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29.05.2020 // 18:08

Guinea: Verbesserung der WASH-Situation in Massarankissidou

Projekt zur Sicherstellung einer nachhaltigen Trinkwasserversorgung, als Grundlage zur Verbesserung der hygienischen Bedingungen im Dorf Massarankissidou.



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Ausgangssituation

Das abgelegene Bergdorf Massarankissidou ist eine kleine Siedlung mit ca. 500 Menschen in der Region Nzérékoré im östlichen Teil Guineas in Westafrika. Die nächstgelegenen Dörfer liegen ca. 5 – 10 km entfernt, wobei die nächstgelegene Provinzhauptstadt Macenta 40 km weiter südlich liegt. Das Dorf versorgt sich weitestgehend selbst. Es lebt von der Landwirtschaft, insbesondere dem Ackerbau.

Die Dorfgemeinschaft bezieht ihr gesamtes Trink- und Brauchwasser aus dem nahegelegenen Fluss in etwa ein Kilometer Entfernung, den die Bewohner über einen Trampelpfad erreichen. Die Wasserversorgung in Massarankissidou wird größtenteils durch die Kinder/Jugendliche sichergestellt. Ab ca. 10 Jahren gehen die Kinder den ca. 1 km langen Weg hinunter zum Fluss und tragen einen bis zu 20 l gefüllten Plastikkanister auf dem Kopf zurück ins Dorf. Für einen gefüllten Kanister sind sie ca. 45 – 60 min unterwegs. Für die Wasserbeschaffung benötigen die Kinder einer Familie etwa 5 Stunden des Tages; wertvolle Zeit, die für die schulische Ausbildung fehlt.

Da die Region für ihren Bergbau bekannt ist, kann davon ausgegangen werden, dass das Flusswasser belastet ist. Zudem wird aufgrund fehlender Toiletten die Notdurft traditionell im Busch verrichtet, sodass sich Fäkalien im Oberflächenwasser wiederfinden könnten. Durch mangelnde Hygiene klagen die Menschen im Dorf, allen voran die Kinder, häufig über Magen-Darm-Erkrankungen. Weiterhin sind Krankheiten wie Malaria, Cholera, chronische Rücken- und Gelenkschmerzen verbreitet. Insbesondere die Magen-Darm-Erkrankungen lassen sich möglicherweise auf verunreinigtes, mikrobiell belastetes Trinkwasser zurückführen. Massarankissidou fehlt es an existenzieller Infrastruktur.

Die Dorfgemeinschaft hat folgendes Ranking der Komponenten erstellt, die am dringendsten benötigt werden:

1. Wasserversorgung,
2. Schulbildung,
3. Verkehrsinfrastruktur (Straßen/Brücken),
4. Krankenhaus,
5. Moschee

Projektbeschreibung

Den Leitlinien von Ingenieure ohne Grenzen folgend, strebt die Regionalgruppe Bremen den Aufbau einer Wasserversorgung für das Dorf Massarankissidou, sowie die Sensibilisierung der Dorfgemeinschaft für Hygiene an. Langfristig sollen dadurch die Erkrankungen und die Kindersterblichkeit Vorort gesenkt werden. Des Weiteren sollen die Kinder entlastet werden, um somit mehr Zeit in der Schule verbringen zu können. Die Nachhaltigkeit des Projekts wird durch starke Projektpartner in Guinea und Deutschland sowie den starken Einbezug der Dorfgemeinschaft erwirkt. Ferner kann die vorhandene Expertise der RG Bremen aus dem Vorgängerprojekt genutzt werden um das Projekt erfolgreich durchzuführen.