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tza-iog29

05.10.2020 // 12:19

Tansania: Unterstützung bei Präventionsmaßnahmen gegen eine mögliche Covid-19 Ausbreitung

Die lokale Bevölkerung des Lupila Wards bei Präventionsmaßnahmen gegen eine mögliche Covid-19 Ausbreitung unterstützen.


  • Status:  Erkundung Implementierung Evaluation Abgeschlossen
  • Spendenkürzel: tza-iog29
  • Zielgruppe: Bevölkerung der sechs Dörfer des Lupila Wards
  • Zeitraum: 06/2020 bis 10/2020
  • Partnerorganisation: PASEP (People`s Alliance for Social and Environmental Protection)
  • Projektvolumen: ca. 4.000 Euro
  • Projektdatenblatt als PDF: PDF icon projektdatenblatttza-iog29.pdf
  • Projektkategorien: 

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Ausgangssituation

Die weltweite Ausbreitung des Coronavirus (Covid-19) ist die wohl größte und folgenschwerste  Pandemie der letzten Jahrzehnte. Das Virus macht vor keinen Ländergrenzen halt und hat mittlerweile auch den afrikanischen Kontinent erfasst. Hierbei sind gerade die ländlichen Regionen, welche meistens über keine ausreichende medizinische und sanitäre Versorgung verfügen, besonders gefährdet. Denn gerade während der momentanen Lockdown-Maßnahmen in den Städten zieht es viele Stadtbewohner zu ihren Familien aufs Land, was die Verbreitungsgefahr dort erheblich erhöht.

Der Lupila Ward im südwestlichen Hochland Tansanias ist so eine ländliche Region. Am Rande des Malawisees auf einer Höhe von 1800 m über dem Meeresspiegel gelegen, umfasst er die sechs Dörfer Lupila, Kijyombo, Igumbilo, Ukange, Ludilu und Malanduku mit einer Gesamtbevölkerung von 4194 Menschen. Die Dörfer liegen so abgeschieden, dass sie nur über eine 60 km lange unasphaltierte Straße zu erreichen sind, die in der Regenzeit kaum passierbar ist. Nur eines der sechs Dörfer verfügt über eine elektrische Stromversorgung, welche durch ein Mikrowasserkraftwerk im Fluss Salala gespeist wird.

Die hier lebenden Menschen sind hauptsächlich in der Subsistenzlandwirtschaft tätig, da aufgrund des mangelnden Elektrifizierungsgrads kaum Kleingewerbe zur Weiterverarbeitung von Rohstoffen betrieben werden können. Lange Transportwege zu den lokalen Märkten stellen zusätzlich ein häufig unüberwindbares Hindernis dar. Die medizinische Versorgung ist hier auf das Notwendigste beschränkt und wird von kleinen Dorfhospitälern übernommen. Sie verfügen über eine geringe Auswahl an Medikamenten und bieten die Möglichkeit, kleine Wunden oder Verletzungen rudimentär behandeln zu lassen. Beatmungsgeräte gibt es hier nicht. Die Menschen dieser Region leiden häufig unter chronischen Krankheiten und die HIV-Infektionsrate ist mit 10 % ebenfalls überdurchschnittlich hoch. Außerdem führt insbesondere die Trockenzeit vermehrt zu einem Wassermangel, welcher die mögliche Körperhygiene erheblich einschränkt.

Projektbeschreibung

Zusammen mit unserer Partnerorganisation vor Ort, der tansanischen NGO PASEP, welche seit sechs Jahren in dieser Region tätig ist und sich für die dort lebenden Menschen in ihren Communities einsetzt, möchten wir die lokale Bevölkerung des Lupila Wards bei Präventionsmaßnahmen gegen eine mögliche Covid-19 Ausbreitung unterstützen.

 

Hierfür sollen 420 Mitglieder unterschiedlicher Familien der sechs Dörfer hinsichtlich der Covid-19 Symptomerkennung und Übertragung sowie zu den präventiven Maßnahmen geschult werden, um anschließend ihr erworbenes Wissen in ihre Familien tragen zu können. So soll sichergestellt werden, dass auch sozial fragmentierte und benachteiligte Menschen innerhalb der Gemeinschaften erreicht werden. Außerdem sollen fünf Näher*innen aus den Dörfern in dem Nema Craft Ausbildungscenter, nahe der Stadt Iringa, in der Schutzmaskenherstellung geschult werden, um eine unabhängige Schutzmaskenproduktion innerhalb der Dörfer für alle Bewohner zu ermöglichen.

Diese Maßnahmen gehen Hand in Hand mit der Ausgabe von Desinfektionsmitteln und Wassereimern an strategischen Punkten, wie beispielsweise an den Dorfhospitälern, Schulen, Gemeindecentern und Versammlungsorten, um in der momentanen Trockenzeit ein Mindestmaß an Hygieneschutz bieten zu können.

Wir hoffen, dass mit diesem Projekt anhand von Wissenstransfer und Schutzmaßnahmen einer Verbreitung des Coronavirus und zukünftigen Pandemien in der Region langfristig entgegengewirkt werden kann.