodass es zum Alltag gehört, dass auch Frauen einen Schulabschluss und einen Job erlernen, in dem sie auch arbeiten können.
Es entwickelt sich langsam, dass auch die Männer die Möglichkeit haben, sich Zuhause um den Nachwuchs zu kümmern, während die Frau das Einkommen erwirtschaftet.

Die Stimme der Frau hat den gleichen Wert wie die des Mannes und sie muss in keiner Hinsicht hintenanstehen. Das Entscheidungsrecht der Frau frei über ihr Einkommen wurde auch in Deutschland erst in den 1960er Jahren angepasst und hinderliche Gesetze dazu abgeschafft.

In Ländern wie unserem Projektland Malawi ist sowas noch weitestgehend unmöglich. Zwar dürfen junge Mädchen die Schule besuchen und einen Abschluss erwerben, aber nur die wenigsten haben nach der Schule auch einen Job oder unabhängige Zukunftsaussichten. Sie versorgen die Kinder und sind für den Haushalt zuständig. Sie unterstehen ihrem Mann, der häufig noch von der Familie für sie ausgewählt wird. Zudem fehlen die Mädchen häufiger in der Schule, weil sie kleinere Geschwister versorgen müssen.

Nach der Schulausbildung gibt es zudem nur wenige gesellschaftlich akzeptierte Berufe für Frauen. Es ist ein großes Problem, dass Frauen in handwerklichen Berufen nicht gerne gesehen werden.
Die Rollenverteilung ist noch sehr konservativ und entwickelt sich nur langsam. Ausnahmen gibt es nur selten. Wir durften während unserer Ausreise die junge Frau Muhlabase Ziba kennenlernen, die für ein Programm der Welthungerhilfe arbeitete, und die Schulleiterin der Secondary School Beatrice Niogolo.
Die Beiden haben sich durch ihre Stärke und Ausdauer durchgesetzt und neben ihrer Familie und dem Haushalt auch noch eine Arbeitsstelle. Es ist viel Verantwortung, weil sie trotzdem den Haushalt schmeißen und die Kinder versorgen müssen, aber es ermöglicht ihnen auch freiere Entscheidungen zu treffen.

In Malawi ist es nicht unüblich, dass Männer mehrere Frauen heiraten oder auch neben ihrer Ehe andere Beziehungen führen. Dadurch ist das Risiko groß sich über diesen Umstand mit Geschlechtskrankheiten anzustecken und sie sich so auch leichter verbreiten.
Außerdem entstehen aus diesen Beziehungen oft uneheliche Kinder, welche häufig durch den Vater nicht betreut oder versorgt werden können. Die Frauen sind durch ihre Abhängigkeit gezwungen diesen Zustand zu akzeptieren, weil sie weder eine Perspektive noch die finanziellen Mittel ohne ihren Mann haben.

Doch trotz Allem lassen sich über die letzten Jahre auch Fortschritte abzeichnen. Gesetze zur Gleichberechtigung werden häufiger diskutiert und Möglichkeiten, die vorher den Männern vorbehalten waren, werden immer öfter auch von Frauen genutzt.
Dies ist zum Beispiel bei der Feldarbeit in Malawi der Fall, wo die verlängerte Regenzeit die Anzahl der Ernten erhöht und das Dorf auf die Mithilfe der Frauen angewiesen ist.

Auch wenn wir noch eine ganze Menge Arbeit vor uns haben, bis die Gleichberechtigung in allen Gesellschaften durchgesetzt wird, so haben wir doch schon ein stückweit des Weges bewältigt.

Weitere Blog-Einträge


06.02.2016 // 22:52

Nacht der Unternehmen 2013

Am 25.11.2013 waren Mitglieder der RG Bochum mit einem Informationsstand auf der „Nacht der Unternehmen“ in Dortmund vertreten, an dem die Arbeit des Vereins und der...

Nacht der Unternehmen 2013

06.02.2016 // 22:49

Kommunikation und Kooperation mit dem THW

Bergung, Wasseraufbereitung, Energieversorung, Logistik - das sind nur ein paar Bereiche, für die das Technische Hilfswerk zuständig ist. Die Leitung des Ortsverbandes...

Kommunikation und Kooperation mit dem THW

06.02.2016 // 05:28

Erste Spenden für Malawi-Projekt von Haldern-Pop-Festival

Am 9. und 10. August hat sich unsere Regionalgruppe an einem Informationsstand der Regionalgruppe Aachen auf dem Haldern Pop beteiligt. Durch Spenden konnten wir so die...

Erste Spenden für Malawi-Projekt von Haldern-Pop-Festival

06.02.2016 // 05:20

Neues Banner und neue Fahne für die Regionalgruppe

Endlich kann sich unsere Regionalgruppe wirksam und professionell nach außen präsentieren! Der Dank dafür gebührt der Firma Fahnen-Herold in Wuppertal, die uns mit einem...

Neues Banner und neue Fahne für die Regionalgruppe

06.02.2016 // 05:16

Präsenz auf der JOBcon Engineering

Am 4. Juni sind wir von der Regionalgruppe Bochum auf der JOBcon Engineering in Duisburg vertreten. Die...

Präsenz auf der JOBcon Engineering

06.02.2016 // 05:14

Vorstellung von Ingenieure ohne Grenzen bei "GoING Abroad" der Ruhr-Universität Bochum...

Am 16. 04. 2013 wird die Regionalgruppe Bochum auf der Informationsveranstaltung der Ruhr-Universität Bochum,...

Vorstellung von Ingenieure ohne Grenzen bei "GoING Abroad" der Ruhr-Universität Bochum